Mittwoch, 16. Dezember 2015

Der Käfer - Hesse/Wirth

Ein gelungener Regionalkrimi, der mit Humor, Drogen und Autos von sich reden macht!

Hinter dem Titel Der Käfer verbirgt sich der 8. Band der Reihe um die Kommissare Karin Krafft und Gero von Aha der Autoren Thomas Hesse und Renate Wirth. Das Buch erscheint 2015 im Emons Verlag.

Eine tote Jugendliche auf der einen Rheinseite, ein vorschnell zu den Akten gelegter Todesfall einer alten Dame auf der anderen und eine dunkle Geschichte, an der Jahrzehnte niemand rührte – was verbindet diese Fälle? Hauptkommissarin Karin Krafft greift zu ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden, Kollege Gero von Aha agiert undercover als 'Rosenkavalier', und dann sind da noch die drei von der O.P.A.-Initiative, die zu Heldentaten neigen.



Schon die Inhaltsangabe deutet die merkwürdige Kombination von Fällen an und der humorvolle Einschlag lässt sich an dem Wortspiel mit den Opas erkennen.
Dieser Niederrhein-Krimi zeigt nicht nur die Schönheit der Natur in Rosengärten auf, sondern er taucht tief ins kriminelle Milieu von Drogen und Mord ein. Wie Licht und Schatten liegt hier beides sehr nah beieinander.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, hier ermitteln sympathische Kommissare, die leider mit einer missmutigen Chefin gebeutelt sind. Auch die O.P.A. Truppe finde ich sehr positiv dargestellt. Deren Helfersyndrom ist vorbildlich und ihnen ist es auch zu verdanken, dass ein alter Käfer Licht ins Dunkel von kriminellen Delikten bringt.

Die Handlung ist wie schon gesagt durch die Mischung von vorgestellter Gartenidylle und der sich am Niederrhein verbreitenden Drogenwelle von Chrystal Meth eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Die Ermittlungen scheinen zunächst keine großen Sprünge zu machen, doch dann bilden sich langsam Verbindungen zu den vorhandenen Todesfällen heraus und der Täterkreis wird klarer. Die Aufklärung ist nicht unerwartet und dennoch spannend. Denn was diese Person zu diesen Taten getrieben hat, möchte man schliesslich wissen.

Der Erzählstil ist sehr abwechslungsreich, es gibt humorvolle Szenen und ein wenig Dialekt, die dem Krimi den passenden Anstrich geben. Man fühlt sich richtig gut unterhalten.

Diese Krimireihe habe ich jetzt erst entdeckt und bin ganz begeistert. Wer einen unterhaltsamen Krimi sucht, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Ich freue mich schon auf die vorangegangenen 7 Bände, die noch vor mir liegen.



  [Werbung] Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Sterbegeld von Judith Winter

Die heikle Suche nach einem Maulwurf und ein tragischer Familienmord machen diesen Krimi sehr spannend!

Judith Winters 3. Fall für Emilia Capelli und Mai Zhou heisst Sterbegeld. Der Krimi erscheint bei DTV

Ein kleiner Junge fühlt sich bedroht und ruft die Polizei. Seine Angst ist spürbar und die Beamten eilen ihm zu Hilfe. Doch sie kommen zu spät, jemand hat die vierköpfige Familie ermordet. Ein Verdächtiger wird kurz darauf festgenommen. Sein Strafverteidiger hat allerdings Schwierigkeiten mit ihm zusammen zu arbeiten und es kommen ihm Zweifel. Seine Ergebnisse übergibt er Mai Zhou, die die Ermittlungen wieder aufnimmt. 
Dabei haben sie mit einem Mord an einem Kollegen gerade alle Hände voll zu tun. Diese Tat führt zu der Annahme, dass sich ein Maulwurf in den eigenen Reihen befindet. Wer ist der Schuldige unter den Kollegen? Emilia Capelli und Mai Zhou sind in einer schwierigen Lage und müssen undercover arbeiten.


Das interessante Ermittlerduo gefällt mir weiterhin sehr gut, Capelli und Zhou sind zwar grundverschieden, aber gerade das macht sie so außergewöhnlich und sympathisch.
   
Trotz ihrer Gegensätze läuft ihre Zusammenarbeit wie geschmiert. Stets ergänzen sie sich bei den Befragungen, dabei muss Zhou häufig Capellis aufbrausendes Wesen etwas beruhigen. Allmählich nähern sie sich einander etwas an und man spürt den Beginn einer freundschaftlichen Ebene.  

Der Erzählstil ist toll, sehr flüssig und mitreissend geschrieben und die eingearbeiteten Sprüche und chinesischen Weisheiten bringen Tiefe in die Szenerie.   

In diesem Band führen zwei parallel geführte Fallermittlungen zu einem wahren Spannungsrausch. Die Heftigkeit der Vorfälle ist drastisch und die Aufklärung sehr schwierig. Man erlebt die Belastung der Kommissarinnen hautnah mit. Besonders die Sache mit dem Maulwurf macht den Frauen zu schaffen. Welcher Kollege ist der Verräter?

Dazu kommen noch sehr aktionsreich geführte Einsätze, die Leib und Leben der Kolleginnen bedrohen. Es ist wirklich eine fesselnde Lektüre.
Mir hat allerdings noch das I-Tüpfelchen gefehlt, um 5 Sterne zu vergeben. Das Motiv des Maulwurfs hat mich nicht überzeugt.  
Auch konnte ich inhaltlich mit dem Titel "Sterbegeld" keinen Bezug zum Buch herstellen.


Insgesamt ein sehr lesenswerter Krimi, der sprachlich sehr gelungen ist und mit Spannung gut unterhält. Das Wiedersehen mit den Ermittlerinnen hat mich gefreut und ihre Zusammenarbeit war wieder höchst interessant.

   ***Leserundenexemplar von vorablesen - Vielen Dank
          an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***



[Werbung] Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.

Weihnachtsbriefe von Felix von Annette Langen

Von fremden Weihnachtsbräuchen lesen


Das Bilderbuch Weihnachtsbriefe von Felix von Annette Langen wurde wunderschön illustriert von Constanza Droop. Das Buch erschien erstmalig 1997 im cbj Verlag und hat eine Altersempfehlung für Kinder von 4-6 Jahren.

Sophie glaubt noch an den Weihnachtsmann und wird in der Schule deswegen ausgelacht. 
Also macht sich ihr Hasenfreund Felix auf die Suche nach dem Weihnachtsmann und schreibt von seiner Reise einige Briefe.







Die Felix-Bücher sind immer wieder eine Freude, denn sie sind mit viel Liebe zum Detail geschrieben und illustriert. Die jeweiligen Briefe überraschen dieses Mal mit Weihnachtsbräuchen aus anderen Ländern. 

Das zeigt Kindern, wie wichtig dieses christliche Fest auch anderswo ist, wie gefeiert wird und das lässt die Vorfreude auf den Heiligen Abend spürbar werden. Allerdings wird die Weihnachtsgeschichte ein wenig oberflächlich behandelt, so wird zum Beispiel der amerikanische Weihnachtsmann beschrieben, der mit dem Rentierschlitten Geschenke durch den Kamin bringt wirft. Vom Christkind fehlt in diesem Buch leider jede Spur.

Als Zugabe erhält man in diesem Buch eine kleine Nikolausmütze mit Felix Aufdruck für die kleinen Leser.

 

Für die Vorweihnachtszeit ein niedliches Buch, das allerdings nicht so sehr den christlichen Grundgedanken zeigt, aber immerhin einige Weihnachtsbräuche. 

Neue Briefe von Felix von Annette Langen

Ein Hase reist in die Vergangenheit

Der 2. Band der Hase Felix - Kinderbuchreihe heißt Neue Briefe von Felix. Autorin Annette Langen und Illustratorin Constanza Droop sorgen für neue Abenteuer.  


Auf einer Klassenfahrt verschwindet Sophies reiselustiger Kuschelhase Felix in einem Museum. Kurz darauf tauchen echte Briefe aus der Vergangenheit auf! Seine abenteuerliche Reise führt Felix in die Welt der Ritter und der Wikinger, der Indianer und Griechen, in den Fernen Osten und in die tiefste Steinzeit.





Wieder erzählt Felix mit seinen Briefen Kindern Interessantes und dieses Mal aus der Vergangenheit. Er reist zu den Wikingern, den Indianern, in die griechische Antike und sogar nach Japan. Doch am spannendsten ist der Brief aus der Steinzeit. Die geschichtlichen Schilderungen sind kindgerecht und humorvoll gemacht, hier wird kein Kind mit Infos überschüttet, sondern es gibt lediglich einen Eindruck aus der Epoche. Schliesslich richtet sich das Buch an Kinder von 5-7 Jahren. 

Eine große Wandkarte vervollständigt das Buch, dort kann man die Vergangenheit aufleben lassen und die Reiseziele nachlesen. 

Wieder sind die Briefe ein besonderer Spaß und auch die verbesserten Fehler wirken wie von Kinderhand geschrieben. Die Briefe eignen sich gut als Gute-Nacht-Geschichte, sie sind in sich abgeschlossen und nicht zu lang. 


Für Kinder bietet dieses Buch einen ersten Eindruck von ein paar geschichtlichen Epochen. Es wird sehr anschaulich erklärt und mit schönen Bildern liebevoll beschrieben. Schönes Kinderbuch zum Vorlesen und selbst entdecken.



Montag, 14. Dezember 2015

Briefe von Felix

Erster Band der Reihe: Hase Felix reist um die Welt 

Das Bilderbuch Briefe von Felix von Annette Langen erschien erstmalig 1994 im Coppenrath Verlag.

Dieses Buch ist für die Altersklasse 3-7 Jahre zu empfehlen, für Erstleser ist es gut geeignet. 


Sophie hat wie so viele Kinder ein Lieblingskuscheltier, den Hasen Felix. Doch als sie von einem Urlaub zurückkehrt, verschwindet Felix spurlos auf dem Flughafen. Sophie ist sehr traurig und vermisst ihren kleinen Vertrauten sehr. Die Schule beginnt wieder und als sie eines Tages nach Hause kommt, überreicht ihr ihre Mutter einen Brief, den ihr Hase ihr aus London schickt. 



So kann man im Buch die verschiedenen Stationen von Felix Reise miterleben, denn er schreibt von allen Ländern aufregende Briefe. Es geht nach Frankreich, Italien, Ägypen und anderen interessanten Ländern, aus denen Felix immer viel zu berichten weiß.

Meine Kinder haben sich über die Briefe gefreut und jedes neue Land bedeutete immer ein neues Abenteuer. Wir hatten großen Spaß mit diesem Buch.

Mich hat dieses Buch an meine Brieffreundschaften erinnert und an die Vorfreude wenn ein Brief ins Haus flatterte.

Die Briefe von Felix sind wunderschön gestaltet, die Sprache ist einfach zu verstehen und die Eindrücke, die Kinder dadurch von fremden Ländern und Sitten bekommen sind zwar recht überschaubar, aber der Altersklasse durchaus angemessen. 

Natürlich hat der Hase durch viel Werbeartikel einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht, aber man kann ihm einen gewissen Charme auch nicht absprechen. In erster Linie sind die Bücher zu empfehlen, doch für ganz große Fans bietet auch das Zusatzangebot einige nette Geschenkideen für Schule und Freizeit.  


Ein wunderschönes Buch zum Vorlesen mit individuell gestalteten Briefen und landestypischen Informationen für Kinder.


Sonntag, 13. Dezember 2015

In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt von Sabine Zett

Unterhaltsam, humorvoll und erfrischend locker kommt dieser Frau-sucht-Mann-Roman daher!

In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt heißt der Frauenroman von Autorin Sabine Zett aus dem Blanvalet Verlag.  


Victoria ist eine echte Karrierefrau und lebt als Single in Düsseldorf. Auf eine Einladung zu einem Klassentreffen in ihrem Heimatort hat sie keine Lust. Ihre Kontakte zu den Klassenkameraden sind längst erledigt. Doch sie wird von ihrer Mutter und einer Ex-Freundin überredet und trifft ihren früheren Schwarm Michael wieder.  






Dieser Frauenroman schildert den Alltag einer Karrierefrau mittleren Alters ohne Beziehung und zeigt damit das Gegenteil von der Mutter-Variante dieser Altersklasse. Sabine Zett hat einen erfrischend lockeren Erzählstil und so kommt man mit Schwung in die Geschichte hinein. Man wird neugierig, wie es Victoria auf dem Klassentreffen ergeht und wie ihre Mitschüler von einst sich präsentieren. Natürlich hofft man auf eine romantische Verbindung, die sich daraus ergibt, denn Victoria ist ja Single, aber dennoch auf der Suche nach dem richtigen Lebenspartner.


Es ist amüsant zu sehen, wie die Mitschüler sich entwickelt haben oder selbst darstellen. Man wird an eigene Treffen erinnert und kann sich manche dargestellten Charaktere bildhaft aus der eigenen Vergangenheit vorstellen. Sabine Zett gelingt es, ein Alltags-Thema zu beschreiben und dabei noch viel Humor und Realismus einzubauen.
Auch das Wechselbad der Gefühle, in das Victoria gerät als sie ihren Schwarm aus der Schulzeit wiedersieht, kann man gut nachvollziehen. Man ist als Leserin doch sehr interessiert, was auch verpassten Chancen vor 20 Jahren entstehen kann.

Doch besonders schmunzeln musste ich bei der Bevormundung durch Vicorias Mutter und den gut gemeinten Ratschlägen der polnischen Hausperle, die es zwar beide gut meinen, leider Victoria aber auch etwas nerven.
Das Lesen hat mir trotz einiger Vorhersehbarkeit viel Spaß gemacht, denn es gibt recht viele witzige Szenen und überraschende Wendungen - und jede Menge flotte Sprüche.


Dieser Frauenroman weckt Erinnerungen, unterhält auf humorvolle Weise und lässt schöne entspannende Lesestunden erleben. Manchmal liegt das Glück halt näher als man denkt! 




Ganz herzlichen Dank an Sebastian Rothfuss für die Überlassung dieses Rezensionsexemplares über das Blogger-Portal von Random House!

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In der Weihnachtsbäckerei


Ich backe gern einfach zuzubereitende Kekse und da sind Friesenkekse wirklich perfekt! Die kann man gut vorbereiten und dann backen, wenn man Zeit hat. Gelingen und schmecken eigentlich immer!


Friesenkekse




Zutaten: 

400 g Mehl
150 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
2 Eigelb
1-2 EL Rum oder Aroma, wahlweise auch Bittermandel
250 g Butter in Stücken

Hagelzucker, Zimt-Zucker oder gehackte Mandeln

Zunächst alle Zutaten gut vermischen und den Teig zu Rollen formen. Durchmesser ca. 3-4 cm
Dann die Rollen mit klarem Eiweiß bepinseln und in (Hagel-)Zucker und/oder Mandelsplitter wälzen und fest in Alufolie wickeln. Ich habe mangels Hagelzucker und Mandeln einfach eine Zucker-Zimt-Mischung genommen. 

Über Nacht oder auch 2-3 Tage in den Kühlschrank legen. Kann man gut vorbereiten und dann backen wenn man Lust und Zeit hat.

Dazu die Rollen in Scheiben schneiden und bei Mittelhitze circa 10 Minuten goldgelb backen.

 

  





Einen schönen 3. Advent wünscht euch Sommerlese!