Samstag, 4. März 2017

Laubenpieper - Martin Demmler

Locker erzählter Erfahrungsbericht eines Schrebergärtners mit amüsanten Erlebnissen

 

"Laubenpieper - wo das wahre Leben tobt" ist Martin Demmlers Erfahrungsbericht aus dem Pro-Talk Verlag. [Werbung]

Sabine und Robert wünschen sich einen ruhigen Rückzugsort vom Großstadtleben und pachten eine Parzelle in einem Gartenverein.  Dabei merken sie schnell, welchen ungeahnten Schwierigkeiten da auf sie zukommen. Es gibt diverse Auflagen zur Bepflanzung, die Abwasserbeseitigung ist ein ganz wichtiges Thema und das Gemeinschaftsleben will auch aktiv gelebt werden. Sie erleben weniger die entspannende Wirkung der Natur als den alltäglichen Wahnsinn unter Gartennachbarn. Als dann auch noch eine flotte Nachbarin Robert den Kopf verdreht, nimmt dieses Gartenprojekt eine dramatische Wende ihres bisherigen Lebens an. 







Eigentlich sind Schrebergärten doch eine Oase der Natur, dort kann man seine Seele baumeln lassen und so richtig entspannen. Wären da nicht die Nutzungsordnung, Bepflanzungspläne und die Nachbarn mit ihrer helfenden Art, die manchmal auch ganz anders sein kann, nämlich schwierig.

Es kommt, wie es kommen muss: Sabine und Robert haben mit ihrem neuen Vorhaben mit einigen unerwarteten Problemen zu kämpfen. Ohne eigenen PKW ist es schwierig, die ganzen Gartengerätschaften herbei zu schaffen. Dann muss die Laube renoviert werden, ein Türke ist prompt zur Stelle, um hier einen Freundschaftsdienst abzuleisten. Er will kein Geld für seine Arbeit, nur seine mitgebrachten Kollegen arbeiten nicht umsonst. 

Als Sabine ihre gewünschten Pflanzen endlich im Garten einbringen will, stösst sie auf weitere Probleme, Betonsockel und alte Baumwurzeln machen das Pflanzen fast unmöglich. Robert und sie ackern ohne große Erfolge und als Robert dem Charme einer Nachbarin erliegt, kommt es zu ernstem Beziehungsstress.

Dieses Buch liest sich locker weg, es gibt einige amüsante Stellen und man hat die Kleingartenidylle und die Probleme deutlich vor Augen. Wer als Kleingärtner selbst dieses Leben kennt, wird hier eine geeignete Lektüre finden. Man kann über viele Probleme und Vorhaben schmunzeln und es gibt einige Klischees, die sich hier bewahrheiten. In der Parzelle des japanischen Nachbarn entsteht natürlich ein Zen-Garten mit Steinen, die Trinkgelage im Gartenlokal sind ausschweifend und sehr alkohollastig und beim Thema Maulwurf hört unter Naturliebhabern der Naturschutz schon mal ganz schnell auf.

Dieses Buch hat mich mit amüsanten Stellen locker unterhalten, die kurzen Kapitel lesen sich schnell weg. Es ist eine Unterhaltung für den Liegestuhl im Schrebergarten. Im Ganzen ist es eher seicht und nicht besonders tiefgängig oder packend. Dafür bekommt man ohne eigene Gartenarbeit die Alltags-Szenen der Kleingärtner frei Haus geliefert.
Wie der Kleingärtner so tickt und welche besonderen Erlebnisse Robert und Sabine an den Rand ihrer Beziehung bringen, ist nicht nur für Schrebergärtner eine amüsante Geschichte.


***Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an kongking.de und den Pro-Talk Verlag***




Freitag, 3. März 2017

Auslosung Gewinnspiel # 6

 

Meine Lieben, 

 

leider hat sich eine Gewinnerin trotz mehrfacher Aufrufe und Mails nicht gemeldet. Schade finde ich, aber jetzt habe ich im Lostopf die nächste Gewinnerin gezogen, die sich nun sicherlich auch freuen wird. 

 

Das tote Herz von Rainer Würth    

gewinnt

Conny

 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Conny! 

 

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Freitags-Füller # 28




 

Mit dem ersten Freitag im März geht es jetzt mit großen Schritten dem Frühling entgegen. Am Morgen wird es schon eher hell, die Vögel beginnen wieder zu zwitschern und die ersten grünen Spitzen von Frühblühern zeigen sich. 

 

Dieser Lückentext zum Ausfüllen ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse.

  

1. Der blaue Himmel zeigt sich zu dieser Jahreszeit meistens nur kurz, aber er macht auch schon richtig Lust auf den Frühling.


2. Immer häufiger beginne ich, meine Brille für irgendetwas Kleingedrucktes, zu suchen. Was will mir das jetzt sagen? Optische Probleme oder schon beginnende Vergesslichkeit?
 

3. Freitags bedeutet auch Wochenmarkt und Großeinkauf, Einläutung des Wochenendes und für viele Leute einfach frei einteilbare Zeit.

4. Wie häufig öffentliche Projekte über die geplanten Kosten hinausgehen, nicht termingerecht fertig werden oder gegen rationale Gedanken durchgesetzt werden, ist einfach unglaublich.

 

5. Meine Haare sitzen im Moment eigentlich perfekt, die Länge ist auch optimal, dabei müsste ich zeitlich gesehen wieder längst zum Schneiden zum Frisör. Aber meine Frisörin hat im Salon gekündigt, nun bin ich auf der Suche nach Ersatz.


6. Ein Kellerraum und einige Schränke und Bücherstapel müssten dringend mal wieder durchgeforstet werden, aber so richtig Lust habe ich eigentlich nicht dazu oder soll ich das verschieben?

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Weltgebetstagsgottesdienst, dieses Jahr von den Philippinen,   morgen habe ich außer Einkaufen noch nichts groß geplant und Sonntag möchte ich vielleicht einen kleinen Ausflug mit meinem Mann unternehmen.
  


Eine gute Woche für euch, 


Sommerlese!

Donnerstag, 2. März 2017

Gefährliche Ernte - Yann Sola

Gut erzählter Sommerurlaubs-Krimi aus Südfrankreich mit aktueller Thematik und einem ermittelnden Schlitzohr!

 

"Gefährliche Ernte" ist bereits der zweite Krimi von Autor Yann Sola um den Lebemann Perez nach "Tödlicher Tramontane". Die Krimireihe erscheint im Kiepenheuer & Witsch Verlag. [Werbung]

Es ist Sommer an der Côte Vermeille und die Urlauber strömen in Scharen herbei. Syracuse Perez, ein 60-jähriger Delikatessenhändler mit Hang zum Kleinkriminellen stört das gewaltig. Er liebt das beschauliche Leben im Küstenort Banyuls-sur-Mer. Als dann noch ein Toter in den Weinbergen seines Vaters gefunden wird, fürchtet Perez um seine Geschäfte und beginnt zu ermitteln.  





Dieser Krimi hat mich mit seiner anschaulichen Erzählweise und den wunderschönen Schilderungen der Gegend sofort für sich eingenommen. Gern bin ich mit dem knurrigen Perez gefolgt und fühlte mich ausgezeichnet unterhalten.

Perez ist übergewichtig, liebt Wein und gutes Essen und ist eigentlich ein netter Kerl, auch wenn er seine nicht ganz legalen Geschäfte mit seinem angeblich exclusiven Weißwein Creus über sein Spitzenrestaurant laufen lässt, nimmt man ihm diese ungebührliche Geschäftsidee nicht übel. Doch als seine Tochter heiraten möchte, kann er sich nicht mit dem Schwiegersohn abfinden. Zu dünn, zu unbedeutend und einfach keine gute Partie befindet Perez.
Doch bald hat er ganz andere Sorgen, als Erntehelfer Kahil aus Marokko im Weinberg seines Vaters ermordet aufgefunden wird, führt der Tote die Polizei bedrohlich nahe an seine dubiosen Weingeschäfte mit dem Creus. Er beginnt zu ermitteln und kommt einem Sumpf von Drogengeschäften, Illegalen und Schleusern auf die Spur.

Der Krimi hat ein geruhsames Tempo, viele Nebenhandlungen mit Einkehr in Restaurants und wunderschöne landschaftliche Beschreibungen der Orte, Weinberge und der Strände der Côte Vermeille zeichnen ein anschauliches Bild der Gegend und des französischen Savoir-vivre, die dem Buch eine schöne Urlaubsstimmung verpassen. Dabei tritt jedoch der Krimifall ein wenig in den Hintergrund. 
Ein weiterer Mordfall wirft weitere Fragen auf. Immer rätselhafter wird die Verbindung der Morde und komischerweise sucht auch Kommissar Boucher die Mithilfe von Perez.
 
Die eingebundene "Flüchtlingsthematik" zeigt wie mit Schleusertum Unmengen von Geld verdient werden kann, es verleiht der Handlung einen aktuellen Bezug. Die korrupten Wahrheiten, die hier ans Licht kommen, machen deutlich, wie überall in Europa mit der Notlage von Flüchtlingen Geld verdient werden kann.

Auch wenn mir eine durchgängige Spannung gefehlt hat, stimmt mich der rasante Showdown und die überraschende Wendung am Ende zufrieden.
Gern möchte ich Perez, der mir mit seiner grantigen Art gefallen hat, wiederlesen und gemeinsam mit ihm neue Fälle in dieser schönen Urlaubstimmung und einem Glas Weißwein geniessen. Es muss ja nicht unbedingt ein Creus sein.
 


 
Dieser Krimi ist eine wunderbare Urlaubslektüre mit unterhaltsamen Charakteren und schönem Lokalkolorit. Für Südfrankreich-Fans sehr zu empfehlen.



Mittwoch, 1. März 2017

Gewinneraufruf zur 6. Buchverlosung

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Merle, du hast gewonnen, bitte melde dich!

 

Das tote Herz von Rainer Würth    

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Bitte schick mir deine Mailadresse über die Kontaktmail!

Wenn ich bis Freitag, den 3. 3. 2017 nichts von dir höre, geht das Buch an einen neuen Gewinner!     

 

Der Findefuchs - Irina Korschunow

Eine anrührende Geschichte, die man wunderbar aus der Tierwelt auf die Menschen übertragen kann.

 

Irina Korschunows bebildertes Kinderbuch "Der Findefuchs" erschien 1986 im DTV. Meine Ausgabe stammt aus 2002 und ist bereits die 25. Auflage. Ein Kinderbuchklassiker, der sich wohl noch lange seinen Platz behaupten wird. 
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Ein kleiner Fuchs hat durch einen Jäger seine Mutter verloren, er liegt einsam in einem Gebüsch, als eine vorbeistreifende Füchsin ihn entdeckt. Sie hat selbst drei Fuchskinder, die noch gesäugt werden und ihr Mutterinstinkt lässt sie auch noch diesen Fuchs annehmen. 




Bedingungslose Mutterliebe 

 

Diese Geschichte ist liebevoll illustriert und für Erstleser extra in großer Druckschrift verfasst.
Der Text ist recht einfach gehalten, Kinder werden hier keine Verständnisschwierigkeiten haben und die Situationen klar erfassen.

Beim Lesen wird man schnell von der Handlung eingenommen und erkennt die Gefühle der Fuchsmutter für den kleinen Fuchs sofort. Trotz ihrer eigenen drei Kinder säugt sie den elternlosen Kleinen, nimmt ihn mit sich und begibt sich dadurch auch in Abenteuer und Gefahr. Denn unterwegs begegnet sie einem bissigen Jagdhund, einem gefrässigen Dachs und einer kinderlosen Füchsin.

Für Kinder ist diese Geschichte wunderbar von der Tierwelt auf ihre eigene Welt übertragbar. Sie sehen die bedingungslose Liebe einer Mutter für ihre Kinder, egal ob leiblich oder nicht.
Eine gute Möglichkeit, dass Kinder sich mit dem Begriff Familie mal auseinandersetzen und erkennen, dass nicht nur echte Blutsverwandtschaft dazu gehören muss. Hier geht es um die Liebe einer Mutter, um emotionale Nähe, tiefes Vertrauen, bedingungsloses Sorgen und wie jemand einem ans Herz wachsen kann.
Eventuell auch für adoptierte Kinder ein vorsichtiges Herantasten an die eigene Situation.

Dieses Kinderbuch ist ein Klassiker und wird es wohl auch noch lange bleiben. Diese Geschichte ist so anrührend und gleichzeitig so deutlich geschrieben, dass Kinder schon ab 4 Jahren dazu Zugang finden.
 





Lesemonat Februar 2017

Meine gelesenen Bücher vom Februar 2017!


Der Februar ist mit 28 Tagen ja recht kurz, dennoch bin ich mit meinem Lesepensum durchaus sehr zufrieden. Am Anfang des Monats habe ich mir eine fiese Grippe eingefangen, von meinem Mann übernommen, sozusagen. Dadurch fiel ich vier Tage lang in eine lesefreie Fiebertraum-Schlafphase. Bücher gingen gar nicht, aber dann ging es wieder bergauf. Wie heißt dieser Spruch von Wilhelm Busch doch gleich?

4 Tage war die Sommerlese krank, jetzt liest sie wieder - Gottseidank!


Im Februar hielten viele neue Bücher bei mir Einzug. Genauer gesagt waren es sage und schreibe 25 Bücher, außerdem noch 5 gebrauchte von meinem Einkauf auf Medimops. Gegen so eine Menge schöner Bücher konnte ich unmöglich lesetechnisch ankommen. Nun liegen einige auf dem SuB, aus dem sie hoffentlich bald wieder befreit werden. 
Auf Lovely Books habe ich an zwei Leserunden teilgenommen, mein Goldmann-Gewinn aus der Challenge vom letzten Jahr ist auch angekommen.

Hier könnt ihr die Bücher sehen. Dafür noch mal an dieser Stelle ein herzliches Danke an die lieben Zuständigen beim Goldmann Verlag. 



Im Februar habe ich insgesamt 18 Bücher gelesen.    

Hier kommt die gewohnte Auflistung in Genres. Es siegen mal wieder mit 8 gelesenen Büchern die Krimis, davon konnte ich 6 für die Challenge Krimi gegen Thriller auf lovelybooks im Februar einreichen.  

 

Die Genre - Übersicht: 

Krimi:                      8
Thriller:                    1
Roman:                    4
Histor. Roman:          0
Hörbuch:                  0
Kochbuch:                2
Sachbuch:                2        
Kinderbuch:              1
 

Von diesen 18 Büchern habe ich 8 Titel mit 5 Sternen bewertet. Das finde ich enorm, die Spitzentitel kommen noch einmal einzeln aufgelistet. 

Hier sind die Spitzenreiter:

1. - Mia liebt Pasta Klick Rezi

2. - Bitterer Calvados Klick Rezi

3. - Nach ihm die Sintflut Klick Rezi

4. - Jetzt! Nudeln Klick Rezi

5. - Der Findefuchs Klick Rezi

6. - Ein Sommer im Rosenhaus Klick Rezi

7. - Glück ist nichts für schwache Nerven Klick Rezi

8. - Gestorben wird immer Klick Rezi


Was habt ihr so alles gelesen und welche Spitzenbücher habt ihr entdeckt? Ich bin gespannt auf eure Bücher im Februar! 

Liebe Grüße
Sommerlese!  


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