Nun mach mal einen Punkt, Sams!
Der dritte Band der Sams-Reihe von Autor "Paul Maar" heißt "Neue Punkte für das Sams" erschien 1992 im "Oetinger Taschenbuch Verlag".
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Herr
Taschenbiers Wunsch hatte sich im zweiten Band gewünscht, dass das Sams
für immer bei ihm bleibt. Dafür ging der letzte Wunschpunkt beim Sams
flöten.
Aber nun ist Papa Taschenbier doch genervt von dem frechen
Sams und auch noch verliebt in Frau März. Wie kann er das Sams ohne
Wunschpunkte zur Ordnung bringen und wie geht er als schüchterner Mann
die Sache mit Frau März an?
Dieses Buch sprüht wieder voller Witz und Humor, aber es kommt eben
auch ein wenig Gefühl mit ins Spiel. Außer Herrn Taschenbier entflammt
nämlich auch noch Herr Mon für Frau Rotkohl. Das merkt auch das Sams und
versucht eifersüchtig, die Sache mit Frau März zu verhindern.
Zu den Wunschpunkten sei nur soviel gesagt, es gibt eine geheime
Methode wie das Sams neue Punkte bekommen kann. Doch dazu muss Herr
Taschenbier bei Vollmond aufs Dach steigen und Samstag rückwärts rufen.
Das Wort "Gatsmas" also! Leider ist Herr Taschenbier nicht
schwindelfrei.
In diesem Band geht es mal eher um Herrn Taschenbier und
seine große Liebe. Das er auch lustige Sprüche dichten kann, beweist er
mehrfach. Doch was am wichtigsten ist, er hat endlich auch mal Wünsche
und die setzt er mutig durch. Da kann das Sams machen was es will! Sein
Papa wird endlich richtig erwachsen.
Die Altersklasse für diese Buchreihe ist für 8-10 Jahre empfohlen.
Dem kann ich mich nicht anschliessen, ob Mutter, Opa oder Kind, alle
haben Spass an den lustigen Geschichten vom Sams.
Weitere Abenteuer mit dem Sams und damit auch neuer Lesespass
mit lustigen Reimen und einem verliebten Herrn Taschenbier. Wer die
Reihe einmal angefangen hat, der sollte dieses Buch nicht versäumen.
Wortgewaltiges Amerika-Epos von geologischer Entstehung bis Neuzeit
Der historische Roman "Hawaii" erschien erstmalig im Jahr 1959.
Sein Autor James A. Michener ist mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und verstarb im Jahr 1997.
In diesem historischen Klassiker geht es nach einer Einführung mit der
geologischen Entstehung Hawaiis um die Ansiedlung der ersten Tiere und
Menschen und die weitere geschichtliche Entwicklung im Laufe der
Jahrtausende.
Die eindrucksvoll dargestellten Vulkanausbrüche sorgen
für Erhebungen aus dem Meeresboden, die Sandwich-Inseln liegen lange
Zeit unberührt und erst tausend Jahre später siedeln sich die ersten
polynesischen Seeleute von Bora Bora kommend auf Hawaii an.
Diese
Urbevölkerung wird in ihrer Entwicklung begleitet, es folgen die ersten
Missionare, die gesellschaftliche Situation verändert sich. Diese
Vielfältigkeit darzustellen, gelingt James A. Michener in ganz
besonderem Maße.
Der Roman zeigt am Beispiel einiger Familien
die Entwicklungsgeschichte und führt bis in die Zeit nach dem Zweiten
Weltkrieg. Diese Saga ist von umfassenden Informationen geprägt, nicht
nur die geologischen Hintergründe werden klar erörtert, auch die
geschichtliche und politische Situation wird klar umrissen.
Dabei
sind die Schicksale der Menschen in mehreren Episoden detailreich und
mit emotionalem Geschick beschrieben. Man taucht tief ein in die
Völkerentwicklung, sieht die Missionarisierung und die Geschichte der
einzelnen Familien deutlich vor sich und kann sich nicht von dem über
1000 Seiten zählenden Werk trennen.
Dieses umfangreiche Werk zeigt einen imposanten Überblick der amerikanischen Geschichte und ist dennoch unterhaltsame Lektüre.
Ein einzigartiges Epos über Hawaii und den amerikanischen Kontinent, welches vielfältig, imposant und gut zu lesen ist.
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Humorvolle Satire über die Probleme von Eltern mit ihren Kindern in der Schule!
Niki Glattauer hat in seiner "Leider hat Lukas-Reihe" seinen zweiten Band Leider hat Lukas schon wieder... im K&S Verlag veröffentlicht.
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Der
freiberufliche Walter Gruber und seine familienernährende Frau Sabine
haben mal wieder Probleme mit den Leistungen ihrer pubertären 13jährigen
Sohnes Lukas. Walter kommuniziert über das Mitteilungsheft seines
Sohnes mit den Lehrern und dem Direktor. Lukas hatte einen Skiunfall und
leider die freie Zeit der Genesung nicht zum Aufarbeiten von Defiziten
genutzt. Außerdem bekommt er heiße Liebesbriefe von seinem Mitschüler
Andi. Vater Gruber ist alarmiert.
Als Deutsche ist mir das österreichische Schulsystem nicht bekannt und
so waren einige der hier verwendeten Abkürzungen und Fachbegriffe mir
nicht geläufig. Mit Klasse 3 ist die entsprechende 7. Klassenstufe im
deutschen System gemeint. In der Leserunde gab es hier lobenswerte
Informationen. So erfuhr ich, dass ein österreichischer Schüler ein
Mitteilungsheft zu führen hat, das Eltern und Lehrer gleichermaßen
nutzen können.
Ungewohnt waren für mich auch die eigentlich
unnötigen Titel und Anreden wie beim Hofrat Doktordoktor. Auch einige
Phrasen waren mir fremd, sowie absichtlich eingebaute Fehler im
Wortschatz der Lehrer, die mich immer im Lesefluss störten, dann aber
belustigten.
In diesem Buch geht es um einige Tücken des
Schulalltags, die Eltern häufig kennen. Wir tauchen ein in eine
österreichische Familie, deren Sohn Lukas durch seine Pubertät nicht
gerade ein Leistungsträger seiner Klasse ist. Er ist leicht
übergewichtig, hasst Sport und liebt Leberkäsesemmeln. Außerdem steht er
in einigen Fächern auf der Kippe und sollte jetzt Gas geben, wenn er
versetzt werden will.
Lukas befindet sich in einer pubertären Phase, dadurch wird es den Eltern zunehmend schwerer, mit ihm zu reden.
Jedoch gelingt es Lukas, über sein Verhalten nachzudenken, sein Eßverhalten zu
überdenken und sportliche Einsätze wieder mitzumachen. Am Ende kommt er
auch mit seinen Eltern wieder besser klar und das ist doch schon mal
ein Ansatz, der sich sehen lassen kann. Das jedes Elternpaar über die
Probleme ihrer Kinder in der Schule an ihre harmonischen Grenzen stösst,
wird hier nur zu deutlich gezeigt. Allerdings verstehe ich das Ganze
eher als eine Art Satire, wenn ich die überspitzt formulierten Briefe
deuten soll. Die Schwierigkeiten zwischen den Beteiligten sind schon
mehrfach belustigend und mit Witz auf die satirische Spitze getrieben.
Es gibt viele Szenen, die man wirklich geniesst. Doch im Ganzen war mir
die gesamte Korrespondenz doch zuviel des Guten.
Sprache und
Schreibstil sind einfach, unterhaltsam satirisch und ein wenig bissig.
Einige Fehler sollen wohl einen realistischen Eindruck von
Briefkorrespondenz erwecken.
Die Illustrationen unterstreichen
den Schulcharakter des Buches, sie wirken sehr einfach und ein wenig wie
ein Komik, zeigen aber die jeweilige Stimmung überaus deutlich und die
Mimik passt auch gut.
Wer wissen will, warum
Topflappen für Eltern von Schulkindern zu einer nervlichen Zerreißprobe
führen können oder was ein typisches Kind mit
Immatrikulationshintergrund ist, dem schlage ich dieses Buch als Lektüre
vor.
***Rezensionsexemplar von lovelybooks -
Vielen Dank für das Leseexemplar!***
Heiterer Frauen-Midlife-Crisis-Roman mit Wiener Lebensstil
Christine Weiners Frauenroman 30 Songs und eine Frau führt uns
nach Wien und erscheint im Marion von Schröder Verlag.

Anne,
50 Jahre alt und verheiratet, ist voll beschäftigt mit ihrem
Halbtagsjob, Haushalt und einer nörgelnden Mutter mit vielen
Sonderwünschen im Altenheim. Dazu kommt noch die Auflösung des
Elternhauses, die kein Ende zu nehmen scheint. Dabei findet sie ihre
alte Musikkassette aus ihrer Teenagerzeit in den 80er Jahren und die
Musiktitel erinnern sie an frühere Wünsche und Sehnsüchte. Ihre
Überforderung und die Unterdrückung ihrer eigenen Wünsche werden ihr
deutlich bewusst und sie entflieht ihrem Alltag mit einer spontanen
Reise nach Wien.
Heirate nicht nur den Menschen, den du liebst, sondern liebe auch den, den du geheiratet hast. Zitat S. 337
Christine
Weiner ist hier ein Frauenroman gelungen, der sich zwar mit keinem
neuen Thema befasst, aber durch seine frische und beschwingte Art neuen
Wind in alte Themen bringt. Sie beschreibt die Situation einer Frau mit
der sich viele andere Frauen nur zu gut identifizieren können. Es geht
um die alltägliche Arbeitsbelastung in ihrem Leben und die verlorenen
gegangenen eigenen Wünsche und Freiräume.
Jahrelang war Anne nur
für ihre Familie da und nun wird ihr bewusst, dass ihr eigenes Leben an
ihr vorbeiläuft, ohne ihre eigenen Wünsche zu berücksichtigen. Alles
wirkt festgefahren und auch in ihrer Ehe fühlt sie sich nicht mehr
richtig wohl. Sie wagt ein Ausbrechen aus ihrem eintönigen Alltag und
erlebt in Wien echte Abenteuer, die sie aufleben lassen und zu einem
neuen Bewusstsein bringen. Dabei wird ihr auch bewusst, was sie sich von
ihrem weiteren Leben erhofft.
Die Bewohner ihrer Unterkunft
sind schrille Typen mit Wiener Schmäh und wirklich echte Unikate. Sie
führen Anne ins pralle Wiener Nachtleben ein, sorgen für
Nonstop-Unterhaltung und machen aus Anne einen neuen Menschen. Dabei
erlebt man als Leser einige Sehenswürdigkeiten der Wiener Metropole und
die Kaffeehaustradition aus nächster Nähe mit.
Gerade weil die
Charaktere nicht die normalen Bürger darstellen, sorgt der Roman für
humorvolle Szenen und man fühlt sich heiter und beschwingt unterhalten.
Gleichzeitig sorgen 30 Musiktitel, die als Kapitelüberschriften dienen,
als Hintergrundmusik, die sich beim Lesen auch sofort breit macht und
Erinnerungen an die 80er Jahre weckt. Besonders, wenn man auch um die 50
ist und die Titel ebenso wie die Protagonistin geliebt hat. Dadurch
fühlt man sich mit Anne zusätzlich verbunden und erkennt auch für sich
selbst Probleme und Ziele im eigenen Leben, die nachdenklich machen und
vielleicht Veränderungen sinnvoll machen.
Ich hatte einen
klischeehaften Frauenroman erwartet und wurde absolut überrascht von
einer heiteren und dennoch tiefsinnigen Lektüre über die Liebe, das
Leben und den Lebenssinn.
Hier wird die Midlife-Crisis mal ganz
anders aufgezogen und lebendig und mit einem Augenzwinkern den Lesern
präsentiert. Vielleicht gibt es hier den einen oder anderen Anreiz für
eigene Träume und Ziele zu erkennen.
Wer (um die 50
Jahre alt ist und) einen heiteren und absolut unterhaltenden
Frauen-Roman lesen möchte, sollte hier zugreifen. Es lohnt sich nicht
nur wegen der schönen Musiktitel und der Wiener Atmosphäre!
***Rezensionsexemplar von Wasliestdu - Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches und die Leserunde!***
Zauberhafte Reise in die magische Welt
Harry Potter und der Stein der Weisen ist der erste Band der Harry Potter-Reihe aus der Feder der englischen Autorin Joanne K. Rowling aus dem Jahr 1998.
Die Reihe erscheint im Carlsen Verlag und umfasst 7 Bände.
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Harry
Potter wächst nach dem Tod seiner Eltern bei Onkel Vernon und Tante
Petunia auf. Sein Vetter Dudley ist leider ein fieser Kerl und macht ihm
das Leben schwer. Harry wohnt im Schrank unter der Treppe und hat
wahrlich kein schönes Leben.
Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei
ein ganz normaler Junge. Doch zu seinem elften Geburtstag erfährt er,
dass er von der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen
wurde. Er soll seinen Zauberstab mitbringen und sich für ein Tier entscheiden: Eule, Katze oder Kröte stehen zur Auswahl. Harry fällt aus allen Wolken: er ist ein Zauberer.
Sein
erstes Jahr in Hogwarts wird ein großes Abenteuer in der Welt der
Hexerei mit Aufregung, Spannung und schrecklichen Gegnern. Seine
Bestimmung im Kampf gegen die dunklen Mächte beginnt.
Diese Welt voll von merkwürdigen Fabelwesen, starken Zauberern und
Bösewichten, die J.K. Rowling geschaffen hat, fesselt und fasziniert
mich noch immer. Ihre fantasiereiche Beschreibung dieser magischen
Zauberwelt ist einzigartig und genial gemacht.
Es beginnt mit
einer traurigen Kindheit Harrys, dann kommt er nach Hogwarts und gewinnt
neue Freunde. Diese unterstützen ihn und langsam wird klar, welche
überaus wichtige Rolle der kleine Harry im Kampf gegen den dunklen Lord
Voldemort führt.
Harry stürzt von einem Abenteuer in die nächste
ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen
kämpfen. Da ist es gut, dass ihn seine Freunde im Kampf gegen die
dunklen Mächte zur Seite stehen.
Die innige Freundschaft zwischen
Harry, Ron und Hermine gefällt mir besonders gut. Mit diesem
Freundschaftsbund gestärkt, überwindet Harry alle Schwierigkeiten und
gemeinsam bestehen die Freunde ihre Abenteuer gegen den dunklen Lord und
andere magische Geschöpfe.
Aber auch die eigenartigen
Geheimnisse der magischen Schule und ihre sonderbaren Mitbewohner sind
unerwartete Vorgänge im Buch, die der Geschichte einen ganz besonderen
Reiz geben, den man nie wieder vergisst. Wo gibt es schon bewegliche
Treppen, Hausgeister ohne Kopf und eine Aufteilung nach Gruppen wie in
diesem Zauberinternat Hogwarts.
Die speziellen Charaktere geben
der Geschichte ihren besonderen Fantasy-Anstrich, sie sind einfach
ausgefallen und sehr gelungen. Da gibt es neben den Freunden viele
Bösewichte, garstige Mitschüler, schreckliche Fabelwesen und
verschiedene Arten von Zauberern, die so verschieden angelegt sind, dass
die Fantasie des Lesers Karussell fährt.
Harry Potter und der Stein der Weisen ist ein genialer Auftakt zu einer unglaublich tollen Fantasy-Reihe!
Wer die Harry Potter-Bücher noch nicht gelesen hat, der hat etwas
verpasst. Hier treffen sich Abenteuer, Spannung, Humor und eine
unbekannte Welt der Magie und bilden ein perfektes Ganzes.
Dabei ist die
Geschichte für Alt und Jung gleichermaßen interessant und verzaubert
jeden Leser! Unbedingt lesen!