Mittwoch, 16. September 2015

Neue Punkte für das Sams - Paul Maar

Nun mach mal einen Punkt, Sams!

Der dritte Band der Sams-Reihe von Autor "Paul Maar" heißt "Neue Punkte für das Sams" erschien 1992 im "Oetinger Taschenbuch  Verlag".
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Bildergebnis für neue punkte für das sams
Herr Taschenbiers Wunsch hatte sich im zweiten Band gewünscht, dass das Sams für immer bei ihm bleibt. Dafür ging der letzte Wunschpunkt beim Sams flöten. 
Aber nun ist Papa Taschenbier doch genervt von dem frechen Sams und auch noch verliebt in Frau März. Wie kann er das Sams ohne Wunschpunkte zur Ordnung bringen und wie geht er als schüchterner Mann die Sache mit Frau März an?



Dieses Buch sprüht wieder voller Witz und Humor, aber es kommt eben auch ein wenig Gefühl mit ins Spiel. Außer Herrn Taschenbier entflammt nämlich auch noch Herr Mon für Frau Rotkohl. Das merkt auch das Sams und versucht eifersüchtig, die Sache mit Frau März zu verhindern. 

Zu den Wunschpunkten sei nur soviel gesagt, es gibt eine geheime Methode wie das Sams neue Punkte bekommen kann. Doch dazu muss Herr Taschenbier bei Vollmond aufs Dach steigen und Samstag rückwärts rufen. Das Wort "Gatsmas" also! Leider ist Herr Taschenbier nicht schwindelfrei. 

In diesem Band geht es mal eher um Herrn Taschenbier und seine große Liebe. Das er auch lustige Sprüche dichten kann, beweist er mehrfach. Doch was am wichtigsten ist, er hat endlich auch mal Wünsche und die setzt er mutig durch. Da kann das Sams machen was es will! Sein Papa wird endlich richtig erwachsen.

Die Altersklasse für diese Buchreihe ist für 8-10 Jahre empfohlen. Dem kann ich mich nicht anschliessen, ob Mutter, Opa oder Kind, alle haben Spass an den lustigen Geschichten vom Sams. 

Weitere Abenteuer mit dem Sams und damit auch neuer Lesespass mit lustigen Reimen und einem verliebten Herrn Taschenbier. Wer die Reihe einmal angefangen hat, der sollte dieses Buch nicht versäumen.

               
                       

Hawaii von James A. Michener


Wortgewaltiges Amerika-Epos von geologischer Entstehung bis Neuzeit

Der historische Roman "Hawaii" erschien erstmalig im Jahr 1959.
Sein Autor James A. Michener ist mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und verstarb im Jahr 1997.  


In diesem historischen Klassiker geht es nach einer Einführung mit der geologischen Entstehung Hawaiis um die Ansiedlung der ersten Tiere und Menschen und die weitere geschichtliche Entwicklung im Laufe der Jahrtausende.
Die eindrucksvoll dargestellten Vulkanausbrüche sorgen für Erhebungen aus dem Meeresboden, die Sandwich-Inseln liegen lange Zeit unberührt und erst tausend Jahre später siedeln sich die ersten polynesischen Seeleute von Bora Bora kommend auf Hawaii an.

Diese Urbevölkerung wird in ihrer Entwicklung begleitet, es folgen die ersten Missionare, die gesellschaftliche Situation verändert sich. Diese Vielfältigkeit darzustellen, gelingt James A. Michener in ganz besonderem Maße.

Der Roman zeigt am Beispiel einiger Familien die Entwicklungsgeschichte und führt bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Saga ist von umfassenden Informationen geprägt, nicht nur die geologischen Hintergründe werden klar erörtert, auch die geschichtliche und politische Situation wird klar umrissen.

Dabei sind die Schicksale der Menschen in mehreren Episoden detailreich und mit emotionalem Geschick beschrieben. Man taucht tief ein in die Völkerentwicklung, sieht die Missionarisierung und die Geschichte der einzelnen Familien deutlich vor sich und kann sich nicht von dem über 1000 Seiten zählenden Werk trennen.

Dieses umfangreiche Werk zeigt einen imposanten Überblick der amerikanischen Geschichte und ist dennoch unterhaltsame Lektüre.

Ein einzigartiges Epos über Hawaii und den amerikanischen Kontinent, welches vielfältig, imposant und gut zu lesen ist.  


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Dienstag, 15. September 2015

Leider hat Lukas schon wieder...

Humorvolle Satire über die Probleme von Eltern mit ihren Kindern in der Schule!

 

Niki Glattauer hat in seiner "Leider hat Lukas-Reihe" seinen zweiten Band Leider hat Lukas schon wieder... im K&S Verlag veröffentlicht.
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Bildergebnis für leider hat Lukas schon wieder...Der freiberufliche Walter Gruber und seine familienernährende Frau Sabine haben mal wieder Probleme mit den Leistungen ihrer pubertären 13jährigen Sohnes Lukas. Walter kommuniziert über das Mitteilungsheft seines Sohnes mit den Lehrern und dem Direktor. Lukas hatte einen Skiunfall und leider die freie Zeit der Genesung nicht zum Aufarbeiten von Defiziten genutzt. Außerdem bekommt er heiße Liebesbriefe von seinem Mitschüler Andi. Vater Gruber ist alarmiert.   

Als Deutsche ist mir das österreichische Schulsystem nicht bekannt und so waren einige der hier verwendeten Abkürzungen und Fachbegriffe mir nicht geläufig. Mit Klasse 3 ist die entsprechende 7. Klassenstufe im deutschen System gemeint. In der Leserunde gab es hier lobenswerte Informationen. So erfuhr ich, dass ein österreichischer Schüler ein Mitteilungsheft zu führen hat, das Eltern und Lehrer gleichermaßen nutzen können.

Ungewohnt waren für mich auch die eigentlich unnötigen Titel und Anreden wie beim Hofrat Doktordoktor. Auch einige Phrasen waren mir fremd, sowie absichtlich eingebaute Fehler im Wortschatz der Lehrer, die mich immer im Lesefluss störten, dann aber belustigten.

In diesem Buch geht es um einige Tücken des Schulalltags, die Eltern häufig kennen. Wir tauchen ein in eine österreichische Familie, deren Sohn Lukas durch seine Pubertät nicht gerade ein Leistungsträger seiner Klasse ist. Er ist leicht übergewichtig, hasst Sport und liebt Leberkäsesemmeln. Außerdem steht er in einigen Fächern auf der Kippe und sollte jetzt Gas geben, wenn er versetzt werden will. 

Lukas befindet sich in einer pubertären Phase, dadurch wird es den Eltern zunehmend schwerer, mit ihm zu reden.  
Jedoch gelingt es Lukas, über sein Verhalten nachzudenken, sein Eßverhalten zu überdenken und sportliche Einsätze wieder mitzumachen. Am Ende kommt er auch mit seinen Eltern wieder besser klar und das ist doch schon mal ein Ansatz, der sich sehen lassen kann. Das jedes Elternpaar über die Probleme ihrer Kinder in der Schule an ihre harmonischen Grenzen stösst, wird hier nur zu deutlich gezeigt. Allerdings verstehe ich das Ganze eher als eine Art Satire, wenn ich die überspitzt formulierten Briefe deuten soll. Die Schwierigkeiten zwischen den Beteiligten sind schon mehrfach belustigend und mit Witz auf die satirische Spitze getrieben. Es gibt viele Szenen, die man wirklich geniesst. Doch im Ganzen war mir die gesamte Korrespondenz doch zuviel des Guten.

Sprache und Schreibstil sind einfach, unterhaltsam satirisch und ein wenig bissig. Einige Fehler sollen wohl einen realistischen Eindruck von Briefkorrespondenz erwecken.

Die Illustrationen unterstreichen den Schulcharakter des Buches, sie wirken sehr einfach und ein wenig wie ein Komik, zeigen aber die jeweilige Stimmung überaus deutlich und die Mimik passt auch gut.


Wer wissen will, warum Topflappen für Eltern von Schulkindern zu einer nervlichen Zerreißprobe führen können oder was ein typisches Kind mit Immatrikulationshintergrund ist, dem schlage ich dieses Buch als Lektüre vor. 

                 
  ***Rezensionsexemplar von lovelybooks - 
                               Vielen Dank für das Leseexemplar!*** 



Montag, 14. September 2015

30 Songs und eine Frau

Heiterer Frauen-Midlife-Crisis-Roman mit Wiener Lebensstil

 

Christine Weiners Frauenroman 30 Songs und eine Frau führt uns nach Wien und erscheint im Marion von Schröder Verlag.  

 


Anne, 50 Jahre alt und verheiratet, ist voll beschäftigt mit ihrem Halbtagsjob, Haushalt und einer nörgelnden Mutter mit vielen Sonderwünschen im Altenheim. Dazu kommt noch die Auflösung des Elternhauses, die kein Ende zu nehmen scheint. Dabei findet sie ihre alte Musikkassette aus ihrer Teenagerzeit in den 80er Jahren und die Musiktitel erinnern sie an frühere Wünsche und Sehnsüchte. Ihre Überforderung und die Unterdrückung ihrer eigenen Wünsche werden ihr deutlich bewusst und sie entflieht ihrem Alltag mit einer spontanen
Reise nach Wien.   


Heirate nicht nur den Menschen, den du liebst, sondern liebe auch den, den du geheiratet hast. Zitat S. 337

Christine Weiner ist hier ein Frauenroman gelungen, der sich zwar mit keinem neuen Thema befasst, aber durch seine frische und beschwingte Art neuen Wind in alte Themen bringt. Sie beschreibt die Situation einer Frau mit der sich viele andere Frauen nur zu gut identifizieren können. Es geht um die alltägliche Arbeitsbelastung in ihrem Leben und die verlorenen gegangenen eigenen Wünsche und Freiräume.


Jahrelang war Anne nur für ihre Familie da und nun wird ihr bewusst, dass ihr eigenes Leben an ihr vorbeiläuft, ohne ihre eigenen Wünsche zu berücksichtigen. Alles wirkt festgefahren und auch in ihrer Ehe fühlt sie sich nicht mehr richtig wohl. Sie wagt ein Ausbrechen aus ihrem eintönigen Alltag und erlebt in Wien echte Abenteuer, die sie aufleben lassen und zu einem neuen Bewusstsein bringen. Dabei wird ihr auch bewusst, was sie sich von ihrem weiteren Leben erhofft.   

Die Bewohner ihrer Unterkunft sind schrille Typen mit Wiener Schmäh und wirklich echte Unikate. Sie führen Anne ins pralle Wiener Nachtleben ein, sorgen für Nonstop-Unterhaltung und machen aus Anne einen neuen Menschen. Dabei erlebt man als Leser einige Sehenswürdigkeiten der Wiener Metropole und die Kaffeehaustradition aus nächster Nähe mit.

Gerade weil die Charaktere nicht die normalen Bürger darstellen, sorgt der Roman für humorvolle Szenen und man fühlt sich heiter und beschwingt unterhalten. Gleichzeitig sorgen 30 Musiktitel, die als Kapitelüberschriften dienen, als Hintergrundmusik, die sich beim Lesen auch sofort breit macht und Erinnerungen an die 80er Jahre weckt. Besonders, wenn man auch um die 50 ist und die Titel ebenso wie die Protagonistin geliebt hat. Dadurch fühlt man sich mit Anne zusätzlich verbunden und erkennt auch für sich selbst Probleme und Ziele im eigenen Leben, die nachdenklich machen und vielleicht Veränderungen sinnvoll machen.

Ich hatte einen klischeehaften Frauenroman erwartet und wurde absolut überrascht von einer heiteren und dennoch tiefsinnigen Lektüre über die Liebe, das Leben und den Lebenssinn.

Hier wird die Midlife-Crisis mal ganz anders aufgezogen und lebendig und mit einem Augenzwinkern den Lesern präsentiert. Vielleicht gibt es hier den einen oder anderen Anreiz für eigene Träume und Ziele zu erkennen.


Wer (um die 50 Jahre alt ist und) einen heiteren und absolut unterhaltenden Frauen-Roman lesen möchte, sollte hier zugreifen. Es lohnt sich nicht nur wegen der schönen Musiktitel und der Wiener Atmosphäre!

            
        ***Rezensionsexemplar von Wasliestdu - Vielen Dank für die  Bereitstellung des Buches und die Leserunde!***
                     
 
                     
 

Sonntag, 13. September 2015

Harry Potter und der Stein der Weisen

Zauberhafte Reise in die magische Welt  

Harry Potter und der Stein der Weisen ist der erste Band der Harry Potter-Reihe aus der Feder der englischen Autorin Joanne K. Rowling aus dem Jahr 1998. 

 

Die Reihe erscheint im Carlsen Verlag und umfasst 7 Bände.

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Bildergebnis für harry potter und der stein der weisen buchHarry Potter wächst nach dem Tod seiner Eltern bei Onkel Vernon und Tante Petunia auf. Sein Vetter Dudley ist leider ein fieser Kerl und macht ihm das Leben schwer. Harry wohnt im Schrank unter der Treppe und hat wahrlich kein schönes Leben.
Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Doch zu seinem elften Geburtstag erfährt er, dass er von der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen wurde. Er soll seinen Zauberstab mitbringen und sich für ein Tier entscheiden: Eule, Katze oder Kröte stehen zur Auswahl. Harry fällt aus allen Wolken: er ist ein Zauberer. 
Sein erstes Jahr in Hogwarts wird ein großes Abenteuer in der Welt der Hexerei mit Aufregung, Spannung und schrecklichen Gegnern. Seine Bestimmung im Kampf gegen die dunklen Mächte beginnt.
 

Diese Welt voll von merkwürdigen Fabelwesen, starken Zauberern und Bösewichten, die J.K. Rowling geschaffen hat, fesselt und fasziniert mich noch immer. Ihre fantasiereiche Beschreibung dieser magischen Zauberwelt ist einzigartig und genial gemacht.

Es beginnt mit einer traurigen Kindheit Harrys, dann kommt er nach Hogwarts und gewinnt neue Freunde. Diese unterstützen ihn und langsam wird klar, welche überaus wichtige Rolle der kleine Harry im Kampf gegen den dunklen Lord Voldemort führt.


Harry stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass ihn seine Freunde im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.
Die innige Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine gefällt mir besonders gut. Mit diesem Freundschaftsbund gestärkt, überwindet Harry alle Schwierigkeiten und gemeinsam bestehen die Freunde ihre Abenteuer gegen den dunklen Lord und andere magische Geschöpfe.

Aber auch die eigenartigen Geheimnisse der magischen Schule und ihre sonderbaren Mitbewohner sind unerwartete Vorgänge im Buch, die der Geschichte einen ganz besonderen Reiz geben, den man nie wieder vergisst. Wo gibt es schon bewegliche Treppen, Hausgeister ohne Kopf und eine Aufteilung nach Gruppen wie in diesem Zauberinternat Hogwarts.

Die speziellen Charaktere geben der Geschichte ihren besonderen Fantasy-Anstrich, sie sind einfach ausgefallen und sehr gelungen. Da gibt es neben den Freunden viele Bösewichte, garstige Mitschüler, schreckliche Fabelwesen und verschiedene Arten von Zauberern, die so verschieden angelegt sind, dass die Fantasie des Lesers Karussell fährt.


Harry Potter und der Stein der Weisen ist ein genialer Auftakt zu einer unglaublich tollen Fantasy-Reihe!
Wer die Harry Potter-Bücher noch nicht gelesen hat, der hat etwas verpasst. Hier treffen sich Abenteuer, Spannung, Humor und eine unbekannte Welt der Magie und bilden ein perfektes Ganzes. 

Dabei ist die Geschichte für Alt und Jung gleichermaßen interessant und verzaubert jeden Leser! Unbedingt lesen!