Montag, 16. November 2015

Der Schwarm von Frank Schätzing

Tolle Vorlage für einen actiongeladenen Hollywoodstreifen!


Frank Schätzing schrieb seinen Wissenschaftsthriller Der Schwarm im Jahr 2004. Der Roman erscheint im Fischer Verlag. Dieses Buch hat mich total begeistert und obwohl ich es vor vielen Jahren gelesen habe, kann ich mich noch sehr gut an den Inhalt erinnern. Wenn ein Autor so etwas vermag, dann ist ihm ein sehr gutes Buch gelungen. [Werbung]
 

Es fängt mit dem Verschwinden eines Fischers vor Peru an. Norwegische Ölbohrexperten entdecken eigenartige Organismen, die den Meeresboden über große Flächen bevölkern. Im Nordwesten Amerikas werden Wale aggressiv und attackieren Boote, in Australien gibt es Quallenalarm. Was geht in den Meeren vor? Gibt es einen Zusammenhang, der Biologe Sigur Johanson glaubt nicht an Zufälle...   








Dieser Thriller hat mich mit seinen vielen wissenschaftlichen Tatsachen sehr fasziniert. Frank Schätzing hat dieses Wissen sehr detailliert und gut verständlich erklärt. Dabei gelingt ihm der Blick unter die Meeresoberfläche genauso wie der Einblick in die Kultur der Inuit. Aber auch die Probleme der Ölindustrie vor Norwegen werden deutlich gemacht. Gleichzeitig baut er ein sich anbahnendes Horrorszenario auf, bei dem eine hochintelligente Lebensform die Menschheit bedroht und zu zerstören scheint. 

So einleuchtend genau wie Schätzing diese Spezies namens "Yrr" beschreibt, kann man sich deren Entwicklung lebhaft vorstellen und man liest beängstigt weiter. Es bahnt sich eine Katastrophe an, die Charaktere versuchen, den Dingen auf die Spur zu kommen und rettende Maßnahmen zum Schutz der Menschheit und des Planeten Erde zu ergreifen. 


Im ersten Teil sensibilisiert Schätzing den Leser zu ökologischem Denken, dann aber kippt die Handlung filmreif ins Reich Hollywoods. US-Militär und CIA übernehmen das Kommando und kämpfen effektheischend um die Vernichtung der bedrohenden Spezies. Hier fühlt man sich an Hollywood-Verfilmungen wie Independence Day, Contact mit Jodie Foster und besonders James Camerons Erfolgsfilm Abyss erinnert.

Viele Leser haben dies dem Autor angekreidet, doch ich finde diese Dramatik schon sehr gelungen. Warum soll hier keine Vorlage für einen Kinostreifen entstehen?
Sicherlich sind einige Szenen ziemlich übertrieben dargestellt, die Spannung wird aber dadurch kontinuierlich hoch gehalten. Die Vorgänge auf der "Independent" sind so fesselnd, man ist in der Handlung gefangen und muss einfach weiter lesen. Das macht einen wirklich guten Thriller aus!
Da stört mich auch die Ähnlichkeit mit Filmen nicht im geringsten.


Dieser Thriller bietet eine sensationelle Wissensvermittlung, er zeigt auf, wie der Mensch seine Erde zerstört und ist überaus spannend zu lesen. Dieses Buch hat mir noch lange zu denken gegeben. Dafür gibt es selbstverständlich 5 Sterne von mir.



Sonntag, 15. November 2015

Das Austauschkind von Christine Nöstlinger

Überraschendes Buch für alle Altersklassen ab 10 Jahren! Hatte meinen Spaß damit!

Christine Nöstlinger schrieb das Jugendbuch Das Austauschkind, es erscheint im Beltz & Gelberg Verlag.
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Ein Austauschkind, das immer nur 'Fish und Chips' verlangt, viel Geld braucht, um es im Prater in Spielautomaten zu stecken, und sich schließlich auch noch unsterblich verliebt. Oh dear! Ewalds Eltern wollen immer nur das 'Beste' für ihren Sohn. Auch dann, wenn Ewald darüber ganz anderer Ansicht ist. Diesmal haben sie ein englisches Austauschkind eingeladen. Eines, das alle Regeln und Gebote der Gastfamilie sanft staunend und achselzuckend abtut und von Erzieherautorität gar nichts hält, immer nur 'Fish und Chips' verlangt, viel Geld braucht, um es im Prater in Spielautomaten zu stecken, und sich schließlich auch noch unsterblich verliebt. Oh dear! (Klappentext)

Diesen Klappentext finde ich zu schön, um ihn hier zu ändern!



Christine Nöstlingers Jugendbuch wird für die Altersklasse 12-15 Jahre empfohlen. Ich glaube, es ist durchaus auch schon etwas für 10-Jährige.

Ewald hat Probleme im Englischen, so beschliessen seine Eltern, ihm einen englischen Jungen als Austauschschüler einzuladen. Leider entpuppt sich der guterzogene Junge Tom als dessen Halbbruder Jasper. Er ist aufrührerisch und trotzig und hält sich kaum an fremde Regeln. Die Familie ist echt gefordert, doch allmählich legen sich die Schwierigkeiten und er wird ein Teil der Familie.

Dieses Buch berichtet von Themen, die ganz alltäglich das Leben von Kindern und Jugendlichen begleiten. Es geht um die pubertären Probleme, die ganz große Liebe und die tägliche Auseinandersetzung mit den Erwachsenen. Wie Jasper immer Regeln bricht, sich dessen kaum bewusst wird und am Ende mit seinem Verhalten eine Familie im positiven Sinne wieder zu einem veränderten Leben verhilft, ist wirklich gut beschrieben.

Dabei gelingt der Autorin mit trockenem Humor, die Situation von Ewald zu beschreiben, der fassungslos Jaspers Verhalten und das seiner Eltern mit ansehen muss. Ich hatte viel Spaß mit dem Buch und kann es nur weiter empfehlen.
Welche Veränderungen sich nun durch Jasper so ergeben ist spannend zu lesen. Auch das er sich verloben will, erstaunt zutiefst.  Das Ende möchte man zu gern erfahren. 



Christine Nöstlinger hat in diesem Buch toll beschrieben, wie ein Austauschkind die Welt von Ewalds Familie durcheinanderbringt. Es ist sehr lustig zu lesen und macht richtig Spaß, auch aus Elternsicht!




Die Bastardtochter von Petra Schier

Erfreuliches Ende der Kreuz-Trilogie mit Liebe, Mystik und Intrigen unterhaltsam gespickt!


Mit ihrem historischen Roman Die Bastardtochter beendet Petra Schier ihre  Kreuztrilogie, deren Reihe "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin" umfasst. Die Trilogie erscheint im Rowohlt Verlag.
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Koblenz 1362:
Als uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten gilt Enneleyn als Bastard. Ihr Vater steht jedoch liebevoll verbunden zu ihr und lässt sie mit den ehelichen Kindern in seinem Haushalt erziehen. Ritter Guntram von Eggern hält um Enneleyns Hand an, sie lässt sich von seinem Gebahren blenden und heiratet ihn. Erst in der Ehe zeigt er sein wahres Gesicht und sie muss erkennen, dass sie an seiner Seite nicht glücklich werden kann.


  



Diesen 3. Band kann man durchaus ohne Kenntnis der Vorgängerbücher lesen. Alles Wesentliche ist im Buch gut ersichtlich geschildert, sodass sich keine Wissenslücken auftun.  

Petra Schier beweist in diesem Roman erneut ihren sehr unterhaltsamen Erzählstil, der den Leser wieder einmal in die Zeit des 14. Jahrhunderts nach Koblenz entführt. Dabei spinnt sie die mystische Geschichte um das silberne Kreuz des Zachäus weiter. Das gibt dem Ganzen einen Hauch von Fantasy, es zeigt im Grunde wie abergläubig die Menschen damals waren. Sogar Gewitter galten als Zornausbruch Gottes. Auch wenn ich diese Art von Mystik nicht besonders mag, verleiht das Kreuz dem Roman ein symbolträchtiges Element. Der Glaube an Übersinnliches war prägend für die Menschen im Mittelalter.

Vordergründig geht es um die Bastardtochter Enneleyn, die in einer unglücklichen Ehe mit einem machtgierigen Mann gefangen ist und einiges an Leid ertragen muss. Sie fügt sich in ihre Rolle. Wie wenig Rechte Frauen früher zustanden, wird hier sehr deutlich gezeigt. Frauen waren mit der Eheschliessung von ihrem Mann abhängig. Wie es im Epheserbrief heisst: Die Frau sei dem Manne untertan... Scheidungen waren nahezu unmöglich, im äußersten Fall gingen die Frauen in ein Kloster. 

In diesem Roman kommen Intrigen, Morde und Gewaltausbrüche vor, aber auch Liebesmomente und Gefühle werden nicht vernachlässigt. Es kommt keine Langeweile auf und auch wenn einige Ereignisse vorhersehbar erscheinen, verläuft die Spannung bis zu einem aufregenden Ende. Ich habe dieses Buch interessiert und gefesselt bis zum Schluss gelesen und es zufrieden zugeklappt. Besser kann der Abschluss einer Trilogie nicht verlaufen.   

Ein umfangreiches Personenregister, eine persönliche Anmerkung der Autorin und ein mittelalterliches Rezept beschliessen diese Kreuzreihe.


Dieser Roman hat mich sehr gut unterhalten, er hat einige Schwierigkeiten der damaligen Zeit gut aufgezeigt und die Kreuzreihe zu einem würdigen Abschluss gebracht. 



 ***Leserundenexemplar von lovelybooks - 
                     Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches!***



 

Samstag, 14. November 2015

Der Traum des Baders von Beverly Swerling

Interessante Darstellung der Entwicklung der Medizin und der Geschichte New Yorks!

Den historischen Roman Der Traum des Baders schrieb Beverly Swerling im Jahr 2003. Er erscheint im Heyne Verlag. [Werbung]



Lucas Turner und seine Schwester Sally gehen als Einwanderer auf der Insel Manhattan an Land. Sie suchen ihr Glück in der Neuen Welt. Doch in der dicht besiedelten Stadt, die von feindlichem Indianergebiet umgeben ist, warten neue, nie gekannte Gefahren auf sie...





Dieser Roman führt in eine Zeit um 1625, als New York noch eine
kleine holländische Siedlung war. Der Hauptort der Kolonie war Neu-Amsterdam, das spätere New York. Hier landeten die europäischen Auswanderer, die Holländer kauften den Indianern "Manna-hatta" ab und gründeten dort eine Siedlung, das spätere Manhattan.
Die Entwicklung  und räumliche Ausbreitung der Stadt wird im Roman sehr gut beschrieben. Die historischen Einzelheiten erfährt man durch die Schilderung der Nachfahren von Lucas und Sally.

Lucas arbeitet als Bader und Sally findet eine Stelle als Apothekerin. Der Roman geht in großen zeitlichen Sprüngen vor und so erlebt man die nachfolgenden Generationen der Familie, die vielfach im Bereich der Medizin arbeiteten. Die Beschreibung der Personen und ihrer medizinischen Behandlung führt unterhaltsam und sehr deutlich vor Augen, wie die Bader noch ohne Narkose und mit einfachsten Mitteln, den Menschen helfen mussten. Erst allmählich entwickelte sich die Medizin weiter. Diese Schilderungen machen den interessantesten Teil des Buches aus und führen dem Leser grausam erscheinende Behandlungsmethoden vor Augen.
 
Die Sprache ist leicht zu lesen und der Zeit entsprechend mit einigen vulgären Ausdrücken gespickt. Auch Liebesszenen gibt es zuhauf. 


In vier Teilen wird jeweils das Schicksal einer anderen Generation beleuchtet. Dabei hätte ich gern noch über das Leben einiger Personen mehr gelesen. So muss man sich häufig an neue Charaktere gewöhnen und die Familiengeschichte wird eher zur Grundlage für eine fortschreitende medizinische Entwicklung.


Wer Spaß an der historischen Entwicklung New Yorks hat, etwas medizinisches Interesse hat und eine Auswanderergeschichte schätzt, dem kann ich diesen Roman durchaus empfehlen.  





Freitag, 13. November 2015

Shades of Grey

Schlicht und ergreifend gesagt: muss man nicht lesen

 
Shades of Grey von Autorin E. L. James erschien 2012 und schien der heiße Tipp auf dem Büchermarkt zu sein. Dem Goldmann Verlag ist der Buchumsatz zu gönnen.
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Dieses Buch sollte inhaltlich vielen bekannt sein, ich gehe nicht darauf ein.
Als Shades of Grey auf den deutschen Buchmarkt kam, stellte sich ein wahrer Hype ein. Lesende Frauen jeden Genres und Alters haben mir zu diesem Buch geraten.

Doch ich war leider auf der ganzen Linie sehr enttäuscht. Letztendlich konnte ich das Buch nur noch grob überfliegen, um es endlich zu beenden. Gerade die naive Protagonistin konnte mich nicht überzeugen, ihre Hörigkeit und Unselbständigkeit ging mir völlig gegen den Strich. Ihr erster Mann und sie fügt sich anstandslos. Fast schon wie ein Kleinkind knabbert sie an ihren Lippen, starrt ewig auf ihre Hände oder Füße und wird ständig rot in allen möglichen Schattierungen: von schamrot bis puterrot. Ach ja, Pute: das passt wirklich! Denn aus Liebe nimmt sie auch die Bestrafung hin. Selbst die Schmerzen der Folterei empfindet sie als köstlich. Na ja, alles ist in ihren Augen köstlich...

Und dann kommt der männliche Held, der natürlich reich und erfolgreich im Beruf ist, gut aussieht, graue Augen hat, die funkeln, glühen, strahlen, frostig sind und dabei einfach atemberaubend aussehen. Toll, das wertet doch jeden Charakter auf! Seine Lieblingsbeschäftigung ist jedoch, zu stalken und Schläge auszuteilen. Damit ist er leider bei mir schon ganz unten auf der ewigen Männerhitliste gelandet. Tja, Pech gehabt! Er hatte seine Chance!
Damit sind die Charaktere schon mal nicht die Erfolgsbringer. Sie wirken auf mich total farblos oder übertrieben triebgesteuert, einfach richtig dämlich. Tut mir leid, hier muss ich mich fast fremdschämen.

Für wen ist diese Art von Buch nun geschrieben? Für Frauen, die unbefriedigt sind, SDMS toll finden oder für Männer, die glauben, dass Frauen so wie Ana sind.

Nun zum Erzählstil: na das ist ja noch schwieriger. Es darf nicht zu viel erwartet werden. Die vielen Adjektive sind toll, aber leider wiederholen sie sich auch recht häufig. Köstlich und rot, so muss die "innere Göttin", von der ewig die Rede ist wohl sein. Ach ja, eine naive, unreife Göttin, die jeden Scheiß mitmacht.

Shades of Grey könnte auch Sch... of Grey heißen. Das wäre richtig treffend.  Was mich an diesem Buch aber wirklich fasziniert hat, sind die vielen fantastischen 1 Stern-Rezensionen. Wer wirklich gute Lektüre braucht, sollte sich diese mal im Netz und auf den Buchforen ansehen. Da kann man doch mal sehen, wie man mit schlechten Büchern richtig gute Literatur hervor bringen kann. 


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Die Kastellanin von Iny Lorentz

Gelungene Fortsetzung um die Marketenderin Marie

Die Kastellanin ist der zweite Teil der Wanderhuren-Trilogie des Autorenpaares Iny Lorentz von 2005. Der Roman erscheint im Knauer Verlag.
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Endlich sind Marie und ihr Mann Michel wieder vereint, doch die Hussitenkriege gegen König Sigismund fordern Michels Teilnahme. Einer Nachricht zufolge ist Michel verschollen und gilt als tot. Marie droht die Wiederverheiratung durch den Landesherren gegen ihren Willen. Erneut macht sie sich als Marketenderin an der Seite eines Heeres auf die Suche nach ihrem Mann. 





In diesem Fortsetzungsroman geht es um die gefährliche Reise, die Marie an der Seite des Heeres erlebt. Die Zeit der Hussitenkriege, die König Sigismund gegen Böhmen führt wird im Roman zwar inhaltlich richtig dargestellt, meiner Meinung nach ist sie aber nicht ganz so spannend mit der Handlung verknüpft. Es wird gezeigt, wie das Heer umherzieht, kämpft und versorgt werden muss. Alles natürlich gespickt mit vielen Grausamkeiten. 

 
Auch in diesem Roman erleidet Marie wieder viele Intrigen und ein Unglück jagt das nächste. Die Beschreibung von der bunten Mischung an nicht gerade ehrenhaften Rittern, leichten Mädchen und kriegslüsternem Pöbel ist wieder sehr anschaulich und unterhaltsam geschehen. Man meint in diese düstere Zeit einzutauchen und die Missetaten hat man deutlich vor Augen. Wie hier ganze Ortschaften einfach niedergebrannt werden, Morde und Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind, macht wirklich betroffen. Es ist heute kaum vorzustellen, welche Greueltaten die arme Bevölkerung täglich erleiden mussten.  

Der Schreibstil ist in einem ähnlichen derben und groben Ton gehalten, wie der Vorgängerband. Das wirkt sehr stimmig und wie aus einem Guss.
Die Handlung kommt im Grunde genommen erst mit dem Aufbruch Maries nach Böhmen richtig in Fahrt.


Auch dieser historische Roman sorgt für ein Wechselbad der Gefühle. Außerdem ist die Zeit der Hussitenkriege interessant und sonst nicht so sehr in diesem Genre anzutreffen. Maries Schicksal ist man vom ersten Band an schon verbunden und so leidet man mit ihr auf ihrer erneuten Reise mit.




Donnerstag, 12. November 2015

Sonntagsspaziergang im Herbst

Hannover hat einige sehr schöne Baudenkmäler, die man im normalen Alltag häufig übersieht. Wenn der Himmel allerdings so blau strahlt, die Sonne scheint und der Herbst die Blätter färbt, dann sieht man wieder einmal wie schön diese Stadt wirklich ist. 

Ein Spaziergang im Maschpark hat mir das vor Augen geführt. 



Dieser wilhelminische Prachtbau wurde von 1901 bis 1913 errichtet und bietet von außen eine Traumkulisse für Erinnerungsfotos, denn er sieht wie ein Traumschloss aus, ist aber das Rathaus der Stadt und steht Besuchern offen. 
Interessant ist dort im Foyer eine Dauerausstellung von Dioramen über das wechselnde Stadtbild Hannovers, angefangen im Mittelalter, die zerstörte, ausgebombte Stadt nach dem 2. Weltkrieg und eine neuzeitliche Ansicht. Dieser geschichtliche Einblick ist kostenfrei. Mit dem einmaligen Schrägaufzug kann man gegen Entgeld auch in die Kuppel fahren, um einen weiten Blick über Hannover zu geniessen. Dafür sollte man sich ruhig mal einen sonnigen goldenen Herbsttag aussuchen, dann ist das Licht und die Sicht am schönsten.
 
    






Diese Architektur finde ich überwältigend schön und diese Bilder wirken noch lange in mir nach.

Herbstliche Grüße

sommerlese!