Samstag, 21. August 2021

Rochade - Reinhard Tötschinger

Ein raffinierter Fälschungs-Schachzug 

Außergewöhnliches und spannendes Romandebüt mit Einblick in die Kunstszene

Der Roman "Rochade" von Reinhard Tötschinger erscheint im Picus Verlag Wien.

Jan Vermeers berühmtes Gemälde "Die Malkunst" wird Opfer eines Attentats, die Restauration fällt Clemens Hartmann zu, der diese Aufgabe mit großer Fachkenntnis und sehr gründlich und penibel angeht. Das Kunstwerk galt einst als Lieblingsbild Hitlers und auch der aktuelle Kanzler Österreichs möchte das Gemälde als Aushängeschild seiner Amtsräume für sich gewinnen. Deshalb dringt er auf eine schnelle Restaurierung, was für Hartmann nicht mit dem perfekten Zustand des Bildes zu schaffen ist. Was also tun? Sein Mitarbeiter Hubert und er entwickeln einen raffinierten Plan, als fähige Maler kopieren sie das Gemälde. Nun darf die Kopie nur nicht als Fälschung auffliegen. 


 

Wer sich für Kunst interessiert, für den stellt dieses Buch ein ganz besonderes Vergnügen dar. Mit dem Kunstbezug hat dieser Roman sofort meine Aufmerksamkeit gewonnen, Jan Vermeer gehört zu meinen Lieblingsmalern aus der Zeit des Barock, er kommt im Laufe der Handlung auch selbst zu Wort.  

Mit den Vorgängen des Attentats auf das weltberühmte Gemälde Vermeers "Die Malkunst" startet der Roman. Die umfangreichen Schäden des Bildes müssen fachgerecht behoben werden, mit der Aufgabe der Restaurierung wird Professor Clemens Hartmann beauftragt, er geht mit akribischer Sorgfalt und großem Fachwissen an die Arbeit. 

Tötschinger lässt uns in Rückblenden historische Zeitgenossen und auch das private Leben des Restaurators kennenlernen und ihm bei seiner Arbeit über die Schulter blicken und damit eintauchen in die Vorgänge der Untersuchung der Schäden und in die Welt der Malerei mit Farbauswahl,  Pinselführung und die Geschichte des Gemäldes mit seiner künstlerischen Aussage. Sehr sorgfältig und mit pathologischer Genauigkeit geht Hartmann ans Werk und möchte das Bild auf die qualitativ perfekte Weise wiederherstellen, das ist er diesem Gemälde und seinem Erschaffer einfach schuldig. Seine Gedanken schweifen während der Arbeit ab zu der Nazivergangenheit des Großvaters,

Brisant wird die Handlung als der junge aufstrebende Kanzler sich für das Gemälde interessiert und es schnellstmöglich für sein Kanzlerbüro gewinnen will. Es entsteht ein Gerangel um das Bild, die Forderung nach Restaurierung in Rekordzeit kann Hartmann nicht in der von ihm gewohnten perfekten Weise nachkommen, was der Politiker nicht akzeptieren will und auf einen frühen Termin der Herausgabe besteht. In seiner Not entwickelt Hartmann einen raffnierten Plan, er will dem Kanzler eine Fälschung unterjubeln, die Arbeit am Original möchte er in Ruhe beenden. 

Ab wann sind Fälschungen auch Kunst und wie wurde Naziraubkunst betrieben? Diesen Fragen wird im Roman in Gesprächen und Gedanken nachgegangen.

Ein sehr interessanter und gut zu lesender Roman mit Kunstbezug, gesellschaftlicher Kritik und politischen Forderungen, die Fragen am Allgemeinwohl zulassen.

 

***Herzlichen Dank an den Picus Verlag und an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar!***


                                       

 


Freitag, 20. August 2021

Freitags-Füller # 252

 


Diese Woche war es schon recht herbstlich mit grauem Himmel und die teilweise recht heftigen Niederschläge waren so gar nicht mehr sommerlich. Zur Aufheiterung habe ich mir dann im Blumenladen mal ein paar Pflanzen genehmigt, eine Doldenhortensie in zartrosa und eine dreifarbige Chrysantheme durften mit. Ich wollte dort für meine Mutter und ihre liebe Nachbarin ein paar Blümchen kaufen. Zur Zeit bin ich mit neuer Lektüre gut eingedeckt und hatte mit meiner Mutter auch noch einige Termine einzuhalten, so verflog die Woche im Nu!

 


 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

Dies ist ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen von Barbara von  Scrap-Impulse.


1. Eigentlich müsste ich heute mal alle wichtigen Daten auf einer externen Festplatte speichern.  


2. Ein circa 3,60 hoher Ginkgo befindet sich im hinteren Garten fast in der Mitte.

 

3. Unter dem Tisch in der Essecke ist der am häufigsten gereinigste Platz im Haus, wenn man mal von den Bädern absieht.

 

4. Der Herbst ist schon sichtbar, aber auch die Jahreszeit gefällt mir   genau so gut.


5. Solange noch Sommer ist werde ich es noch ausnutzen und im Außenbereich von Restaurants Essen gehen. Heute treffen wir uns mit Freunden beim Spanier, da werde ich wohl eine Strickjacke anziehen müssen. Um euch mal Appetit zu machen, ist oben der letzte Tapasteller zu sehen. 

 

6. Stachelbeerbaiser, Mandelkuchen, Zupftorte, Käsekuchen, Apfel- oder Zwetschgenkuchen, Marmorkuchen und alle Obstböden, Philadelphia-, Streußelkuchen oder Zitronensahne, vor mir ist nichts sicher, sie sind alle meine Lieblingskuchen.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen kuscheligen Leseabend, morgen habe ich geplant, das sich mein Sohn mal meinen PC ansieht, irgendwie ist er unglaublich langsam geworden und Sonntag möchte ich hoffentlich wieder flott in die Tasten hauen können und den Rückblick auf dem PC schreiben. Vielleicht muss aber auch ein neuer PC her, meiner ist nun auch schon wieder fast 8 Jahre alt (das hätte ich gar nicht gedacht). 

 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Viele liebe Grüße,

Eure Sommerlese

Donnerstag, 19. August 2021

Amelie und die Entdecker - Barbara van den Speulhof

Ein entzückendes Bilderbuch über Offenheit und freundliches Miteinander

Von der Entdeckerin zur Entdeckten

Das Bilder- und Vorlesebuch "Amelie und die Entdecker" von Barbara van den Speulhof erscheint im Mixtvision Verlag, die Illustrationen stammen von Mirjam Zels

Die neugierige Weltentdeckerin Amelie möchte immer die Natur genau erforschen und landet mit einem Flugzeug auf einer unerforschten Insel. Das bemerken die Tiere der Insel (Affe, Elefant und Tiger) und beobachten Amelie ganz genau. Vielleicht ist sie ein komischer Vogel. Auf einmal ist Amelie das Anschauungsobjekt! 



Amelies Entdeckungsreise führt auf eine Insel, wo sie plötzlich im Mittelpunkt des Interesses der dortigen Tiere steht. Noch nie zuvor haben sie jemanden wie Amelie gesehen, ein dünnes Etwas mit riesiger Brille, die keinen Rüssel und keine Pfoten hat. Langsam nähern sich die Tiere dieser unbekannten Person an und lernen sich kennen und bauen für Amelie ein Haus. Sie werden Freunde und forschen gemeinsam, Amelie vermisst die Insel und fotografiert alles ganz genau. Doch dann ergreift sie das "Heimfernweh" und muss abreisen. 

Mir hat der veränderte Blickwinkel der Tiere auf den Menschen Amelie besonders gefallen. Es ist wie im Zoo, wenn die Tiere auf einmal die Menschen betrachten und sie beobachten.



 

Die wunderschönen und witzigen Illustrationen sind eine wahre Freude, sie lassen uns gemeinsam mit Amelie die fremde Insel entdecken und bilden eine tolle Ergänzung zu den kindgerechten, sehr kurzen Texten der Geschichte. Hier wird Kindern gezeigt wie aus Fremden sogar Freunde werden, wenn man sich offen und ohne Vorurteile begegnet. Unterschiede und Gemeinsamkeiten muss man entdecken, dann kann Freundschaft entstehen.

Ein entzückendes Buch über eine Entdeckungsreise für kleine Forscher*innen, das deutlich macht, wie Freundschaft auch trotz der größten Unterschiede möglich ist, man muss sich nur offen und vorurteilsfrei gegenüberstehen.

 

***Herzlichen Dank an Mixtvision für dieses wunderbare Kinderbuch!***

 

 

Mittwoch, 18. August 2021

Die stumme Tänzerin - Helga Glaesener

Fesselnder Krimi mit bildhaft geschilderter Atmosphäre

Im Rowohlt Taschenbuch Verlag erscheint der historische Kriminalroman "Die stumme Tänzerin" von Helga Glaesener.

Hamburg, 1928: Unter der Leitung Josefine Erkens startet die erste weibliche Kriminalpolizei, auch Paula bekommt dort eine Stelle als Stenotypistin. Sie erhofft sich mehr vom Leben als nur die typische Rolle als Ehefrau und Mutter einzunehmen. In die Ermittlungen der tragischen Ermordung einer Tänzerin wird Paula einbezogen, die Mordkommission wird geleitet von Martin Broder, der Frauen in diesem Berufsfeld anfangs belächelt, dann aber ihre Logik und ihre Befragungsmethoden zu schätzen weiß. Als ein weiteres Opfer gefunden wird, hat Paula einen schrecklichen Verdacht. 

 

Dieser historische Kriminalroman ist der Auftaktband einer neuen Reihe, die in den Anfängen der weiblichen Kriminalpolizei angesiedelt ist und Neuerungen der Ermittlungsmethoden beinhaltet.  

Mit Paula erleben wir eine kluge junge Frau, die nicht dem Rollenbild der damaligen Zeit entsprechen will. Während ihrer Arbeit bei der Mordkommision schlägt ihr die ablehnende Haltung ihrer Kollegen häufig entgegen und sie muss sich die Annerkennung hart erkämpfen. Dabei bringt Paulas weiblicher Instinkt gerade in Befragungen einen Vorteil gegenüber den Männern.

Die Erinnerungen an den 1. Weltkrieg sind bei vielen Menschen noch präsent, so hat auch Martin Broder immer noch an seinen Ängsten zu kämpfen. 

Die Autorin hat die Gabe, ihre Leser mit bildhaft beschreibenden Szenen in die damalige Zeit zu entführen und das Lebensgefühl der damaligen Zeit zum Leben zu erwecken. Ich konnte richtig eintauchen in die Zeit und die logische Krimigeschichte brachte mit einigen Wendungen und Verdachtsmomenten auch fesselnde Spannung mit sich. Die Morde erinnern an Jack the Ripper und das sorgt noch einmal mehr für ein Krimierlebnis mit realistischem Bezug. Die Figuren haben interessante Charaktere und man bekommt Einblick in Paulas Familie, die von ihrem beruflichen Treiben nicht so überzeugt ist.

Dieser Krimi hat mich gefesselt, er ist historisch gut recherchiert und erhält mit dem damaligen Geschlechterdenken auch einen zeitgemäßen Bezug. Der nächste Band der Reihe wird von mir schon sehnsüchtig erwartet. 



***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

 


 

Sonntag, 15. August 2021

Ziemlich turbulente Zeiten - Angelika Schwarzhuber

Ein wunderbarer Sommerroman

Humorvoller und wunderschön zu lesender Roman über Freundschaft, Dolce Vita und die Liebe

Angelika Scharzhubers neuer Roman "Ziemlich turbulente Zeiten" erscheint im Blanvalet Verlag

Singlefrau Ilona ist Anfang 50, führt einen Delikatessenladen am Chiemsee, mit Männern hatte sie bisher kein großes Glück und ihr Leben ist eher eintönig. Und weil sie auch privat Leckereien nicht abgeneigt ist, ist sie nicht gerade schlank, was ihrem Selbstbewusstsein zu schaffen macht. Am Telefon lernt sie wegen einer Bestellung den Biobauern Chris in der Toskana kennen, der ihr sofort sympathisch ist und ihr eine Einladung zum Besuch ausspricht. Leider war Ilona beim Gespräch etwas angeheitert und machte sich nicht nur jünger, sondern auch sportlicher und einige Pfund leichter. Ihre Freundinnen Anna und Zoe überreden sie zu der Reise und begleiten sie sogar. Was wird Chris wohl sagen, wenn er Ilona sieht?  



Drei Freundinnen fahren in die Toskana, entkommen ihren heimatlichen Sorgen und Verpflichtungen und erleben eine turbulente Reise mit vielen herrlichen Eindrücken Italiens und vielen Emotionen. Das schafft eine wunderbare Atmosphäre und man würde am liebsten sofort mitreisen. Ilona ist voller Gefühle für Chris, ist sich aber total unsicher und reagiert recht tollpatschig, was für einige Probleme sorgt. Die Frauen haben auf dieser Reise Zeit, um über ihre Probleme zu reden und sich auch über ihre Gefühle auszutauschen. Das Leben in der Toskana wird bildhaft eingebaut, es gibt leckere Gerichte, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und einige Rezepte dazu im Anhang.

Angelika Schwarzhuber lässt ihre Leserinnen mit ihren Titelheldinnen gemeinsam lachen, tanzen, essen, feiern und auch mal weinen. Die Gefühle kommen so lebendig rüber, man kann sich gut in die Figuren hineindenken und erlebt hautnah mit, wie Ilona vor fehlender Selbstsicherheit in so einige Fettnäpfchen tritt. Doch ihr Selbstwertgefühl ändert sich im Laufe der Handlung und sie erlebt ungeahnte Glücksgefühle.

Das Buch liest sich sehr locker, wunderbar unterhaltsam und mit einem feinen Humor, der immer wieder durchblitzt. Es entsteht eine Liebesgeschichte mit einem Hauch von Romantik und es werden ernste Themen angesprochen, die Frauen in den Wechseljahren, bei Kinderwunsch oder mit Gewichtsproblemen so umtreiben. 

Ich kann ruhig verraten, dass sich Ilona in Chris verliebt. Aber sie wohnt und arbeitet im Chiemgau, er in der Toskana, wie soll da eine Partnerschaft funktionieren. Was am Ende aus den Beiden wird, muss man selbst lesen. Mir hat der Roman schöne Lesestunden geschenkt, ich bin eingetaucht in die wunderbare Landschaft und das italienische Flair, mochte es, wie die Freundinnen füreinander einstehen und sich gegenseitig unterstützen und würde am liebsten sofort auch auf Chris Biohof in der Toskana reisen. Solche Bücher braucht man, wenn die Reisemöglichkeiten zur Zeit doch eher begrenzt sind. 

Bei diesem Buch steht die Wohlfühlstimmung, etwas Humor und überraschende Erlebnisse mit etwas Romantik im Mittelpunkt. Wer gute und entspannende Unterhaltung sucht, liegt hier vollkommen richtig. 

 

***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


Wochenrückblick KW 32/2021

 


Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin...

Ich war schon mehrfach dort, eine Fahrt in der Oberstufe mit Kulturprogramm und Spaß mit den Schulkameraden, ein IG-Metall-Seminar, ein Basketballturnier (damals mussten wir noch durch die DDR reisen) und eine unvergessene Reise mit meinem Mann in den Westteil der Stadt (Musicalbesuch, Museumsbesuche, Wannsee-Schifffahrt, wunderbares Hotel). 

Unsere Familien-Kurzreise führte in den früheren Ostteil der Stadt, es war ein Erlebnis mit vielen unterschiedlichen guten und negativen Eindrücken. Als Familie war es schön, mal wieder etwas gemeinsam zu unternehmen und wir haben eine tolle Zeit gehabt. Aber nach all dem Trubel, den vielen Menschen und den teilweise nicht so schönen Ecken habe ich mich dann aber Zuhause wieder richtig wohl gefühlt. Hannover ist doch viel grüner und aufgeräumter und vom Verkehrsaufkommen auch nicht so stressig. 


Gesehen:  

Womit haben wir das verdient? mit Caroline Peters und einen Naturfilm.


Gelesen:  
 

Getan: 
 
Meine Mutter in der Reha besucht und ein Gespräch mit dem Sozialen Dienst geführt. Davon hatte ich mir mehr erhofft, wir stellen nun einige Anträge und werden sehen, wie diese begutachtet werden. 
 
Gefreut:  
 

Über ein wunderbares Chortreffen bei Freunden im Garten mit buntem Mitbringbuffet und viel Spaß miteinander. E. und J.: Vielen Dank, es war so toll!



Gegessen:
 

Diese Woche habe ich echt geschlemmt, sehr unterschiedliche Gerichte und vor allem sehr reichhaltig, da trete ich in der nächsten Zeit mal etwas kürzer. 

Vietnamesisch; Tapas vom Portugiesen; Indische Currys; Veganer Beeren-Cheesecake als Geburtstagskuchen; Buntes Gemüse mit Nudeln; Reissalat mit Thunfisch und gekochtem Ei; buntes Buffet beim Chortreffen; Spaghetti mit Pesto und Parmesan; Tomatenspätzle und Schweinefilet mit Käsehaube und einem der leckersten Salate überhaupt (Spätzlehaus Hannover);









Gedacht: 

Angesichts der vierten Welle werden wir noch ein paarmal Essen gehen, natürlich im Außenbereich. Es kann ja mit den geöffneten Restaurants schnell wieder vorbei sein. Theater, Kino oder Konzerte besuche ich aber immer noch nicht wieder, da sind mir einfach zuviele Menschen beieinander.

Gefeiert:

Mit allen Kindern den 30. Geburtstag meiner Tochter in Berlin. Es ist ja nicht so häufig, dass man derzeit als ganze Familie zusammen etwas erleben kann und deshalb habe ich es auch genossen. Bei schönstem Wetter war die Spreefahrt ein Höhepunkt, bei dem man die Stadt von der Wasserseite her genießen konnte. Und es ist erstaunlich, wie viele Eindrücke man in nur zwei Tagen mitnehmen kann. Die vielen verschiedenen Restaurants machten die Verpflegung zu einer Entscheidungsqual, die wir aber bestens geregelt haben. Gegessen haben wir jedenfalls reichlich.
  



Geärgert:  

Über die derzeitigen dramatischen Verhältnisse in Afghanistan. All die jahrzehntelange mühevolle Ausbildung der örtlichen Polizei und Militär, die millionenschwere finanzielle Unterstützung und die tragischen deutschen und anderen Opfer von Anschlägen dort haben sich scheinbar nicht gelohnt. 

Gekauft:

Den Kühlschrank mal wieder aufgefüllt und ein paar Pflanzen besorgt. 


Geklickt:

Die Inzidenz-Zahlen 
 

Ich wünsche euch eine schöne Woche,

Eure Sommerlese



Samstag, 14. August 2021

Alles, was schwimmt - Štěpánka Sekaninová

Bunter Einblick in die faszinierende Welt des Wassers

Naturnahe Illustrationen zeigen in diesem schönen Kinderbuch alles rund ums Leben am, um und im Wasser 

Das großformatige Bilderbuch "Alles, was schwimmt. Im und auf und unter dem Wasser" von Štěpánka Sekaninová richtet sich an Kinder ab 6 Jahren und erscheint im Anaconda Verlag

Wer oder was kann denn schwimmen? Da sind natürlich erst einmal die Fische, aber im Tierreich können das viele Tiere, von denen man es nicht erwartet. Fallen euch welche ein, wenn nicht, dann ist dieses Buch genau richtig für euch.


Jedes Kind weiß, Enten, Pinguine und Fische können natürlich schwimmen und manche Menschen auch, die haben ja auch technische Dinge entwickelt, wie Schiffe mit Motoren oder Segeln, um über das Meer zu fahren. Aber wie sieht es mit Vögeln, Pflanzen und manchen Reptilien aus? Dieses Buch gibt einen tollen Überblick über alle Schwimmer, ob über oder unter dem Wasser. 

Die Kapitel sind nach Tiergruppen geordnet: Vögel, Säugetiere, Insekten, Fische und Meeressäuger, ja sogar Märchenwesen und Wasserfahrzeuge werden hier vorstellt.  


 

Zu jedem Objekt gibt es ein kleines Infokästchen, das Fakten kindgerecht erzählt und damit allgemeines Wissen vermittelt. Richtig interessant finde ich die Kapitel Schwimmende Pflanzen und Gefährliche Schwimmer, dort erfährt man etwas über Lotusblumen, Wassermohn und Piranhas, Rotfeuerfisch und Blaupunktrochen. Selbst Erwachsene können hier noch etwas dazu lernen, den Begriff Zorbing hatte ich bisher noch nicht gehört. 


Ein umfangreiches Register führt noch einmal alphabetisch alle Tiere und Begriffe des Buches auf und so kann man auch einzelne Dinge gut wiederfinden.

Die naturnahen und farbenfrohen Illustrationen verführen zum Anschauen und die kurzen Textstellen sind informativ und ansprechend formuliert. Man wird als Leser direkt angesprochen. 

Ein wunderschönes und informatives Kindersachbuch für die ganze Familie. Wer Wasser liebt, wird begeistert sein. 


***Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Anaconda Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***