Mittwoch, 31. August 2016

Das Seegrab - Carina Bergfeldt


 Rache ist oft das beste Motiv

 

"Das Seegrab" von Carina Bergfeldt ist der zweite Fall für Anna Eiler aus dem Goldmann Verlag


Skövde in Schweden. Viktor Hyldgaar kommt nach einem Kneipenbesuch nicht nach Hause. Seine Frau alarmiert die Polizei und befürchtet das Schlimmste.
Anna Eiler glaubt nicht an ein Verbrechen, bis in einem kleinen See ein menschlicher Kopf gefunden wird. Im Hals des Toten steckt das Foto einer Frau. Was hat diese Mitteilung zu bedeuten?  



Carina Bergfeldt setzt direkt am Vorgängerband an, man kann aber diesen Krimi ohne Verständnisprobleme gut lesen. Sie entwirft eine Handlung, die zwar ohne direktes Blutvregießen auskommt, die Taten zeigen jedoch ein enormes Grausamkeitspotential des Täters an.

Anna Eiler ist Kriminalbeamtin und leidet unter Schlafproblemen mit traumatischen Phasen. Ihre Freundin Julia Almliden arbeitet als Lokalreporterin und hat ebenfalls psychische Probleme, sie kann den Verlust ihres gewaltätigen Vaters nicht verarbeiten.
Die Frauen sind die tragenden Charaktere des Buches, doch ich bin ihnen durch ihre Probleme nicht genügend nahe gekommen. Es hat mich verwirrt, weil ich erst am Ende genügend über sie erfahren habe, um sie genauer einschätzen zu können.

Die beiden Frauen gehen den Spuren des vermissten Viktor Hyldgaard nach und tauschen sich regelmäßig über den Fall aus. Aber auch die Leiche von Julias Vater wird im See gefunden. Gerade hier liegt mein Problem mit der Geschichte. Normalerweise arbeiten Polizei und Presse nicht gemeinsam, aber hier wird diese Grenze immer wieder durch die Freundinnen überschritten. Denn mit dem Leichenfund des Vaters ist Julia auch automatisch in den persönlich betroffenen Personenkreis gerückt.


Der Autorin gelingt es mit ihrem flüssigen Schreibstil und den schrecklichen Taten, eine grundsolide Spannung zu erzeugen und sie spielt mit den Lesern ein Katz- und Maus-Spiel. Man bekommt einige Verdächtige vorgeführt, die alle Berührungspunkte zu den Toten hatten. Hier kann man rätseln und wird am Ende dann doch überrascht.


Aufrechterhalten wird die Spannung zusätzlich durch die vielen Szenen- und Perspektivwechsel. Auch die Recherche, die Anna vor Ort in Vietnam unternimmt, hat es in sich. Erst erlebt man die Straßenstrich-Szene aus nächster Nähe mit, sieht das Elend der Mädchen und wie gering ihr eigener Verdienst aus diesem menschenverachtenden Gewerbe letzendlich ist. Aber das Grauen geht weiter als Anna ein Waisenhaus besucht, in dem Kinder betreut werden, die missgestaltet auf die Welt kamen. Sie leiden auch noch Jahrzehnte nach dem Vietnam-Krieg an den Spätfolgen der damals eingesetzten Chemiewaffen der Amerikaner.
Ihre Eltern kamen mit Agent Orange, dem dioxinhaltigen Entlaubungsmittel in Berühung und das hatte Veränderungen des Erbgutes der Menschen zur Folge.

Es wird deutlich, wie gerade die weiblichen Protagonisten in den Vordergrund gerückt werden. Männer erscheinen eher als Randfiguren, die die Handlung als Liebhaber, Chef oder fiesen Vater oder skrupellosen Ehemann füllen. Wer den Vorgängerband "Die Vatermörderin" kennt, bekommt ein regelrechtes Déjà-vu geliefert.
  


Es gibt häufige WechseI der Erzählperspektive, die sicherlich einige Leser verwirren könnten, ich persönlich musste auch mehrfach überlegen und mich inhaltlich sammeln. Es gibt einige Nebenhandlungen, die man anfangs nicht richtig einordnen kann, am Ende aber erscheint alles logisch und rund. 

 


"Das Seegrab" ist ein gut erzählter und unterhaltsamer Krimi, der aus mehreren Handlungssträngen eine stimmige Geschichte ergibt und von den weiblichen Protagonistinnen lebt.  





 ***Dies ist ein Rezensionsexemplar vom Blogger-Portal - Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!***




 

Dienstag, 30. August 2016

So wie die Hoffnung lebt - Susanna Ernst

Toll geschilderte Schicksale, die emotional mitreißen und sogar Spannungsgefühle aufkommen lassen!


Der Roman "So wie die Hoffnung lebt" von Susanna Ernst erschien als Erstausgabe 2015, diese Ausgabe vom Knaur Verlag im August 2016.


Die Kinder Katie und Jonah lernen sich in einem Kinderheim kennen.
Beide haben familiäre Schicksale hinter sich, die ihr Leben völlig aus der Bahn geworfen haben. Katie leidet an Mutismus, seit dem Verlust ihrer Familie redet sie nicht mehr und Jonah verlor seine Familie bei einem Brand. Dank Jonahs Einfühlungsvermögen gelingt es ihm, dass Katie zu ihm spricht. Gemeinsam verbringen sie mit ihrem Freund Milow ihre Freizeit und mit den Jahren erwächst aus der Freundschaft wahre Liebe. 





Dieser Roman handelt von Kindern, die schwere Schicksalsschläge einstecken mussten und nun in einem Kinderheim aufwachsen. Dort sorgen sich liebevolle Heimeltern um die Kinder, doch an Katies Mutismus ändert das nichts. Sie zieht sich vor allen anderen in sich zurück und lässt nur ihre Freundin Hope näher an sich heran. Die versteht sie auch ohne Worte. Welche Therapie kann hier etwas bewirken?
Als Jonah, der bei einem Brand seine Familie verloren hat, einzieht, interessiert er sich für Katie. Es entwickelt sich dank seiner sensiblen Art erst Vertrauen, dann Freundschaft und Katie öffnet sich und verliert ihre Stummheit. Es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft. 

 

"Woran hältst du fest, wenn du alles verlierst?" Zitat

 

Der erste Teil dieses Romans beschreibt in berührender Weise die Kindheit von Jonah, Katie und Milow. Man taucht tief ein in ihre kleinen Kinderseelen, ist betroffen von ihren traurigen Schicksalen und freut sich darüber, wie sie im Kinderheim zueinander finden, sich weiter entwickeln und wie ihre Freundschaft sich immer mehr festigt. Auch jedes noch so kleine Glück, dass sie gemeinsam erleben, erfreut mich als wären sie meine eigenen Kinder. Doch dann schlägt das Schicksal erneut hart zu und die Wege der Kinder trennen sich.


Susanna Ernst gelingt es, ihren Figuren Leben einzuhauchen, man verschmilzt mit ihnen und erlebt alles gemeinsam. Dabei ist der Schreibstil in den Szenen, die die grausamen Erlebnisse zeigen, denen eines Kindes angepasst. 

Der zweite Teil beschreibt dann die Zeit 17 Jahre später. 
Hier ändert sich der Schreibstil, er ist weiterhin flüssig, zeigt jedoch in verschiedenen Szenen Erlebnisse aus Katies und Jonas Sicht als Erwachsene. 


Durch einen Zufall, kommt Jonah Katie nach all den Jahren der Trennung auf die Spur. Das ist sicherlich für einige Leser absolut wunderbar, für mich unglaubwürdig, aber hinnehmbar. Es gibt in der Geschichte einen klischeehaften Touch, der mich an Rosamunde Pilcher- Filme erinnert. 
Aus Freundschaft in Kindertagen wurde lebenslange Liebe, das liest man gern, auch wenn man nicht ganz so romantisch veranlagt ist.

Als sie aufeinander treffen, ergeben sich wieder tragische Umstände, die sie weiterhin trennen. Denn Katie ist seit 15 Jahren verheiratet. Wie Jonah es schafft, sich Katie zu nähern, ist wieder sehr unterhaltsam und sogar mit einer ordentlichen Portion Spannung beschrieben. 

"Wir lieben einander – mit jeder einzelnen Narbe, die wir im Laufe der Zeit davongetragen haben. Zusammen ergeben die Scherben unserer Seelen ein wunderschönes Mosaik." Zitat

Dieser Roman zog mich in einen echten Lesesog. Ich bin der Handlung, trotz der kleinen Kritikpunkte, völlig verfallen. Ich wollte wissen wie die Schicksale enden und ob das Liebespaar wieder zueinander findet. Dabei bin ich in die Welt von Jonah und Katie eingetaucht und habe mit ihnen gebangt und gehofft.  




"So wie die Hoffnung lebt" spielt mit allen Emotionen, man fühlt Traurigkeit, Freundschaft und Liebe und erlebt was Hoffnung bedeutet. Ein Roman, an den ich mich noch lange erinnern werde. 



 ***Gewinn auf MARTINAS BLOG herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!***



 

Montag, 29. August 2016

Rosenliebe und gefährliches Risotto - 12 Kurzgeschichten

Die Vielfalt macht die bunte Mischung zu einer Überraschungskiste mit Geschmack

 

12 Kurzgeschichten von starken Autorinnen für ihren Sommer-Urlaub. So wird dieses E-book angepriesen. Zu den Autorinnen  gehören: Paula Carlsson, Sigrun Dahmer, Anke Gasch, Ina Glückauf, Pascale Graff, Thea Haanen, Nadin Hardwiger, Katrin Jacob, Susanne Keil, Britta Meyer und Bettina Wagner schildern die Glückssuche im Alltag und in den Alpen. Es erscheint 2016 bei dp DIGITAL PUBLISHERS. Die Herausgeberin ist Gabi Strobel.

Hinter "Rosenliebe und gefährliches Risotto" verstecken sich 12 Geschichten bei denen es um Liebe, Hoffnung, Selbstfindung, aber auch um kriminelle Hintergründe geht. Die verschiedenen Stories verbindet allesamt ein gemeinsames Thema: Rosen und Rezepte.  






Die Geschichten sind durch die unterschiedlichen Erzählstile sehr unterhaltsam, alle kurzweilig und flüssig geschrieben und die Mischung aus Liebesgeschichten, Kurzkrimi und Märchen bringen für jeden Geschmack etwas mit. 

Auch die zugeordneten Rezepte gefallen mir. Es gibt sommerliche Getränke mit Rosen, eine tolle Kartoffelsuppe zum Sattwerden, ein Lachs-Risotto mit Pfiff, sowie einige Kuchen und süße Kleinigkeiten, die zum Nachkochen/-backen verleiten. Besonders der Käsekuchen mit Rhabarberkompott klingt für mich sehr verlockend und wird zur nächsten Rhabarbererntezeit ausprobiert. 


Ob nun Rosenspritz, Risotto oder auch Rosentrüffel, die Unterhaltung wird jeweils mit einem korrespondierenden Rezept geschmackvoll unterstützt und es findet hier jeder etwas nach seinem Geschmack.

Die 12 Kurzgeschichten lassen sich alle gut lesen, es gibt jedoch mehr Liebesgeschichten als Krimis und gerade die Kurzkrimis liebe ich besonders. Ich hatte mit mehr mörderischen "Rosentaten" gerechnet. Dennoch habe ich die verschiedenen Stories in einem Sog durchgelesen. Die Vielfalt macht die bunte Mischung zu einer Überraschungskiste mit Geschmack.

Es sind schöne Geschichten dabei, die von Veränderungen der Figuren erzählen, Ausflüge in die Alpen zeigen und die Liebe von verschiedenen Seiten zeigen. Selbst auf dem Friedhof begegnet hier jemand seiner großen Liebe!
Ich fühlte mich bestens unterhalten, auch wenn manche Geschichte vorhersehbar war und der überragende Überraschungseffekt fehlte.

 
Dieses E-book verspricht eine bunte Überraschungskiste an Kurzgeschichten für zwischendurch, die sich hauptsächlich der Liebe widmen. Eine schöne Unterhaltung für die kleine Pause!


 ***Leserunde von lovelybooks - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches und an die nette Leserunde!***


Montagsfrage # 5

 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

 

In dieser Woche ist die Frage jedem freigestellt
Ich habe mich für folgende entschieden:

Zu welchem Buch hast du deine erste Rezension geschrieben? 


Meine erste Rezension habe ich im Dezember 2013 auf lovelybooks geschrieben. Da sie so sehr kurz ist, möchte ich sie hier gleich mal posten. Man kann daran gut erkennen, wie ich mich langsam dem Schreiben von Rezensionen angenähert habe. Zu dem Zeitpunkt war mir wichtig, alles fast in einem Satz zum Ausdruck zu bringen. :-)



Es handelt sich um das Buch "Der Alchimist" von Paulo Coelho aus dem Diogenes Verlag.

 


Rezension:

Ein andalusischer Hirte auf dem Weg zu seinen Träumen, der ihn am Ende zu seiner großen Liebe führt. 
Ein Buch über Glück, Bestimmung und Hoffnung, die jeder Mensch in seinem Innersten trägt. 

Die Erzählweise Coelhos verzaubert und macht nachdenklich über das eigene Leben.



Es ist eigentlich doch alles gesagt, was das Buch ausmacht! Und doch schreibe ich heute viel, viel mehr!
Was meint ihr? 


Sonntag, 28. August 2016

Die Jutta saugt nicht mehr - Lotte Minck

Heitere Episode mit Loretta als Putzfee undercover


"Die Jutta saugt nicht mehr?" heíßt der 7. Band der Krimödienreihe um Loretta Luchs aus der Feder von Autorin Lotte Minck. Das Buch erscheint 2016 im Droste Verlag.


Freund Pascal ist mal wieder auf Geschäftsreise, so kann sich Loretta in einen neuen Fall knien, den sie gemeinsam mit Erwin in ihrer neu eröffneten Detektei angenommen hat. 
Eine gewisse Frau Berger, eine biedere Frau, vermisst ihre Freundin und gleichzeitige Nachbarin. Sie verdächtigt den Ehemann.
Endlich mal kein stinklangweiliger Fall von Hundeentführung oder Schlüpferklau von der Wäscheleine! Loretta geht Undercover als Putzhilfe in die Höhle des Löwen!  






"Die Jutta saugt nicht mehr?
So ein Satz, in dieser Umgebung?
Schlagartig waren mir gut zwei Dutzend Knaller-Gags durchs Hirn
geschossen, die natürlich samt und sonders unangemessen waren. Unter
Callcenter-Kolleginnen - okay. Aber vor den Frau Bergers dieser Welt?
Niemals." Zitat S. 27



In dieser Folge muss sich Loretta als fleissige Putzfee betätigen, um ermittlungstechnisch der Sache auf den Grund zu gehen. Nicht nur, dass man dabei eine regelrechte Putzlitanei über sich ergehen lassen darf/muss, die sicherlich manchem Leser durchaus helfen wird, nein,  man sieht, wie Loretta sogar solche Aufgaben auf sich nimmt, um der Wahrheit näher zu kommen. Sie brennt förmlich für die Arbeit in ihrer kleinen Detektei und diesen Enthusiasmus merkt man ihr an. Schnell eignet sie sich das nötige Putzwissen an und putzt in der Höhle des Löwen, in diesem Fall bei einem netten Mann mit sanfter Stimme. Doch auch er kann ein Mörder sein!

Man fühlt mit den Figuren und kommt ihnen sehr nahe, denn sie sind mit ihrer einzigartigen Charakterisierung wirklich gut gelungen. 
Wenn man schon Loretta-Bücher aus der Feder von Lotte Minck gelesen hat, ist man schnell wieder vertraut mit den Eigenarten ihrer Figuren. Es ist als ob man alte Freunde wieder trifft.

Wie gewohnt sorgen Loretta und ihre Bekannten mit ihrer schlagfertigen Schnodderschnauze und dem schön zu lesenden Ruhrpott-Slang von Frank für heiteres Lesevergnügen.
Besonders der freundschaftliche Zusammenhalt der Truppe gefällt mit so gut.
Die Krimihandlung hat mich dieses Mal nicht richtig mitgerissen, dafür haben mich Loretta und ihre Freunde wieder gut und sehr humorvoll unterhalten. Die Sprüche sind immer wieder erfrischend lustig und als Leser taucht man mit den Figuren gemeinsam ein in ein neues Ermittlungsabenteuer.   





Diese Krimödie sorgt bei alle Loretta-Fans für ein tolles Wiedersehen mit ihrer Kultfigur und wie man richtig putzt, lernt man auch noch dabei! Heiterer Lesespaß mit Ruhrpottpflanzen der besonderen Art! 


 ***Leserunde von lovelybooks - Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches und an die nette Leserunde!***




Dieses Buch habe ich mit Rhabarbersaftschorle mit Eis gelesen. Der süß-saure Geschmack passt wunderbar zu Lorettas herbem Humor! 


Neuzugänge # 19

Hallöchen meine lieben Bücherfreunde!


Auch wenn ich den Sommer toll finde, jetzt wird es mir langsam zu warm! Ich lese sonst gern auf unserer Terrasse, aber das ist bei der Hitze überhaupt nicht möglich. Nach einigen Sätzen weiß ich dann gar nicht mehr, was ich gerade gelesen habe!

Auch in der letzten Woche sind einige neue Bücher angekommen, die ich euch zeigen möchte!  



"Die Jutta saugt nicht mehr" habe ich bereits gelesen, inhaliert könnte man direkt sagen. Es ist der 7. Band mit Loretta Luchs, eine tolle Krimödien-Reihe von Lotte Minck, bei der die lustigen Sprüche richtig Spaß machen.

"So wie die Hoffnung lebt" habe ich bei der lieben Martina auf ihrem Blog Martinas Buchwelten gewonnen. Herzliches Dankeschön nochmals an dieser Stelle, auch an den Drömer Knaur Verlag. Den Roman habe ich bereits zur Hälfte gelesen und bin recht angetan von den Figuren.

Der Roman "Die Dienstagsfrauen" lockt mich schön länger, nun habe ich ihn auf einem Wühltisch der Buchhandlung Decius entdeckt und gleich mitgenommen. 

Als Buchflüsterin von buecher.de bekomme ich ab und zu ein unerwartetes Buch zugeschickt. In diesem Fall ist es der Roman "Die Unvollkommenheit der Liebe" der Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout aus dem Luchterhand Verlag. Dieser Titel steht als Nr. 1 auf der New York Times- Bestsellerliste. Ich bin sehr gespannt!

Von lovelybooks nehme ich zur Zeit an einer Leserunde zu "Rosenliebe und gefährliches Risotto" teil. Es handelt sich um 12 Kurzgeschichten rund um die Themen Liebe, Krimi und Essen/Rezepte. Ich liebe solche Anthologien und finde gerade die verschiedenen Erzählstile sehr interessant. Rezension folgt.

Das war´s an Büchern, nun noch ein sommerliches Stimmungsbild für euch und dann mach ich mir einen gemütlichen Sonntag. 


Das Tolle am Sommer sind die vielen Früchte und Beeren, die jetzt wachsen und reifen. Ich war mit einer Freundin Kultur-Heidelbeeren pflücken und habe die kleinen Vitaminbomben zu Marmelade verarbeitet und einen Teil eingefroren. 





Liebe Grüße eure 

Sommerlese!

 

Samstag, 27. August 2016

Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé

Der Beginn meiner Leidenschaft für historische Bücher


"Das Lächeln der Fortuna" ist der 1. Teil der Waringham-Saga von Autorin Rebecca Gablé. Der historische Bestseller erschien erstmalig 1997 im Bastei Lübbe Verlag.  


Es beginnt 1360 in England:  
Der 12-jährige Protagonist Robin of Waringham verliert durch den Tod und die Enteignung seines Vaters wegen Hochverrats seinen Titel  und muss als Stallbursche für den neuen Earl arbeiten. Dessen Sohn Mortimer, ein unangenehmer und jähzorniger Mensch, schikaniert Robin immer und überall und wird sein Feind. Diese Feindschaft verfolgt Robin durch das gesamte Buch.
Doch das Rad Fortunas dreht sich immer weiter. Es folgen noch weitere für Robin schicksalhafte Wendungen in seinem Leben. Durch die Hilfe John of Gaunts (Lancaster) kommt er an den Hof des Königs. Er zieht in den Krieg, erlebt wie die Pest wütet und bekommt die Bauernaufstände mit.







Vor allem zwei Charaktere waren meine großen Helden in diesem gigantischen Werk:
Robin hat als wahrer Sympathieträger mit Ehre, Bescheidenheit und Mitgefühl für die Leibeigenen stets große Stärke gezeigt.
Er war durch und durch ein echter Ritter, aber das dem Herzen auf dem rechten Fleck. 


Zum zweiten faszinierte der Duke of Lancaster als charmanter und kluger Charakter, der ebenfalls ein Sinnbild von Anstand und Ehre war.
Die geschichtlichen Hintergründe sind von der Autorin meisterhaft recherchiert und in Szene gesetzt. Hier merkt man ihr ihre Erfahrenheit im Schreiben von historischen Romanen an und verfolgt gespannt die interessant gestaltete Geschichte.


Dieser fesselnde Schreibstil und das mittelalterliche Leben so einzigartig beschreibende Werk von Rebecca Gablé hat mich bei meiner Leseseele gepackt und nicht mehr losgelassen. Nun habe ich es nach etlichen Jahren wieder gelesen und bin wieder mitgerissen worden in den Sumpf des rüden Mittelalters. Die Autorin hatte damals schon einen Fan gewonnen, aber ein Buch mehrfach zu lesen bedeutet für mich schon eine ganz besondere Begeisterung.







Diese Rezension ist älteren Datums, aber der Vollständigkeit halber möchte ich sie euch nicht vorenthalten. 

Freitag, 26. August 2016

Der Palast der Meere - Rebecca Gablé

Ist nicht mehr mein gewohntes Waringham 

 

"Der Palast der Meere" ist mittlerweile der 5. Band der historischen Waringham-Saga von Autorin Rebecca Gablé aus dem Bastei Lübbe Verlag mit Erscheinungsjahr 2015.


Der Roman führt uns in die Renaissance, mitten in die Regierungszeit von Elisabeth I. in den Jahren 1560-1588 und beschreibt die weitere Entwicklung der Familie Waringham.
Hauptprotagonisten sind die Geschwister Eleanor und Isaac of Waringham. Eleanor ist als Spionin der Königin genauestens über die Intrigen und das Leben bei Hofe informiert. Sie unterhält eine uneheliche Bezeihung zum König der Diebe, allerdings wohlwollend protigiert durch die Königin.
Ihr Bruder, Isaac of Waringham entwickelt sich vom blinden Passagier und Zuckerrohrsklaven bis zum Freibeuter mit eigenem Schiff. Durch ihn sehen wir die damalige Schifffahrt und die Kämpfe der spanischen Armada aus nächster Nähe.   





Nachdem die Waringham-Reihe im Mittelalter begonnen hat, spielt das Geschehen des 5. Bandes im Höhepunkt der Renaissance, dem goldenen elisabethanischen Zeitalter. Dadurch verlassen wir die Gegend um Waringham und erkunden die weite Welt. Die Seefahrerära hat jetzt ihre Hochzeit und macht sich zu neuen Ufern auf.  



Wir tauchen ein in den Religionskonflikt zwischen Papisten und Reformierten, sehen das Leben bei Hofe Elisabeths mit kulturellen Höhepunkten, erleben die neue Welt mit ihren beeindruckenden Ansichten, erfahren Schreckliches über Sklaverei und Ausbeutung und begleiten die Protagonisten auf ihren abwechslungsreichen Lebenswegen mit ihren persönlichen Gedanken und Emotionen.
So kennt und liebt man die Romane von Rebecca Gablé.

Was ich aber kritisieren möchte, ist das Fehlen eines diese vielfältigen Figuren, Handlungen und Schauplätze mit einem übergeordneten Stranges. Es werden viele berühmte Persönlichkeiten der damaligen Zeit in den Roman eingebaut. Nicht alle werden so glorreich beschrieben, wie man sie kennt.
Daneben führen diverse Nebenhandlungen und Figuren durch den Roman. Diese haben mich zwar eindrucksvoll begleitet, aber vor lauter Wendungen der Geschehnisse und Verbindungen der Personen fühlte ich mich etwas verloren. Hier fehlte mir definitiv der rote Faden.


Mir hat der mitreißende Schreibstil von Rebecca Gablé wieder ausgesprochen gut gefallen, ihr gelingt es einfach, eine Atmosphäre zu erstellen, die zeitgemäß erscheint. 
Mich erstaunt immer wieder, wie es ihr gelingt, hervorragend recherchierte historische Fakten mit Leben zu füllen und Fiktion und Realität lebendig zu vermischen.

Aufgrund der bisherigen Erfolgsromane liegt die Messlatte allerdings  sehr hoch, gegen andere historische Romane gehört die Autorin immer noch zur Spitze und daher gebe ich diesem, auch unabhängig von den anderen Bänden der Reihe zu lesenden Roman, volle 4 Punkte.
"Der Palast der Meere" steht für großartige Erzählkraft und Unterhaltung, für Fans der Reihe ist es ein Muss. Andere finden einen bunten historischen Roman mit vielfältigen Figuren und Ereignissen vor, die diese Autorin immer wieder zum Leben erweckt.  



Freitags-Füller # 2:

Es ist schon wieder Freitag und das bedeutet: Zeit für den Freitags-Füller!


 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara auf  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

 

1. Ich fühle mich wohl, aber gleich muss ich zum Zahnarzt.

 

2. Beim Schwimmen kann ich mich so richtig austoben

 

3. Alle Bilder, die die Natur von ihrer schönsten Seite zeigen, machen mich ganz einfach glücklich.  

 

4. Ich trinke gern Rhabarbersaftschorle, und dann am liebsten eiskalt.

 

5. Viel zu schnell vergehen oft die schönsten Momente, Feiern oder Urlaubstage und dann denkt man sehnsüchtig daran zurück. 

 

6. Manches Buch hat nicht nur ein wunderbares Cover, sondern ist ausserdem auch noch schön zu lesen.


7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine schöne Chorprobe, morgen habe ich ein aufregendes Konzert mit mehreren Chören und einer Band geplant und Sonntag möchte ich mal einen kleinen Ausflug machen. 



Und was macht ihr so?  

Donnerstag, 25. August 2016

Top Ten Thursday # 7

 



Jede Woche wird eine neue Top Ten Liste aus Büchern zusammengestellt. Die Themen dazu gibt es bei

Steffis Bücher Bloggeria

Die Aufgabe für diese Woche lautet:

 

Zehn spannende, unblutige Thriller

Bei dieser Aufgabe muss ich nicht lange überlegen, die Titel einiger Thriller mit Psychotouch kamen mir recht flott in den Sinn und so stelle ich mal folgende Buchauswahl vor:


1. Der Traummacher - Max Bentow

2. Boy in the park - Wem kannst du glauben - A.J. Grayson

3. Those Girls - Was dich nicht tötet - Chevy Stevens

4. Never Knowing - Endlose Angst - Chevy Stevens

5. Pretty Girls - Karin Slaughter

6. Tödliche Intrige - Arnaldur Indridason  

7. Die Falle - Melanie Raabe

8. Schneemann - Jo Nesbø  

9. Lauf, Jane, lauf! - Joy Fielding

10. Illuminati - Dan Brown 

 

 

 https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41KfmZsXUSL._SX312_BO1,204,203,200_.jpg


Das sind natürlich nur einige Titel, die mir spontan einfielen. Es gibt noch viele weitere, mehrererere sozusagen... :-)! 

Eine schöne sommerliche Restwoche wünsche ich euch, 

Eure Sommerlese! 

 

Mittwoch, 24. August 2016

Der Traummacher - Max Bentow

Animalische Vorgänge verursachen Gruselgefühle!


"Der Traummacher" ist der 6. Band der Thrillerreihe um den Berliner Ermittler Nils Trojan von Erfolgsautor Max Bentow. Der Thriller erscheint 2016 im Goldmann Verlag

Simona Wiesner ist jung und lebenslustig, führt mit ihrer Freundin Alina eine Werbeagentur in Berlin und will ihr Leben so richtig auskosten. Bis sie auf tragische Weise an einem angeborenen Herzfehler stirbt. Für ihre Mutter wird dieser Tod zu einem Trauma und es verfolgen sie furchtbare Bilder mit Simonas Stimme. Als auch sie ein Jahr später grausam ermordet wird, finden sich rätselhafte Biss-Spuren auf ihrem Körper.
Nils Trojan hat eigentlich Urlaub, doch dieser Mord hat Vorrang und so stürzt er sich mit seinem Team in diesen rätselhaften Fall. Eine fieberhafte Suche nach dem Täter beginnt!




Bei diesem Thriller hat Max Bentow alle Register der Thrillerkunst gezogen. Im Prolog lässt er den Leser teilhaben an einem irren Ritt auf einer fahrenden S-Bahn zu dem Simona ihren Bekannten Luis überredet. Was geht in ihnen vor, dieses Wagnis erleben zu wollen? Dieses riskante Unterfangen überleben sie, kurz darauf stirbt die junge Frau jedoch an einem Herzfehler.

Für ihre Mutter ist dieser Tod ein Trauma und sie wird verfolgt von Simonas Bild und Stimme, begleitet von einem gräßlichen Höllenhund. Ist sie verrückt geworden oder sind das die Folgen ihres Traumas? Auch im weiteren Verlauf erscheint Simona ihrer Freundin Alina und Freund Luis. Was wird hier gespielt? Gibt es eine Doppelgängerin oder erliegt der Leser hier seiner Phantasie? 


Max Bentow versteht es zu verwirren und man irrt durch die erschaffene Traumwelt und liest gespannt weiter, um endlich die Lösung zu wissen.
 

Nils Trojan kann sich keinen Reim auf die schrecklichen Vorkommnisse machen. Es sind Drogen im Spiel, so viel ist schnell klar. Da der Leser durch die Beschreibungen der Personen und die verstörenden Situationen allerdings immer ein wenig mehr weiß als Trojan, macht man sich auf die Suche nach den verbindenden und erklärenden Elementen. Doch hier hat der Autor mit geschickten Andeutungen und das Auslassen von Informationen an den entscheidenden Stellen einen raffinierten Handlungsverlauf geschaffen, der wirklich beeindruckt. 

Um welche Art von Täter handelt es sich hier und warum werden an den Opfern grausame Bissspuren gefunden? 

Trojan hat gerade auch private Probleme, seine Tochter Emily und seine Freundin Jana haben sich von ihm zurückgezogen und das macht ihm sehr zu schaffen. 

Man befindet sich beim Lesen in einer traumatischen, unwirklichen Blase, einem Albtraum mit rätselhaften Ursachen und hat Mühe, Wahrheit und Traumwelt auseinanderzuhalten. Das hält den Spannungsbogen dauerhaft hoch angesetzt und macht für mich einen genialen Thriller aus.
Die Charaktere werden nicht zu intensiv erklärt, das vordergründige Anliegen legt der Autor auf die traumatischen Handlungsvorgänge. Was geschieht hier wirklich und was ist nur ein Traum? 
Man ist hier gefangen in einer Welt, die in dunkle Abgründe führt und jenseits der normalen Vorstellungskraft zu liegen scheint.   



Ein absolut gelungener Thriller, der mich gespannt lesen lies und bei dem ich erst am Ende wieder erleichtert aufatmen konnte. So muss ein Thriller sein!


 ***Dies ist ein Rezensionsexemplar vom Blogger-Portal - Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!***


Montag, 22. August 2016

Gewinneraufruf für 4. Gewinnspiel



Bitte melde dich, Carmen!

 

Da sich die Gewinnerin von 

 

Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

bislang noch nicht bei mir gemeldet hat,  warte ich noch bis zum Wochenende, am Sonntag, den 28.8.2016 gegen 18 Uhr lose ich dann neu aus. 

 

Leider wurde keine Mailadresse angegeben und auf Google + kam auf meine Mitteilung noch keine Reaktion.

 

Ich hoffe, auf diese Weise die Gewinnerin zu erreichen! 

 

 

Liebe Grüße eure Sommerlese! 

 

Nachtrag 23.8.2016:

Die Gewinnerin hat sich gemeldet und das Buch macht sich auf den Weg! 

Jaspers letzter Flirt - Ulrike Busch

Unterhaltsam geschriebener Amrumkrimi mit Inselflair


"Jaspers letzter Flirt" ist nach "Pfauenfedernmord" der zweite Fall für die Kripo Wattenmeer von Autorin Ulrike Busch. Sie entführt darin ihre Leser in die idyllische, aber manchmal recht eigene Welt der Nordseeinsel Amrum. Der Krimi erscheint im August 2016 im Edition M Verlag.


Surflehrer Jasper Erikson lebt ein Leben wie ein unbekümmerter Sonnyboy: Frauen, Surfen und seine Freiheit liebt er über alles. Dabei ist er kein Jungspunt mehr, längst verheiratet und Vater dreier Kinder. Sein Urlaubsflirt Bele beschliesst, sich von ihrem Mann zu trennen und auf Amrum mit Jasper neu anzufangen. Doch es kommt zu kriminellen Zwischenfällen, die das idyllische Inselleben erschüttern. Auf Jasper wird ein Anschlag verübt, den er zum Glück überlebt. Hauptkommissar Kuno Knudsen und sein Assistent Arne Zander nehmen die Ermittlungen auf. 



"Jaspers letzter Flirt" ist mal wieder ein Fall für die Kripo Wattenmeer. Dabei unterstützt Arne Zander seinen Kollegen Kuno Knudsen und ihre Zusammenarbeit passt perfekt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem unbekannten Attentäter, der hinter dem notorischen Frauenhelden Jasper Erikson her ist. Dabei entdecken sie, dass Jasper die Steuerfahndung auf dem Hals hat und erfahren von seinen Frauengeschichten, die den ein oder anderen Ehemann verärgert haben könnten. 

Ich bin seit Pfauenfedernmord Fan der Autorin und wieder schnell in die Geschichte eingetaucht. Die Handlung ist mit anschaulich beschriebenem Lokalkolorit untermalt, so bekommt man das Inselleben auf Amrum lebendig präsentiert und der Urlaubsneid wächst. 

Die Charaktere sind vielfältig und der Erzählstil ist schön und sehr flüssig zu lesen. Besonders die Dialoge wirken sehr authentisch und gelungen. Die Frage nach dem Täter stellt sich schon früh, denn in einzelnen Szenen wird aus seiner Sicht erzählt. Man fragt sich die ganze Zeit, um wen es sich handeln könnte.


Der Spannungsbogen steigt mit jeder neuen kriminellen Tat, es gibt  geschickt eingebaute Wechsel von Handlungsorten und Figuren, die die Situation der betroffenen Personen näher erklären und die unterschiedliche Motivlage darstellen. Leider hatte ich schon früh einen bestimmten Täter in Verdacht und lag richtig. Das hat mir etwas die Spannung genommen, die Lesefreude aber nicht wirklich getrübt.


Wer sich gern gedanklich auf die Urlaubsinsel Amrum in der Nordsee entführen lassen möchte und dabei einen unterhaltsamem Krimi folgen möchte, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.   


 ***Dieses Leseexemplar hat mir die Autorin zur Verfügung gestellt - Recht herzlichen Dank, liebe Ulrike Busch, für die Bereitstellung des Krimis!***



Montagsfrage # 4


 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!

 

Die Frage heißt diese Woche:

 

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

Ich habe mit einem "Cliffhanger" gar kein Problem. Wenn ein Buch oder Kapitel so endet, bringt das die Neugierde auf ein weiteres Kaptitel oder einen Nachfolgeband erst richtig in Gang. 

Bei vielen Büchern kann man sich vom Verlauf der Handlung ja schon denken, in welche Richtung das Buch weiter gehen könnte. Wenn hier kein festes Ende beschrieben ist, finde ich das für manche Inhalte perfekt, da jeder sich so seine Gedanken über die weitere Entwicklung der Charaktere machen kann. Aber gerade offene Enden steigern auch die Spannung ins Unermessliche und man muss unbedingt den Nachfolger lesen! Tolle Idee der Buchindustrie, eigentlich! *Grins

Generell enden die meisten Bücher ja mit festen Ausgängen, besonders bei Krimis oder Thrillern muss der Autor schon eine bestimmte Lösung anbieten, um den Leser zufrieden zu stellen.  


Oder wie seht ihr das?  

Sonntag, 21. August 2016

Neuzugänge # 18

Hallöchen meine lieben Bücherfreunde!


Seit der letzten Woche ist zwar mein Briefträger zur Kur, aber seine nette Vertretung und besonders der Paketbote waren total fleissig, und so kamen wieder einige Pakete mit Büchern an! 






Nochmal ein übersichtliches Bild mit den Covern!





"Eigentlich bist du gar nicht mein Typ" und "Kopfkissenbuch der Liebe" sind Prämienbücher von Wasliestdu. Ich hatte Glück, gerade diese Bücher, die man unter die Rubrik "Verdien´s dir" fallen, gegen meine gesammelten Punkte tauschen zu können. 

Die zwei Krimis "Die letze Ölung" und "Elsässer Erbschaften", sowie den Thriller "Grausame Nacht" von Linda Castillo habe ich von der Mayerschen Buchhandlung bestellt.


Und hier gibt es noch ein tolles Buch, dass ich netterweise mit Veronika getauscht habe! Auf diese Weise konnte ich mich noch in die entsprechende Leserunde bei lovelybooks einklinken. Ich habe es so schnell gelesen, das die Rezension zu "Britt-Marie" es sogar schon vor diesem Post auf den Blog geschafft hat.




Habt ihr auch Bücher der hier gezeigten? Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und geh dann mal lesen! 


Eure Sommerlese!


Samstag, 20. August 2016

Britt-Marie war hier - Fredrik Backman

Eine Geschichte über das Leben, über Veränderung und eingefahrene Gewohnheitsmuster. Die einfache Sprache hat mich gestört.


Der dritte Roman des schwedischen Erfolgsautors Fredrik Backman heißt "Britt-Marie war hier". Das Buch erscheint im Fischer Verlag.


Erzählt wird die Geschichte von Britt-Marie, die mit 63 Jahren nach einem Seitensprung ihres Mannes aus ihrer festgefahrenen Ehe
ausbricht und zum ersten Mal versucht, auf eigenen Beinen zu stehen. Bisher war sie für den Haushalt und die Versorgung von Mann und Kindern zuständig und führte ein zurückgezogenes Leben ohne erkennenswerte Selbstverwirklichung. Über das Arbeitsamt findet sie eine Stelle in Borg, ein verschlafenes Nest, wo die Wirtschaftskrise die Menschen fest im Griff hat. Britt-Marie bekommt einen Job im Jugendtreff, den sie sich mit ihrer Putzwütigkeit übernimmt.  






"Denn wenn wir den Menschen, die wir lieben, nicht verzeihen, wer bleibt dann nocht? Was ist Liebe, wenn sie nicht bedeutet, unserer geliebten Menschen zu lieben, gerade wenn sie es nicht verdienen?" Zitat Seite 336


Auch wenn dieser Roman als Sonnenscheingeschichte ausgelobt wird, kann ich mich dem nicht anschließen. 

Fredrik Backman schreibt in seinen Büchern stets über spezielle Charaktere, die ein wenig seltsam anmuten und so ihre besonderen Macken haben. So erfindet er mit Britt-Marie eine pingelige, korrekte ältere Dame, die einem Putzteufel gleich durch das Buch geistert.
Auch wenn ich von ihr im wahren Leben doch genervt wäre, konnte ich mich ihr im Buch etwas annähern. Denn ich fühlte, wie sehr sie in ihrem Leben eine eigenverantwortliche Selbstverwirklichung vermisst hat. Als ihr die Traineraufgabe angeboten wird, greift sie zu. Mutig, denn von Fussball hat sie absolut keine Ahnung und so schlüpft sie in eine schwierige Rolle.
Nicht nur, dass ihr Fussball überhaupt nicht liegt, sondern auch die für sie fremde Umgebung mit lauten Kindern, unsauberen Verhältnissen und einer ungewohnten Mitbewohnerin stellt sie auf eine harte Probe.

Doch sie erkennt, dass in Borg durch die Finanzkrise den Bewohnern nicht mehr viel geblieben ist, außer ihrer Begeisterung für den Fussball. Langsam findet auch Britt-Marie Gefallen am Fussball und ihre bemutternde Art, wird ihr Rettungsanker. Sie wurschtelt sich mit Hilfe ihrer neuen Bekannten so durch, verliert auch ihre Putzwütigkeit etwas und man spürt den Wandel in ihr. Sie erkennt, was sie bisher im Leben vermisst hat und ist doch gefangen in alten gewohnten Mustern.

So weit, so gut!

Wenn mich die Geschichte auch interessiert hat, so fühlte ich mich durch den sehr einfachen Erzählstil an ein Jugendbuch erinnert. Die ewige Putzerei kam einer Zwangsneurose gleich und hat mich genervt, die Sprache ist mir zu sehr schlicht gefasst, die Dialoge klingen anspruchslos. Es gibt witzige Szenen und zum Ende versucht der Autor dem Ganzen z. B. durch die Erwähnung der Maslow´schen Bedürfnispyramide etwas mehr Tiefgang zu geben. Für mich hat dieser Roman 3 Sterne verdient. 



Mit Britt-Marie erlebt man unerwartete Freundschaften, die sie auf ihrem Weg begleiten und etwas Schwung in ihr Leben bringen. Wie Menschen in ihren gewohnten Zwängen und Gewohnheiten gefangen sind, kann man hier gut nachempfinden.




Auslosung 4. Gewinnspiel

Heute habe ich mein "Amerika-Gewinnspiel" ausgelost! 

Es gab eine Beteiligung von 11 Leserinnen und Lesern und die Mehrheit interessierte sich für das Buch "Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke".  

Doch nun möchte ich euch nicht länger hibbeln lassen und gebe die Gewinner bekannt!

******************************************************

♥ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ♥



  
Eine Geschichte von Land und Meer

geht an:

Andrea

 


Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

geht an:

Carmen

 


Die Geheimnisse des Küche des Mittleren Westens

geht an:

Tanja Hasirasi


******************************************************

 

Wenn ich eure Adressen habe, machen sich die Bücher schnellstens auf den Weg zu euch!

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit eurem Buch wünsche ich den Gewinnerinnen!


Liebe Grüße Sommerlese!

PS: Liebe Carmen schicke mir doch bitte deine Adresse über das Kontaktformular! 

Freitag, 19. August 2016

Never Knowing - Chevy Stevens

Schockierend und fesselnd geschriebener Thriller

 

Never Knowing Endlose Angst ist der zweite Thriller einer Reihe von Autorin Chevy Stevens.  Er erschien 2011 im Fischer Verlag.
Dieses Buch verspricht was es schon im Titel ansagt: endlose Angst auch beim Leser.


Die Protagonistin Sara ist adoptiert und hat einen kriminellen Vater, einen Serienmörder. Das erfährt sie bei ihren Nachforschungen anläßlich ihrer Heirat.
Hat sie die kriminellen Gene ihres Vaters geerbt. Diese Frage treibt sie um und als ihr Vater Kenntnis von ihr nimmt, beginnt eine Höllenfahrt der Angst. 


 


 

Wenn der eigene Vater ein Serienkiller ist, stellt man sich wohl die bedrohende Frage nach der erblichen Veranlagung. So muss Sara erkennen, wie schwierig diese Angst für sie ist und wie sie damit umgehen soll. 



Der Blick in die Vergangenheit der Protagonistin bringt schlimme Dinge ans Licht, die auch für die Zukunft Gefahr bedeuten.
Man erkennt ihre Angst, vor der Begegnung mit ihrem Vater, aber auch vor einer möglichen genetischen Vererbung vom "Psychopathen-Gen". 

 Die Charaktere sind gut beschrieben, der Spannungsbogen wird bis zum Schluß gehalten und der Erzählstil ist sicher und flüssig. Wie Chevy Stevens hier psychologische Spielchen eingebaut hat, macht die Sache für den Leser zu einem Nervenkitzel. Und gerade Saras Gedanken sind sehr lebendig geschildert. 
   

Dieser Thriller ist zwar unblutig, macht aber dennoch Angst und wirkt noch lange nach dem Lesen nach. 



 


Achtung: Diese Rezension ist deutlich kürzer als meine gewohnten Rezis, denn sie habe sie bereits vor drei Jahren geschrieben. Der Vollständigkeit halber der Chevy Stevens Reihe füge ich sie jetzt noch mal nach.