Ein Roman wie aus dem echten Leben!
Katja Haases Roman Alle Farben des Meeres erscheint im Rowohlt Verlag.
Mit Ende 40 entscheidet sich Sophia Jahre nach ihrer Scheidung für einen Neuanfang. Ihr Sohn Migo iat endlich ausgezogen und sie beginnt als Pflegerin in einem Altenheim in Ostfriesland, wo sie sich schnell einlebt und mit den Kolleginnen und den etwas schrulligen Bewohnern gut auskommt. Besonders der sympathische Pfleger Pawel hat es ihr angetan. Sie hofft nun endlich mal ihr eigenes Glück verfolgen zu können, doch da macht ihr Migo einen Strich durch die Rechnung. Er leidet an Liebeskummer, hat auch noch seine Ausbildung abgebrochen und will wieder bei ihr einziehen. Als wäre das noch nicht genug, kehrt nun noch Sophias Mutter Gordana aus Kroatien zurück und obwohl sie beide kein gutes Verhältnis hatten, möchte sie nun ihren Lebensabend bei Sophia verbringen. Für Sophia startet eine turbulente Zeit und ihre eigenen Wünsche muss sie nun wieder hinten anstellen. Aber meint es das Schicksal ja doch noch gut mit ihr und hält eine neue Liebe bereit!
In diese Geschichte bin ich schnell eingetaucht und war durch den flüssigen und lebendigen Erzählstil immer mittendrin in der Handlung. Die Ausgangslage ist die, dass Sophia nach ihrer Scheidung nun mal Anrecht auf ihre persönliche Freiheit hätte, da schneien ärgerlicherweise ihr Herr Sohn und ihre Mutter ins Haus. Sie müssen sich alle neu zusammen raufen und Sophia ist wieder gefangen in einem familiären Umfeld, wo ihre persönlichen Belange nicht zu interessieren scheinen. Wir erleben ihren Arbeitsalltag im Altenheim und mir gefallen besonders die etwas schrulligen alten Herrschaften mit ihren Marotten, die allesamt sehr glaubhaft rüberkommen. Sophia ist vor allem angetan von ihrem Kollegen Pawel, der so schöne grüne Augen hat. Zu ihren privaten Familienkonflikten kommt hinzu, dass das Heim schliessen soll. Gerade wo sie sich so gut eingelebt hat! Nun müssen sich die Mitarbeiter und Bewohner etwas einfallen lassen, um das Heim zu erhalten.
Der Roman spielt an der Nordsee und zeigt etwas Küstenflair. Die Geschichte ist lebensecht und nah dran an der Realität einer Frau, die bisher alles für ihre Familie getan hat und nun ihr eigenes Leben frei gestalten möchte.
Die Szenen im Seniorenheim wirken glaubhaft, die älteren Herrschaften noch recht rüstig und nicht hochgradig pflegebedürftig. Sie haben alle ihre Eigenarten und sorgen damit für humorvolle Szenen
Insgesamt wurde mir manches zu ausschweifend erzählt, doch das passt auch zu den Figuren und der gesamten Situation. Ich mochte es, wie sich in der Geschichte troz. Der lockere Erzählton und die Variation an Charakteren hat mir gut gefallen und ich fühlte mich Sophia eng verbunden. Der unterhaltsame Roman sorgt für gute Unterhaltung und zeigt, dass es im Leben nicht immer perfekt läuft, aber doch immer Platz ist für Glück, Liebe und Lebensfreude.
Es zeigt sich, dass es für eine neue Liebe nie zu spät ist und wie Menschen an einem Strang ziehen können, wenn es etwas zu erhalten gilt. Ein Roman mit Szenen wie aus dem echten Leben!
***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


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