Montag, 19. September 2016

Montagsfrage # 8



 

Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!


Gibt es Antagonisten, die ihr mehr mögt als Protagonisten bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür?

Der Antagonist ist in der Literatur der Gegenspieler, der den entsprechenden Widerpart zum Protagonisten bildet. Doch nicht immer ist der Gegensatz von Gut und Böse richtig ausgeprägt. Es gibt durchaus auch Antagonisten, die sich von einer positiven Rolle weg verändern und den Protagonisten in seinem Handeln beeinflussen, wie auch immer. Gerade Böse haben ja auch im Buch einen Leidensweg hinter sich, sodass man als Leser ihn verstehen kann oder auch Mitleid empfindet.

Da wäre zum Beispiel Gollum in Herr der Ringe. Eine mitleiderregende Kreatur, die unbedingt in den Besitz des Ringes kommen möchte. Ohne diesen übermächtigen Wunsch wäre Gollum wahrscheinlich gar kein schlechter Charakter. 
Oder Severus Snape in Harry Potter. Er ist in der misslichen Lage, einen Auftrag als Doppelagent ausüben zu müssen, die ihn in die Situation bringt, immer böse zu wirken und sogar Morde geschehen zu lassen. Dabei hat er durchaus sympathische Momente, in denen man seine Rolle hinterfragt und ihm dieses Böse gar nicht zutraut. 
Man überlegt, was den Antagonisten dazu antreibt, böse zu handeln. Warum ist er der Gegenpart und was führt er im Schilde?
Man muss mit dieser Figur mitdenken und sich über dessen Ziele klar werden, eine interessante Rolle im Buch. 
Doch letztendlich muss dem Protagonisten der "Kampf" gegen den Antagonisten gelingen und der Autor muss ihn in die Rolle der Heldenfigur schreiben. 

Daher ist meine Antwort ein "Ja"!

Sonntag, 18. September 2016

Grausame Nacht - Linda Castillo

Packender Thriller über späte Rache


Der Thriller "Grausame Nacht" ist der 7. Band um Kate Burkholder, den die amerikanische Autorin Linda Castillo geschrieben hat. Dieser Band von 2016 und die Reihe erscheinen im Fischer Verlag.


Ein Tornado fegt über Painters Mill in Ohio hinweg und legt nicht nur große Teile der Stadt in Schutt und Asche. Er bringt auch Dinge zum Vorschein, die besser in der Erde geblieben wären. Unter einer eingefallenen Scheune finden Kinder die Überreste eines menschlichen Schädels. Wer ist der Tote, der hier jahrelang vergraben war? Die Obduktion ergibt keinen natürlichen Tod. Nun muss Kate in einem 30 Jahre zurückliegenden Fall ermitteln und gräbt tief in den Geheimnissen der Amisch-Gemeinde von Painters Mill, was diese natürlich nicht gern sehen und ihr dementsprechend ablehnend gegenüber stehen. 





"Ein Kind ist der einzige Schatz, den man mit in den Himmel nehmen kann." Zitat Seite 328  


Schon der Einstieg ins Buch ist total spannend. In einem Rückblick in das Jahr 1985 erlebt die neunjähre Sally Ferman, wie etwas Grauenvolles geschieht. Sofort ist man in der Handlung gefangen und möchte nur noch wissen, was sich hier wirklich abgespielt hat.

Kate Burkholder ist gerade dem Tornado entkommen und begibt sich erneut in Gefahr. Sie ermittelt im Fall eines unbekannten Toten und die Menschen der amischen Gemeinde mögen es nicht, wenn man in ihren alten Familiengeheimnissen wühlt und alte Rache aufspürt. 
Die Einsicht in die zwei völlig verschiedenen Gesellschaftsgruppen ist der Autorin auch dieses Mal wieder gut gelungen. Auf der einen Seite steht die amerikanische Gesellschaft, in Form der Polizistin Kate Burkholder und dann die für uns fremde Welt der Amischen, dieser nach alten Traditionen lebende reale Glaubensgemeinschaft, die sehr authentisch und interessant wiedergegeben ist. Die Darstellung dieser Glaubensollkommen erscheint vorurteilsfrei und mit anschaulichen Beschreibungen ihrer Lebensweise, Ansichten und auch typischen Kleidung. Wie sie wie vor über 100 Jahren ohne Strom, Autos und Landwirtschaftsfuhrpark ihr Leben meistern und tief religiös leben, kann man sich nach dieser Lektüre sehr gut vorstellen. Gerade die eingefügten Dialekte in Pennsylvania-Deutsch haben sehr dazu beigetragen. Man versteht alles wunderbar, denn es wird immer sofort übersetzt. 

Die Thrilleratmosphäre hat mich auch wieder sehr gepackt. Die Todesart ist grausam und lässt einen beim Lesen nicht wieder los. Die Polizei- und Ermittlerarbeit wird genau beschrieben, die verschiedenen Zuständigkeitsbereiche machen es nicht immer leicht. Natürlich wird auch Kate dieses Mal wieder verfolgt, angefeindet und verletzt. Bei diesen Gefahren setzt sie ihr Leben aufs Spiel und versucht das von anderen Menschen in Not zu retten. Sie ist einfach eine Figur, die stark und selbstbewusst ist und in ihrer Rolle als Chief aufgeht. Privat dagegen ist sie eher unentschlossen und zögerlich, was aber mit ihrer Vergangenheit zu tun hat.


In "Grausame Nacht" ist auch das Privatleben von Kate und ihrem Freund John Tomasetti einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Nachdem sie im 6. Band bereits zusammen gezogen sind, erleben sie nun gemeinsam eine neue Prüfung ihrer Liebe. Dieser Einblick in das emotionale Gefühlsleben der beiden Protagonisten zeigt all die Facetten ihrer bisherigen Beziehung und bringt es auf den Punkt. Auch wenn für einen Thriller hier sehr viel Persönliches einfließt, gehört es zu dieser Reihe und belebt das Ganze.


Auch der 7. Band enthüllt eine atmosphärisch dicht gewebte Geschichte, deren Hintergründe und Zusammenhänge logisch und packend aufgeklärt werden. Der Blick in das Leben der Amischen hat mich erneut gut unterhalten und ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieser Reihe.



 

Neuzugänge # 22

Hallöchen meine lieben Bücherfreunde!


Mein Regalzuwachs besteht diese Woche aus folgenden zwei Büchern:




Eva Almstädt - Kalter Grund Pia Korittkis erster Fall: 

Nachdem ich mit dem 9. Fall Ostseesühne diese Reihe für mich entdeckt habe, es war ein Geschenk meines Sohnes, durfte beim letzten Buchladen-Besuch der erste Teil der Ostseekrimi-Reihe mit nach Hause. Es geht um einen mysteriösen Dreifachmor auf einem Bauernhof in Ostholstein. Pia Korittki ist neu bei der Lübecker Mordkommission und tritt ihren ersten Fall an. Sie erkennt, wie sich hinter der Fassade ländlicher Anständigkeit abgrundtiefer Hass und verbotene Leidenschaften verbergen.



BERLN BEIRUT Eine Lüge zu viel - Gitta Mikati:

Zu diesem Buch erreichte mich ein Rezensionsexemplar des Verlages, auf das ich schon sehr gespannt bin. 

Gitta Mikati behandelt ein wenig beachtetes Kapitel deutscher Geschichte: Libanesische Bürgerkriegsflüchtlinge, die ab Mitte der 70er Jahre bis zur Wende in großer Zahl von Ost- nach West-Berlin geschmuggelt wurden.
Die Autorin verarbeitet darin auch persönliche Erfahrungen mit dem Bürgerkrieg im Libanon und aus ihrer Arbeit bei der Berliner Polizei.
Das Manuskript des Romans wurde 2012 im Rahmen des Werner-Bräuning-Literaturpreises in Leipzig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
(Erscheint im Divan Verlag, Buchpremiere am 22. September)


Ich wünsche euch viele schöne Bücher und einen guten Wochenstart!
Eure Sommerlese!

Samstag, 17. September 2016

Die letzten Tage von Rabbit Hayes - Anna McPartlin

Emotional, traurig, humorvoll: so wie das Leben spielt!


Anna Mc Partlin schrieb den Roman "Die letzten Tage von Rabbit Hayes", der 2015 bei rororo erschien. Das Buch habe ich im April letzten Jahres gelesen und nun möchte ich euch noch meine Rezension vorstellen.


In diesem Roman geht es um die krebskranke Rabbit Hayes, 40 Jahre alt und Mutter der 12jährigen Juliet, die in ein Hospiz gebracht wird, um zu sterben. Dabei lernen wir ihre Kranken- und Leidensgeschichte, ihre Familie und Freunde, aber auch ihr Leben kennen.





"Alles, was ich möchte, ist, dass ihr offene Worte findet, dass ihr lacht, Geschichten erzählt und mich in guter Erinnerung behaltet." Zitat S. 438


Anna Mc Partlin hat einen berührenden und emotionalen Roman geschrieben, der tiefe Einblicke in die Seele der todkranken Rabbit gibt, einer tapferen Frau, die trotz ihres schweren Schicksals sehr stark ist und ihre Familie in ihren letzten Lebenstagen enorm zusammen schweißt.  

Bei dieser Geschichte überwiegen nicht die traurigen Seiten der sterbenden Frau. Die Einblicke in ihr Leben und ihre Vergangenheit machen auch ein erfülltes Leben und erlebtes Glück bewusst. Außerdem erlebt man hier auch eine Familie, die mutig zusammen hält, die der Kranken mit Nähe und auch Humor über die schwere Zeit hinweg hilft und Hoffnung gibt. Denn die große Sorge der Rabbit Hayes gilt ihrer geliebten kleinen und dennoch sehr fürsorglichen Tochter, die sie verlassen muss. Ihre Zukunft liegt Rabbit am Herzen und sie möchte sie nach ihrem Tode gut versorgt wissen.

Die Charaktere sind in diesem Roman die großen Highlights. Sie werden mit vielen Stärken und Schwächen versehen und man lernt sie im Verlauf der Geschichte sehr gut kennen. Dabei hat mir besonders der humorvolle Umgang innerhalb der Familie gefallen. Dieser Humor, diese Liebe und Anteilnahme gibt selbst dem Leser Kraft und Stärke mit auf den Weg und das macht diesen Roman so außergewöhnlich eindrucksvoll und interessant.

Auch wenn der Tod von Rabbit von Anfang an dem Leser bewusst ist, so wird das Ende doch mit Spannung und Interesse erwartet. Dieser Roman reflektiert das Leben mit all seinen Höhepunkten und Schattenseiten. Er zeigt welch hohe Wertstellung Liebe, Freundschaft und ein enger Familienzusammenhalt im Leben haben. Das auch über den Tod hinaus ein geliebter Mensch nicht in Vergessenheit gerät, sondern das gemeinsam Erlebte in den Erinnerungen weiter lebt. 

Dieses Buch rührt zu Tränen, wenn man sich die Hilflosigkeit der Situation vor Augen führt, aber es weckt auch die Hoffnung auf ein "in der Liebe getragen sein-Gefühl" und das macht Mut auch über den Tod hinaus.


Ein außergewöhnlicher, bewegender Roman, der mich tief beeindruckt hat und ein ganz besonderes Leseerlebnis darstellt. Für mich eine ganz klare Leseempfehlung über ein dramatisches Schicksal und eine tolle Familie.



 

Rotkäppchen-Kuchen

Leckere Sommertorte gefällig? 


Dann gibt es jetzt ein Rezept zu einem frischen, aber auch sehr sättigenden Rotkäppchen-Kuchen.
Bei Geburtstagen gehört nun mal eine Torte oder ein Kuchen einfach dazu und da habe ich vor kurzem bei der Märchenwelt in die Rezeptsammlung gegriffen und gebacken, ein Teil wird aber auf kaltem Wege hergestellt. Im Sommer finde ich Rezepte toll, bei denen der Kühlschrank auch beim Kuchen für Erfrischung sorgt. Und so sieht das Ergebnis aus, leider habe ich erst beim Anschneiden an ein Foto gedacht!




Zutaten:

Boden

100 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
150 Mehl
50 g Mondamin
2 Teel. Backpulver
2 Essl. Nougatcreme (Nutella)/ oder geriebene Kuvertüre
etwas Milch



Füllung

500 g Magerquark
3 Pck. Sahnesteif
2 Pck. Vanillezucker
100 g Zucker
2 Becher Sahne
1 Limette (Saft)

Belag

1 Glas Sauerkirschen
1 Pck. Roter Tortenguss

Zubereitung:

Aus allen Teigzutaten außer der Nougatcreme einen Rührteig herstellen. Wenn der Teig zu fest ist, mit etwas Milch geschmeidig rühren. Die Hälfte des Teiges in eine Springform füllen. In die andere Teighälfte die Nougatcreme rühren und auf den hellen Teig streichen. Oder einfach auf den kompletten hellen Teig die geriebene Kuvertüre geben. Diese Teigmenge ist für eine 28er Backform gedacht.

Die abgetropften Kirschen auf den Teig verteilen und den Kuchen bei 180 ° ca. 40 Min. backen.  
Den abgekühlten Kuchen mit einem Tortenring umschließen.
Quark mit Zucker, Vanillezucker und 1 Pck. Sahnefest und dem Limettensaft glatt rühren. Die Sahne mit 2 Pck. Sahnefest aufschlagen und unter die Quarkcreme heben. Die Masse auf den abgekühlten Kuchen streichen. Ich habe ein paar Vertiefungen in die Quarkmasse gemacht, das sieht nachher wie Wölkchen aus.
Den Tortenguss mit dem aufgefangenen Kirschsaft nach Vorschrift kochen und auf den Kuchen streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen. 

Und fertig ist der Kuchen!  





  

Freitag, 16. September 2016

Freitags-Füller # 5

Wie doch die Zeit vergeht, es ist unglaublich, schon wieder Freitag!


 

Dies ist ein Projekt von Barbara auf  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Wenn ich könnte würde ich jetzt gern in einen himmelblauen Swimmingpool springen. 

 

2. Weintrauben und Nektarinen sind zur Zeit mein Lieblingssnack. 

 

3. Mein Leben wäre einfacher, wenn ich zusätzlich noch Lesezeit bekäme und sich Wäsche von alleine waschen, trocknen und glätten würde.

 

4. Ein gutes Buch am Abend ist eine schöne Art den Tag zu beenden.

 

5. Erste Eindrücke von anderen Menschen täuschen mich meistens nicht. 

 

6. Wenn ich an Terroranschläge und Kriege denke, wird mir schlecht. 

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine schöne Chorprobe, morgen habe ich eine Einladung zu einer Silberhochzeitsfeier und Sonntag möchte ich beim Gemeindefest singen, Kuchen essen und in der Weinstube das Wochenende ausklingen lassen!



Das waren meine Freitags-Füller, ich bin gespannt auf eure!

 

Donnerstag, 15. September 2016

Die letzte Ölung - Katharina Gerwens

Eine ayurvedische Ölung bringt einen Mord ans Tageslicht


Autorin Katharina Gerwens hat nach ihrer Kleinöd-Reihe nun den zweiten Band "Die letzte Ölung" um Sonderermittlerin Franziska Hausmann aus dem Bayerischen Wald geschrieben. Der Krimi erscheint 2016 im Piper Verlag.



Die Thailänderin Akima ist für ihren Freund, den Bauern Quirin Unterholzner, in den beschaulichen Kurort Hauzenberg im Bayerischen Wald gezogen. Dort hat sie ein Massagestudio eingerichtet, ihre Hände sagt man, sind begnadet und heilen von jeglicher Art von Verspannung. Weil die Kundschaft jedoch noch ausbleibt, arbeitet sie als Leichenwäscherin und erzählt ihrer Kundin Marie, Frau des Staatsanwalts Benno Holdenrieder, davon, wie ihr an einem Leichnam etwas Ungewöhnliches aufgefallen sei. Marie ist die Freundin von Franziska Hausmann und gibt an sie die Infos weiter. Franziska deckt einige Ungereimtheiten auf.  





Dieser Krimi ist toll erzählt und sorgt für gute Unterhaltung, wenn auch die Krimihandlung etwas auf sich warten lässt.

In "Die letzte Ölung" gelingt es der Autorin, mit ausgefallenen Charakteren gut zu unterhalten und die Gefühle der Protagonisten so darzustellen, dass sie mir sympathisch werden. Dabei formuliert sie das Ganze auch noch in einem einnehmenden Erzählstil, der mit der einer kleinen Prise Humor gewürzt wird und auf das Alltagsleben bzw. die Beziehungsprobleme ihrer Figuren eingeht. 


Auch wenn Franziska Hausmann eine Protagonistenrolle innehat, ist meiner Meinung nach Akima, die thailändische Freundin des Bauern Quirin Unterholzner, die wahre Heldin der Geschichte. Denn Akima ist Pysiotherapeutin und hat heilende Hände, mit denen sie ihren Patienten Verspannungen und auch Sorgen wegmassiert. Doch ehe sie über einen echten Kundenstamm verfügt, muss sie sich als Leichenwäscherin beim ansässigen Bestattungsunternehmen verdingen. Dort entdeckt sie beim Herrichten einer prominenten Toten einige merkwürdige Dinge, die später zu weiteren Recherchen führen. Als besonderen Einfall lässt die Autorin Akima eine weitere Frauenleiche waschen, die sich dann aber als Scheintote entpuppt und nur dank Akimas rascher Hilfe überlebt. 


Überhaupt ist Akima eine ganz besondere Frau mit ausgezeichnetem Sprachvermögen. Sie beherrscht perfektes Hochdeutsch mit einigen gewählt klingenden Ausdrücken, die sie in Thailand von älteren deutschen Lehrerinnen gelernt hat. Daneben wirkt ihr zukünftiger Mann Quirin wie ein bayerischer Depp. Aber sie lieben sich und das merkt man ihnen an. 


Die Krimihandlung ist zunächst einmal Nebensache, hier wird ungefähr im 2. Drittel des Buches erst von einem unnatürlichen Tod ausgegangen und die Ermittlungen durch Franziska Hausmann undercover aufgenommen. Unterstützung bekommt sie von ihrem alten Freund Benno, der Oberstaatsanwalt ist.

Auch die privaten Verbindungen von Franziska und ihrem Mann Christian werden im Laufe der Handlung erklärt und Marie offenbahrt ihrem Benno ihr großes Geheimnis.

Die Tote, Alexa Dahlbüdding, war eine ältere bekannte Schauspielerin, die in ihrer elitären Seniorenresidenz scheinbar an Herzversagen verstorben ist. Als Akima sie in der Totenhalle zur Aufbewahrung fertig macht, entdeckt sie interessante Tätowierungen, die für die Presse ein gefundenes Fressen bedeuten. Jahrelang war die Dahlbüdding auf allen Covern der Klatschpresse zu finden und mit dem Interesse an ihr ist noch lange nicht Schluss.


In diesem Krimi erlebt man hautnah mit wie sich das Zusammenleben einer anfangs noch funktionierenden Gemeinschaft im Wohnstift zu einer annonymen Situation entwickelt. Man fragt sich, was hier vorgefallen ist und auch dieses Rätsel löst die Autorin auf.





Dieses Buch kommt als gut zu lesende Unterhaltung daher, zeigt einige besondere Personen und auch die Krimihandlung ist interessant gemacht. Doch die Skizzierung der Charaktere ist der Autorin über alle Maßen gelungen. Hier liegt ihr großes Talent!