Die Montagsfrage gibt es jede Woche von Buchfresserchen und gibt den Lesern so Gelegenheit, die Blogger besser kennen zu lernen!
Gibt es Antagonisten, die ihr mehr mögt als Protagonisten bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür?
Der Antagonist ist in der Literatur der Gegenspieler, der den entsprechenden Widerpart zum Protagonisten bildet. Doch nicht immer ist der Gegensatz von Gut und Böse richtig ausgeprägt. Es gibt durchaus auch Antagonisten, die sich von einer positiven Rolle weg verändern und den Protagonisten in seinem Handeln beeinflussen, wie auch immer. Gerade Böse haben ja auch im Buch einen Leidensweg hinter sich, sodass man als Leser ihn verstehen kann oder auch Mitleid empfindet.Da wäre zum Beispiel Gollum in Herr der Ringe. Eine mitleiderregende Kreatur, die unbedingt in den Besitz des Ringes kommen möchte. Ohne diesen übermächtigen Wunsch wäre Gollum wahrscheinlich gar kein schlechter Charakter.
Oder Severus Snape in Harry Potter. Er ist in der misslichen Lage, einen Auftrag als Doppelagent ausüben zu müssen, die ihn in die Situation bringt, immer böse zu wirken und sogar Morde geschehen zu lassen. Dabei hat er durchaus sympathische Momente, in denen man seine Rolle hinterfragt und ihm dieses Böse gar nicht zutraut.
Man überlegt, was den Antagonisten dazu antreibt, böse zu handeln. Warum ist er der Gegenpart und was führt er im Schilde?
Man muss mit dieser Figur mitdenken und sich über dessen Ziele klar werden, eine interessante Rolle im Buch.
Doch letztendlich muss dem Protagonisten der "Kampf" gegen den Antagonisten gelingen und der Autor muss ihn in die Rolle der Heldenfigur schreiben.
Daher ist meine Antwort ein "Ja"!





