Samstag, 31. Januar 2026

Schietwetter-Suppe

 

                 

Wenn es in der kalten Jahreszeit draußen stürmt oder schneit, sorgt eine warme Suppe für ein wohliges Bauchgefühl und wenn sie dazu noch saulecker schmeckt, hat man selbst Suppenkasper auf seiner Seite. 

Ich liebe Suppen und Eintöpfe als Soulfood und koche sie besonders gern. Durch die Zugabe unterschiedlicher Zutaten sind sie vielseitig und schmecken immer wieder anders und am nächsten Tag meistens noch besser als frisch gekocht. Übrigens werden bei Partys Suppen auch immer gern gegessen.   

Diese Suppe habe ich aus einer Laune heraus gekocht, sie entstand auf der Basis von Hackfleisch und passierten Tomaten, die ich mit sattmachenden Zutaten aufgepimpt habe. 

Die Zubereitung ist ganz einfach, die Kochzeit recht kurz, man benötigt nur einen großen Topf und etwas Zeit zum Schnippeln! Auf einem Kochblog habe ich entdeckt, wie fertige Bihunsuppe hinzugegeben wurde. Das musste ich ausprobieren und wollte wissen, ob das die Suppe verfeinert, verlängert oder geschmacklich verändert.  





Zutaten (für 4-6 Personen):

400 - 500 g Hackfleisch 

1 Flasche passierte Tomaten

1 Tüte Tomatensuppe oder 1 Liter Gemüsebrühe   

2 Bund Frühlingszwiebeln

2 rote Paprika oder 3 

1 Packung frische Champignons  

1 Flasche Chilisauce (250 ml) 

1 Becher Sahne  

1 Becher Schmand

1 kleine Dose Bihunsuppe

Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß oder rosenscharf, getrocknetes Basilikum oder italienische Kräutermischung, eventuell Knoblauchpulver.
 



Zubereitung: 

Die Frühlingszwiebeln in Ringe, die Paprika in kleine Würfel schneiden, die Champignons vierteln. 

Etwas Rapsöl in einem Suppentopf erhitzen, darin das Mett anbraten, dann die Zwiebeln zugeben und mit anschwitzen, danach die Paprikastücke und nach 2-3 Minuten die Champignons mitgaren. 



Mit den passierten Tomaten ablöschen, die Tüte Tomatensuppe und die Flasche Chilisauce hinzugeben, mit 250 - 400 ml Wasser auffüllen und alles gut vermengen. Etwas köcheln lassen und wenn das Gemüse weich ist, füllt man den Becher Schmand und die Sahne hinzu und vermischt alles miteinander. Zum Schluss die fertige Dose Bihunsuppe zugeben, abschmecken und würzen.  

Die Bihunsuppe habe ich geschmacklich nicht wirklich wahrgenommen, habe aber  die glasigen Nudeln auf meinem Löffel entdeckt. Sie würzt die Suppe nur minimal, aber wenn man mal eine unerwartet große Gruppe Gäste zu verköstigen hat, kann man auf die Schnelle mit zwei oder drei Dosen Bihun-Fertigsuppe die Menge um ein Vielfaches verlängern.                                                                 


                                 



Variante: Beim Gemüse könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und könnt Lauch, Möhren, Kichererbsen, Kidneybohnen oder Linsen hinzugegen. Ihr müsst nur darauf achten, dass der Garpunkt passt und z. B. Lauch vorher garen. 

Die Zugabe von Schmand und Sahne ist zugegeben lecker, man kann aber auch Schmelzkäse oder Frischkäse hinzufügen, je nachdem was der Kühlschrank hergibt. Frisches Basilikum sieht als Deko nicht nur toll aus, es schmeckt zu dieser tomatigen Suppe sehr gut. Ich hatte leider nur Trockenkräuter. 


Guten Appetit!

Lesemonat Januar 2026

 








Das Jahr begann sehr winterlich und mit viel Schnee, dann kam die Eisglätte und sorgte für Unfälle und Schulausfall. Der Winter zeigte sein frostiges Gesicht und was so alles in ihm steckt. 

Zwischendurch waren die Temperaturen dann im Plusbereich, die grauen Tage überwogen, aber die sonnigen waren einfach herrlich und im Berggarten konnte ich schon an schneefreien Stellen die ersten Schneeglöckchen sprießen sehen. Dann ist der Frühling nicht mehr weit. 

Meine Besuche im Seniorenheim bei meiner Mutter waren die bestimmenden Termine des Monats. Diese Treffen tun ihr gut und auch ich bin froh, mich noch gut mit ihr unterhalten zu können. Ihr eigenes Zimmer ist schön hell, hat einen tollen Ausblick und mit persönlichen Bildern ist es auch ein Ort zum Ankommen und Wohlfühlen.  

Im Januar kamen einige Gewinne der Advents-Verlosungen an. Dieses Mal war eine kleine Auswahl von Marmelade dabei und zwei Kochbücher haben mich auch erreicht. Herzlichen Dank, solche Überraschungen liebe ich einfach.  

                                 
 
Für 2026 habe ich mich wieder bei der ABC-Challenge von Nicole - Zeit für neue Genres angemeldet. Und ich kann euch berichten, dass ich im Januar sogar mal das für mich schwierige Q bezwungen habe.  

Was lag sonst noch an? 
 
Zu Beginn des Jahres stand eine medizinische Vorsorgeuntersuchung auf dem Programm, ich habe mit mit dem Chor die Geburtstagskinder der letzten Monate gefeiert und mit meiner Familie einige Treffen erleben dürfen. 
  
  
Der Januar startete mit einem tollen Highlight aus dem Diogenes Verlag, das ich noch von der letzten Buchmesse auf dem SuB hatte. "Sing, wilder Vogel, sing" hat mich total überzeugt und sich gleich als Lieblingsbuch für den Januar etabliert. 
Überhaupt konnte ich mich mal dem SuB widmen, ich hatte kaum Bücher angefragt, bzw. zugesagt und konnte diese "freie" Phasen mal ausnutzen. Ganze vier Bücher sind nun gelesen und bringen nun meinen SuB in den einstelligen Bereich. 

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Monatsübersicht nach Genres 12:

Krimi:                      1
Thriller:                    0
Roman:                    7
Histor. Roman:          1
Kochbuch:                0
Sachbuch:                1     
Kinderbuch:              6
Biografie:                  0
Sonstige:                  0


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Meine Buchlieblinge im Januar:     

 

Sing, wilder Vogel, sing - Jacqueline O´Mahony 

                                       
 
Dieser berührende Roman ging mir tief unter die Haut! O’Mahony zeigt in ihrer Geschichte die Parallelen zwischen ausgewanderten Iren und den vertriebenen indigenen Cayuse auf. Beide sind auf der Suche nach einer neuen Bleibe, einer Heimat, wo sie Wurzeln treiben können.
 
 
 
                                         

In diesem Buch ist Weihnachtsmagie versteckt und schon vom Cover her konnte dieser Roman gar nicht besser in den verschneiten Januar passen. Wenn die Atmosphäre so nachspürbar wird, kann man umso besser in der Geschichte eintauchen. Ein gefühlvolles Märchen für Erwachsene, dass die Menschlichkeit feiert.
 

Niemands Töchter - Judith Hoersch 

 
Dieser Roman beschäftigt sich mit unterschiedlichen Erlebnissen und Geschichten von vier Frauendie sich mit ihrem Denken, Fühlen und Träumen der Leserin nach und nach immer mehr öffnen. Die Autorin macht sichtbar welche Folgen familiäres Schweigen haben kann.
Auch wenn es für mich kein 5-Sterne-Roman war, so habe ichdieses Buch doch sehr interessiert gelesen. 

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Die meistgeklickten Blogbeiträge im Januar:

Neben den Dauerbrennern wie den beliebten Top-Ten-Thursday-Beiträgen, den Wochenrückblicken und dem Freitags-Füller, wurden die Buchtipps des Jahres 2024 häufig angesehen und kommentiert. 
 
Insgesamt hatte ich 45.478 Blog-Aufrufe (Vormonat 35.651), ganze 25 Posts erstellt und 248 Follower.
   
 
Auf meinem Instagram Account stieg die Zahl der Follower von 2200 im Vormonat auf 2242. Ich freue mich über jeden einzelnen Menschen und es ist für mich ein großer Anstieg!  
 
 

Beliebte Buch-Rezensionen:  


Wie Treibgut im Fluss - Andreas Wagner

 

Ein berührendes und aufklärendes Generationenporträt über Auswanderer aus dem Hunsrück, die am Niederrhein eine neue Heimat fanden. Die Gegensätze zwischen Protestanten und Katholiken werden im Roman gut sichtbar gemacht, sie zeigen, wie Menschen an ihren Traditionen hängen und sich von Religion und Ansicht leiten lassen.  

Die tollsten Tierbabys aus aller WeltNational Geographic Kids

                        

Ein wunderschönes Fotosachbuch für Kinder über Tierkinder aus aller Welt. Neben bekannten Tierarten werden auch mal ein paar exotischere Arten vorgestellt und mit Faktenwissen und tollen Fotos der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung näher erklärt. Dieses Wissen wird spielerisch verbunden mit interaktiven Fragen, die die Kinder zum Nachdenken über ihr Leben im Vergleich zu dem der Tiere anregen. Diese Fragen und spezielle Elterntipps sind für mich der besondere Clou des Buches, denn sie sind nicht nur Denkanstoß, sondern auch mit viel Spaß verbunden.
                                                               

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Der Februar steht in den Startlöchern, ich beginne ihn gleich mit der Geburtstagsfeier meines Sohnes und bin gespannt, was mir der Monat so an Büchern und Lebenserlebnissen bieten wird. 
 

Ich wünsche euch einen schönen Februar!

Eure Sommerlese! 

Freitag, 30. Januar 2026

Wie Treibgut im Fluss - Andreas Wagner

Ein berührendes und aufklärendes Generationenporträt 

Der Roman Wie Treibgut im Fluss von Andreas Wagner erscheint im Droemer Verlag.  

Vor 250 Jahren stehen viele arme Bauern im Hunsrück vor dem Problem, ihre Familie ernähren zu können. Einige von ihnen treibt die Sehnsucht nach einem besseren Leben zu einer Auswanderung nach Amerika. Auch Peter wird von Anwerbern überzeugt und möchte auswandern, das scheitert aber schon in den Niederlanden, wo er nicht zum Hafen durchgelassen wird. Eine Rückkehr wäre eine Blamage und keine Option, die einzige Chance bietet sich ihm in einer Ansiedlung am Niederrhein, wo Arbeitskräfte und Landwirte gebraucht werden. Die protestantischen Neuzugezogenen werden von den katholischen Bewohnern dieser Gegend misstrauisch beäugt und ausgegrenzt. Freundschaften zwischen beiden Religionsrichtungen werden abgelehnt. Hier lebt man noch sehr engstirnig in seinen alten Traditionen und da gehört der Katholizismus unbedingt dazu. 

Jahrzehnte später freundet sich das protestantische Mädchen Ännie mit der gleichaltrigen Katholikin Josephine an, trotz aller religiösen Anfeindungen und Kontaktverboten halten sie die Freundschaft aufrecht und bleiben sich noch als Ehefrauen und Mütter bis in den Tod eng verbunden.    


 

Josephines Enkel ist der Ich-Erzähler Niklas aus der Gegenwart, der die Geschichte seiner Großmutter erst nach ihrem Tod heraus findet. Niklas wandert mit seinem Sohn am Rhein und hofft, aus der Geschichte seiner Großmutter zu lernen, denn er möchte seinem Sohn ein guter Vater sein. Seinen Sohn hat er nur tageweise bei sich, er betrog seine Frau und muss nun mit dieser Regelung klar kommen. 

Dem Rückblick in die Vergangenheit bin ich gespannt gefolgt, es geht ums nackte Überleben, um Armut und Krieg, der Menschen auseinander reißt. Es geht um Werte, die in dieser neuen Heimat weiter gelebt werden und damit Sicherheit und Zuversicht geben. Die Distanzierung von Menschen aus religiösen Gründen ist immer schwierig, doch es hat mich erschüttert, weil beide Religionsrichtungen zum Christentum gehören. Diese Schilderung hat Andreas Wagner sehr eingehend offen gelegt und meinen Blick darauf  gelenkt. Beim Lesen stellte ich mir einige Fragen zu Heimat und Gemeinschaft. Wie geht Integration heute und wie war es früher? Die Unterschiede sind gar nicht so gewaltig, auch heute noch bleiben viele Religionsgemeinschaften gern unter sich.  

Andreas Wagner lenkt den Blick des Lesers sehr direkt auf die Lebensumstände seiner Figuren. Ohne kritisch zu werden macht er das Leben und die gesellschaftlichen Zustände seiner Charaktere sichtbar und erzählt von Familie, Freundschaft und Trennung, von Heimat und neuem Ankommen, von Abgrenzung aus Religionszugehörigkeit und von Hoffnungen und Niederschlägen.     

Für mich war der historische Teil der Geschichte der durchaus interessantere und fesselndere, die Handlung um Niklas war eher unterhaltsam und hat den Zusammenhang zwischen den Generationen hergestellt. 

Diesen Roman empfehle ich allen, die sich für geschichtliche Hintergründe interessieren und dabei bewegende Charaktere begleiten möchten. 

 



Donnerstag, 29. Januar 2026

Top Ten Thursday #220

 

                                            

                  

Blogger:innen erstellen Listen mit Buchtiteln beim TTT Top Ten Thursday bei Weltenwanderer. Hier ist meine persönliche Top Ten Liste.

*Bilde aus den Anfangsbuchstaben von 10 Buchtiteln das Wort WINTERZEIT   

 
Zweimal ein I, zweimal ein E und zweimal ein T, dazu noch ein Z und ein W, das ist nicht einfach! Aber was soll ich sagen, es hat geklappt! Hier ist meine Winterzeit, die Cover passen jedoch leider nicht zum winterlichen Thema.   
 
 
  
W. Wut und Liebe - Martin Suter
 

                                         
 

Eine gelungene Mischung aus Gesellschaftsroman und Krimi, in dem Suter mit unerwarteten Wendungen zu überraschen weiß.  
 
I. In den Scherben das LichtCarmen Korn 

                                        

Ein gut geschriebener, anschaulicher Roman über Hoffnung und Neubeginn nach den Schatten- bzw Kriegsjahren!
 
  
N. Nachteule - Ingrid Noll
 
                                          
 
Wieder ein Highlight von Ingrid Noll, dieses Mal über ein junges Mädchen, das sich in kriminelle Dinge verwickelt.  
 
T. Das Teufelshorn - Anna Nicholas
 
                                             
 

Ein guter Urlaubskrimi mit schönem Mallorca-Flair und einer tollen Ermittlerin.                                                       


E. Evil Grandma - Line Baugstø 
 
                                                        


Ein unterhaltsamer und nachdenklich machender Roman um das Thema "Hotel Mama", der mit seinen Figuren für lustige und satirische Unterhaltung sorgt.   
 
 
R. Rehragout-Rendezvous - Rita Falk 

                                            

Unterhaltsamer Krimi mit dem typischen Machogehabe vom Franz Eberhofer.  
 

Z. Zypressensommer - Teresa Simon
 

                                       
 
Diese Familiengeschichte hat mich mitgerissen, die historischen Einblicke in das Wirken der Resistenza und die bewegenden Schicksale der italienischen Militärinternierten in Deutschland haben mich nachaltig beschäftigt und sehr berührt.
 
 
 
Ein fesselnder Roman über Hamburg mit starken Frauenfiguren, einer spannenden Krimihandlung und der Hoffnung nach besseren Zeiten. 
 
I. In uns der Ozean - Theresia Graw
 

                                       
 
Mitreißender Roman über die Biologin Rachel Carson, die sich gegen den Einsatz von DDT stark machte.                             

T. Tage wie Salzwasser - Sita Maria Frey


 
 
Ein herzerwärmender Roadtrip der besonderen Art mit schönen Reisebeschreibungen und vielen Emotionen.
 

Wie sieht eure Winterzeit aus? 

  

Liebe Grüße,

Sommerlese