Eine Dreiecksbeziehung der besonderen Art
Im Roman "Vier Pfoten am Strand" aus dem MIRA Taschenbuch Verlag erzählt Petra Schier eine weitere Geschichte mit Hund.
Ben Brungsdahl ist als berühmter Künstler für Skulpturen schon weit durch die ganze Welt gereist, eine künstlerische Auszeit führt ihn an die Nordseeküste ins ruhige Lichterhaven. Er nimmt einen jungen Hund bei sich auf, allerdings hat die Bulldogge Boss schon einiges mitgemacht und muss sich erst mal an Ben gewöhnen und ihn als Herrchen akzeptieren. Wie gut, dass in der Nähe eine Hundeschule ist. Die Tiertrainerin Christina gibt Ben gute Tipps für den täglichen Umgang mit Boss und schon bald freunden sich die drei immer mehr an.
Petra Schier entführt ihre Leser nach Körbchen mit Meerblick erneut nach Lichterhaven.
Ihre zauberhafte Liebesgeschichte entwickelt sich selbstverständlich nicht ohne einige Hürden und Missverständnisse, das wäre einfach zu glatt und langweilig. Man erlebt als Leser die Schmetterlingsgefühle der sympathischen Protagonisten hautnah mit und natürlich spielt Boss, wie sein Name schon vermuten lässt, eine nicht gerade nebensächliche Rolle. Er ist der Dritte im Bunde und dank seiner Bemerkungen zu allen Aktionen eigentlich der heimliche Star. Das lockert den Roman nicht nur humorvoll auf, sondern schließt sozusagen den Kreis um die Dreiergruppe. Gemeinsam genießt man ihre Strandspaziergänge am Meer, das Alltagsleben mit einem immer hungrigen Hund und die Übungen in der Hundeschule.
Überhaupt schafft Petra Schier eine sehr authentische Atmosphäre, lässt mit unerwarteten familiären Ereignissen und auch Sorgen, sowie Bens beruflichen Schaffensphasen eine unterhaltsame Geschichte entstehen, der man sich nicht entziehen kann. Einige Nebenfiguren tauchen natürlich auch auf, da sind Lars und Luisa, die Familie, insbesondere die Großeltern von Christina und einige andere Figuren. Sie alle sorgen für mit ihrem Verhalten für Unterhaltung und allgemeine Spannungsmomente.
Vom Schreibstil her erwartet den Leser eine locker-flockige Erzählung, die natürlich hauptsächlich die Dreierbande fokussiert. Man darf sich auf Bens künstlerische Ader freuen, egal, ob aus Marmor gemeißelt oder mit dem simplen Draht einer Büroklammer.
Aber auch die Erziehungstipps von Hundeflüsterin Christina sind lesenswert, wer einen Hund hat, wird hier manches wissen. Aber aus Hundesicht gesehen, macht es noch mal so viel Spaß.
Dieser Roman ist eine frische, leicht beschwingte und auch romantische Lektüre für den Sommerurlaub oder einfach nur zum Abschalten. Auch wenn das Ende nicht gerade die große Überraschung wird, sorgt diese Geschichte für schöne Lesestunden.
***Vielen Dank an HarperCollins Germany für dieses Reziexemplar!***
[Werbung nach § 2 Nr. 5 TMG] Ich möchte darauf
hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus
freien Stücken veröffentliche.
Ein zauberhafter Wohlfühlroman
Der Roman "Herzensräuber" ist das Debüt der Autoin Beate Rygiert. Das Buch erschien 2017 im Blanvalet Verlag. (Werbung)
Tobias
Griesbart macht Urlaub in Spanien Urlaub und wird auf das Schicksal eines eines Straßenhundes aufmerksam, dessen Herrchen, der Postbote Pepe, vor kurzem verstorben ist. Er nimmt den Hund mit zu sich nach Heidelberg und tauft ihn Zola nach Emile Zola, denn Tobias ist Besitzer eines Buchantiquariats. Zola entwickelt schnell Vertrauen und Zuneigung für Tobias und wird ein wichtiger Teil seines Lebens.
Das Antiquariat wirft keinen Gewinn ab, Tobias ist zu gutmütig, um als Geschäftsmann den Laden zu führen. Zola wird der Star des Buchgeschäftes, denn er vermag es, durch Geruch und Hundeinstinkt das passende Buch für jeden Kunden zu erschnüffeln. Tobias erbt eine alte Villa von seiner Großmutter und zieht zu den dortigen Bewohnern, einer kratzbürstigen Alten namens Frau Kratzer und der alleinerziehenden Alice mit Tochter Emma. Statt Geld aus dem Erbe zu schlagen, lässt sich Tobias auf diese besondere WG ein und lässt sein Buchantiquariat dorthin umziehen.

Gleich vorab, ich bin keine Hundebesitzerin und mag es nicht so gern, wenn Bücher aus der Perspektive von Tieren geschrieben werden. Doch bei diesem Buch konnte ich gar nicht anders als mit Zola zu sympathisieren und die Vorgänge in seiner neuen Heimat gespannt mitzuverfolgen.
Wie schnell sich Zola seinem neuen Herrchen Tobias treu ergeben zeigt und ihm ohne Wenn und Aber folgt und für ihn nur das Beste will, hat mich schon beeindruckt. Natürlich ist das etwas dick aufgetragen und natürlich sind Hunde keine Superhelden, aber diese Geschichte ist ganz zauberhaft und man sieht bald darüber hinweg, dass Zola in diesem Buch zum echten Superhund wird.
"Herzensräuber" ist ein liebevoll geschriebener Roman zum Wohlfühlen und sich unterhalten lassen. Fast scheint es so, als ob Zola für Tobias mitdenken muss und ihm insofern überlegen ist, denn Tobias wird neben seiner Gutmütigkeit auch eher passiv und schwach gezeigt. Während Zola durch seine Instinkte und seinen hervorragenden Geruchssinn zwischen positiven und negativen Personen unterscheiden kann, Gefahr wittert und im Notfall nicht nur gefährlich aussehen, sondern auch mal zubeißen kann.
Hundeliebhaber werden ihn einfach lieben und alle anderen auch!
Bei diesem Buch gelingt die Verbindung zwischen einer interessanten Handlung, den besonderen Schicksalen der charmanten Charaktere und der bedingungslosen Liebe und Fürsorge eines Hundes für seine neuen "Rudelpersonen". Zolas Gedanken zeigen die menschliche Welt aus seiner Sicht. Diese Einblicke lassen mich lächeln und es ist amüsant zu beobachten, welche Bedeutung menschliches Handeln aus Hundeaugen haben kann.
Neben den literarischen Herzensräubern, also den bestimmten auf Personen zugeschnittenen Buchtiteln, werden auch echte Probleme wie häusliche Gewalt und Mobbing im Buch thematisiert.
Wie die Charaktere damit zurecht kommen und welche Veränderungen der Einfluß von Zola auf die Personen hat, ist etwas überspitzt, aber dennoch zauberhaft dargestellt. Die Charaktere muss ich auch noch lobend erwähnen, es gibt Gute und Böse und gerade der Mix macht die Geschichte so herzerwärmend und fesselt den Leser an das Buch.
Nicht nur für Hundeliebhaber ein zauberhafter Wohlfühlroman.
***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für die Überlassung dieses Reziexemplares!***
Ein wunderschöner Blick auf die Gemälde großer Künstler und ihre vielfältige Darstellung in der Malerei von Hunden und Damen.
Hunde und Damen in der Malerei
"Frauen und ihre Hunde" heißt der Kunstbildband von Ulla Fölsing aus dem Thiele & Brandstätter Verlag. (Werbung)
In
den letzten Jahrhunderten haben viele Porträtmaler in ihren Gemälden
die spezielle
Verbundenheit von Frauen und ihren Hunden eingefangen. Durch die
gemeinsame Darstellung wurden die Bilder lebendig, zeigten die
Besonderheiten zwischen den verschiedenen Frauenbildern und entsprachen
der jeweiligen Zeit. Ulla
Fölsing gibt uns einen Einblick in die Welt der Kunst, nach dem Motto:
Nicht ohne meinen Hund!
Ob nun Göttinnen, Damen von Adel, Kurtisanen,
Bürgerinnen oder Mütter und Töchter, sie alle haben einen treuen Begleiter an ihrer Seite, ihren Hund.

Das
Buch beginnt mit einem interessanten Vorwort von Elke Heidenreich, die
selbst Hundebesitzerin ist. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie
einen Hund nicht als Partner- und Kindersatz sieht, sondern als ein
liebevolles "Zwischenwesen", das für jedes Familienmitglied eine andere
Bedeutung hat. Als treuer Begleiter ist ein Hund
jedenfalls unschlagbar.
Dieser Bildband ist hochwertig
aufgemacht, die abgedruckten Gemälde sind recht großformatig und von
großer Farbgenauigkeit und Brillanz. Zu jedem Bild gibt es eine
ausführliche Erklärung der Autorin, in der sie die Beziehung zwischen
Hund und Dame oder die zeitgemäßen Umstände des Bildes näher erörtert.
Aber auch auf die jeweiligen Künstler und ihre Intention der Darstellung
geht sie genauer ein.
Die Gemälde werden in 12 verschiedene
Kapitel eingeordnet, es wird eingeteilt nach den verschiedenen
Darstellungen von Hunden in der Malerei.
Den Auftakt machen Hunde auf Herrscherportraits, schon seit Jahrhunderten sind sie Wächter von Tugend, Treue und Status.
Aber auch den Minihunden von Adelsdamen und Kurtisanen ist ein Kapitel gewidmet. Minihunde waren kostbare Tiere,
Begleit- und Schoßhunde. Die Tiere waren nicht minder adelig wie ihre
Besitzer und so schmückte man sich mit ihnen als Statussymbol.
Später im Bürgertum wurden Hunde zu Gefährten im Alltag. Renoir, Bonnard,
Matisse, Caroline Mundt waren Künstler, die diese Bürgerlichen
mit ihren Hunden darstellten.
Auch bei Müttern gesellte sich
häufig zum Kind ein Hund. Hier glänzen Gemälde von Tissot, Reynolds,
Manet und Arthur Elsley zum tierischen Familienmitglied.
Wenn Künstler die eigene Frau oder den eigenen Hund abbilden, soll das
möglichst attraktiv und individuell sein, sozusagen als Markenzeichen
für das eigene Können. Das beherrscht ganz besonders der Norweger Peder Severin Krøyer, ein
Impressionist. Das Titelbild des Buches zeigt die wunderschöne Darstellung seiner Frau in Skagen.
Hunde sind auch Stimmungsbarometer, Boten von Glück und Melancholie. Carl
Larsson, der mit Bildern seiner Frau Karin die skandinavische Wohnkultur
abbildete, zeigt die besonderen Elemente Helligkeit, fröhliche Farben und Funktionalität.
Der
Hund ist natürlich ein Partner für Spiel und Spaß, aber auch als
modisches Accessoire wurden Vierbeiner von Frauen in Szene gesetzt. Wie
die Gemälde diese Funktionen einfangen, erstaunt beim Anblick immer
wieder.
Was man aber diesem Buch auf jeden Fall entnehmen kann, ist diese Aussage:
Der Hund ist der beste Freund auf allen Lebenswegen.
Wer
sich für Kunst interessiert, selbst auch einen Hund hat oder einfach
nur gern Gemälde anschauen möchte, findet mit diesem wunderbaren
Bildband eine Menge Anschauungsmaterial.
***Dieses Buch habe ich bei einer Verlosung auf Lovelybooks gewonnen. Herzlichen Dank an den Verlag für die Übersendung dieses Bildbandes!***