Charmant geschrieben, doch die Geschichte hat mich nicht mitgerissen!
David Foenkinos Roman "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich ein paar Monate lang ein Bestseller. Die deutsche Übersetzung erscheint 2017 in der Deutschen Verlagsanstalt.
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Im
bretonischen Finistère gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie
sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort
eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum
Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes.
Niemand hätte ihm dieses Buch zugetraut.

"Die
Bibliothek der abgelegten Manuskripte war sein Lebenswerk, kann man wohl
sagen. Seine Errungenschaft gründete auf dem Scheitern der anderen!"
Zitat S. 52
Bei diesem Roman hatte ich eine zu hohe Erwartungshaltung, die sich leider nicht erfüllt hat.
Die
Idee hinter dem Roman ist die Tatsache, das Schriftsteller, deren Werk
nicht zur Veröffentlichung kam, ihre Bücher in der Bibliothek der
abgelehnten Manuskripte abgeben. Diese Sammlung ist eigentlich kein
Erfolg, aber es gibt natürlich dort Bücher, die vielleicht doch so gut
sind, um veröffentlicht zu werden, wie das besagte Buch von Monsieur
Pick.
Magali ist dort Angestellte, auch wenn sie Bücher eigentlich nicht so interessieren.
Delphine
ist Junglektorin und sucht neue Bestseller. Sie lernt den
Schriftsteller Frédéric kennen und gemeinsam besuchen sie die Bibliothek
und entdecken dort den hervorragenden Roman von Henri Pick, einem
verstorbenen Pizzeria-Bäcker. Nun gilt es die Familie Picks von der
Veröffentlichung zu überzeugen.
Die Geschichte geht langsam und
humorvoll los, der Erzählstil ist charmant und gefällt mir mit seinen
poetischen Wortgefügen recht gut, aber dann irrt die Handlung zwischen
verschiedenen Personen hin und her. Es folgen Beziehungsdramen und die
hätte ich bei diesem Buch überhaupt nicht erwartet, sie stehen auf den
ersten Blick in keinem Zusammenhang. Nun verändern sich aber die
Personen durch Picks Roman in ihrer Art und genau diese Entwicklung
verbindet die Charaktere auf wundersame Weise. Mir fehlte aber die
Spannung und der entscheidende Tiefgang in der Handlung.
Dieses Buch berichtet in amüsanter Weise über die Liebe zur Literatur und zum Leben.