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Samstag, 14. September 2024

Ostseefinsternis - Eva Almstädt

Ein geheimnisvoller Fall und eine alte Familienfehde  


Der Krimi "Ostseefinsternis" von Eva Almstädt ist der 19. Fall der Pia Korritki-Reihe, die bei Lübbe erscheint. 

Pia fährt in den Herbstferien mit Sohn Felix und Marten in sein neues Haus in Kaltenbrode an der Ostsee und freut sich auf eine schöne gemeinsame Zeit. Doch kaum dort angekommen ruft Pias Chef sie zu einem neuen Fall in der Nähe. In einer Bucht wurde die Leiche eines Mannes gefunden und ein weiterer Überfall in der Gegend ereignete sich dort wenige Wochen zuvor, Opfer war die junge Stella Böttcher.  Beim Toten handelt es sich um Benno Hagenberg, er war der Geliebte von Stella. Somit deutet sich ein Zusammenhang der Fälle an. Pia soll nun herausfinden, wer von den Mitgliedern der Familie ein Mordmotiv gehabt haben könnte. Durch die Familienfehde zwischen den zahlreichen Familienmitgliedern gestalten sich die Ermittlungen recht schwierig. Aber der Grund für den Mord könnte ja auch woanders liegen. 




In diesem Fall stürzt sich Pia trotz ihres Urlaubs in die Ermittlungen und hat es mit zahlreichen Personen und auch Verdächtigen zu tun, die Befragungen nehmen einen Großteil der Handlung ein. Das ist auch schon gleich zu Beginn meine entscheidende Kritik an diesem Krimi. Man kann trotz Personenregister schon mal den Überblick verlieren und muss sich konzentrieren, um die jeweilige Person auch entsprechend einordnen zu können. Die Befragungen sind zeitaufwendig und Pia hat ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrem Sohn Felix und Freund Marten. Denn eigentlich wollten sie die Ferien gemeinsam verbringen. 
 
Pia und Kollege Broders finden schnell heraus, dass zwischen den zwei Familien Böttcher und Hagendorf eine alte Fehde vorherrscht, die sie seit langer Zeit entzweit. Die wahren Gründe für den Zwist möchte niemand nennen, die jüngere Generation scheint nichts zu wissen. Dieses Geheimnis zu lüften hat für mich den größten Reiz an der Geschichte ausgemacht. Man muss sich lange gedulden, bis der Grund endlich am Ende gelüftet wird.  
 
Das Mordmotiv lässt Varianten wie geschäftliche Probleme, Eifersucht oder einen Racheakt zu, insgesamt war mir das Ganze zu wage, denn hier sind so viele Personen verdächtig, das ich mich einfach nicht festlegen wollte. Die Auflösung hat mich nicht wirklich überrascht, doch die Erklärung hatte für mich einen sehr konstruierten Beigeschmack.  

Der Krimi ist wieder durchzogen vom Privatleben Pias, diese Unterhaltung bringt ein wenig Abwechslung in die recht ausufernde Polizeiarbeit. Spannend wird es nur am Ende, doch das ist mir für den gesamten Krimi einfach zu wenig.  

Dieser Band der Krimireihe konnte mich leider nicht von sich überzeugen, denn er ist mit zahlreichen Personen und Verhören überfrachtet und lässt nur am Ende Spannung aufkommen. 


                                                


Freitag, 6. September 2024

Ostseenebel - Eva Almstädt

Gute Krimiunterhaltung im Ostseenebel

In "Ostseenebel" schickt Eva Almstädt ihre Ermittlerin Pia Korittki zum 18. Mal ins Rennen, der Krimi erscheint im Lübbe Verlag.  

Pia Korittki wird zur Unterstützung der örtlichen Polizei an den Küstenort Stüvensee geschickt. Dort wurde im Garten eines Ferienhauses von der Urlauberin Alva Dohrmann ein brutal zugerichteter Toter gefunden, bei dem es sich um den umstrittenen Bürgermeister des Ortes handelt. Pia ermittelt in alle Richtungen. Der Fall wird brisant als die Urlauberin spurlos verschwindet und eine weitere Leiche gefunden wird.   

 



Der Fund eines erschlagenen Bürgermeisters im Seerosenteich führt Pia Korittki und ihr Kollege Broders von der Kripo Lübeck nach Stüvensee, sehr zum Unmut des örtlichen Revierleiters Holger Jansen. Sie finden heraus, dass der Tote einige Feinde hatte und die Nichte und Alleinerbin des Toten und andere Bewohner haben eher dürftige Alibis. Und Alva Dohrmanns Verhalten mutet merkwürdig an, als sie verschwindet, stehen für die Ermittler noch mehr Fragen offen.

Wie gewohnt ist "Ostseenebel" ein gut geschriebener Krimi mit einer Prise Lokalkolorit, in dem Eva Almstädt ihre Protagonistin Pia in einen mysteriösen Mordfall schickt und mit reichlich Ermittlungstätigkeit eindeckt. Der tote Bürgermeister hatte einige Feinde und es gibt viele Tatverdächtige, die alle irgendetwas zu verbergen haben. Als unterhaltsame Note wird wie gewohnt Pias Privatleben einbezogen und das Miteinander mit den Kollegen zeigt das kollegiale und freundschaftliche Verhältnis, das in keinem der Bände fehlen darf. Der Fall enthält einige falsche Fährten und Wendungen, die den Leser zum Miträtseln einladen und die nebelige Atmosphäre an der Ostsee sorgt für den passenden Hintergrund dieses Krimis.  

Die Hauptcharaktere sind wie gewohnt gut gezeichnet und ich habe mich gefreut, Pias Privatleben mit ihrem Sohn Felix weiter verfolgen zu können. Das nimmt in diesem Band aber nur wenig Raum ein. Die Handlung ist gut aufgebaut und liest sich flüssig, dafür sind die Wendungen und falschen Fährten auf undurchschaubare Figuren aufgebaut, was auf mich doch sehr konstruiert wirkt. Man kann hier zwar mitraten, aber die vielen Verdachtsmomente werden so schnell durch weitere Spuren überlagert, dass man keinen klaren Durchblick hat, was oder wer wirklich dahinter stecken könnte. 

Zum Ende sorgt ein Alleingang Pias noch einmal für einen Anstieg der Spannungskurve, die Auflösung erfolgt dann aber doch recht plötzlich und bei einigen Figuren bleiben Fragen offen. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, sie wurden alle nur erfunden, um vom Täter abzulenken. 

Dieser Krimi fügt sich lückenlos in die Reihe der Ostseekrimis von Eva Almstädt ein und lässt Pia einige Geheimnisse der Ortsbewohner aus der nebeligen Stimmung aufdecken und einen Täter dingfest machen. 

Gute Krimiunterhaltung im Ostseenebel, bei der mir das gewisse Etwas gefehlt hat!


                         

Sonntag, 21. Juli 2024

Tod im Strandhaus - Petra Tessendorf

Solider Krimi mit interessanter Schilderung einer Sturmflut

Der Kriminalroman "Tod im Strandhaus" von Petra Tessendorf erscheint im Emons Verlag, es ist der dritte Band der Reihe um Kommissar Paul Lupin.
 
Am Strand von Graswarder in Heiligenhafen findet Paul Lupin einen Toten, kurz darauf ist er verschwunden. Er ruft seinen Freund Kommissar Heimdahl zu Hilfe, der ihn zu einer Teilnahme an einer Fastenwanderkur in der benachbarten Strandvilla überredet, um dort Hinweise auf den Toten zu finden. 
Es gibt eine Spur, die in die siebziger Jahre zum legendären Hippiefestival in Heiligenhafen führt, bei dem auch Pauls Vater auf der Bühne stand. Brisant wird es, als ein weiterer Todesfall geschieht. Was ist hier los und wer hat ein Motiv zum Töten?  
 




 
Mir war nicht bewusst, dass "Tod im Strandhaus" der dritte Band der Reihe um Paul Lupin ist. Deshalb hatte ich auch einige Mühe, in das Buch hinein zu finden.

Aufgrund der vielen Figuren war es mir nicht möglich, sie alle gleich gut einordnen zu können. Ich hätte mir der Einfachheit halber ein Personenregister gewünscht, das ich mir selbst angelegt habe, um den Überblick nicht zu verlieren. So konnte ich mich mit den Personen besser arrangieren und habe mein Hauptaugenmerk auf die Ermittlungen gesetzt. Das war allerdings nicht so einfach, immer wieder stören nebensächliche Handlungen den Lesefluss, was mich bei Krimis einfach stört. Der Fall führt auch in die Vergangenheit in die 70er Jahre, diese Szenen sorgen für abwechslungsreiche Einblicke, wobei ich die entscheidenden Puzzleteile lange Zeit nicht mit den aktuellen Morden verbinden konnte. Unter den Personen wurden Paul und sein Vater Johann mir mit Abstand am sympathischsten. Mich hat es gewundert, das Johann angeblich demente Züge haben soll, mir erschien er doch recht klar und geistig sehr fit. Zwischen Vater und Sohn gibt es ein paar humorvolle Dialoge, den angekündigten schwarzen Humor habe ich aber vermisst. 
 
Der Erzählstil lässt sich leicht lesen, die bildhaften Beschreibungen der Landschaft, der Natur und der Stimmungen während der Wettereskapaden an der Ostsee sind der Autorin besonders gut gelungen. 
Auf eindringliche Weise werden hier die Folgen der Sturmflut beschrieben, die Zerstörung und Überflutung der Häuser an der Wasserkante werden deutlich sichtbar gemacht und man ahnt, wie hoch die Schäden ausfallen. 
 
Die Spannungskurve verläuft auf einem unterschwelligen Level, die Ermittlungen nehmen viel Raum ein und die Tatvorgänge versteht man erst im Nachhinein.  

Dieser solide geschriebene Ostseekrimi lässt bildhaft die Landschaft am Meer der Ostseeküste sichtbar werden und der Krimifall führt in die wilden 70er Jahre.


***Herzlichen Dank an Emons Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


Samstag, 15. Juni 2024

Ostseerache - Eva Almstädt

Pias persönlichster Fall und für mich der beste Band der Reihe! 

 
"Ostseerache" von Eva Almstädt ist der dreizehnte Fall für Pia Korittki, die Buchreihe erscheint im Bastei Lübbe Verlag.

Vor zwölf Jahren kam im beschaulichen Niensühn an der Ostsee ein Junge auf grausame Weise zu Tode. Seine Freundin Flora Laubner wurde dafür verantwortlich gemacht. Als Kind war sie strafunmündig, doch dieses Unglück veränderte ihr Leben. Nun kehrt Flora zurück in das Dorf, weil ihre Mutter im Krankenhaus liegt und Hilfe benötigt. Die Schuld von damals ist nicht vergessen und so schlägt Flora von den Bewohnern viel Feindseligkeit entgegen. Dabei hat sie bis heute keine Erinnerungen an diesen schrecklichen Tag.  
Kurz darauf wird die junge Nicole Mohr ermordet und Flora gerät sofort in den Kreis der Verdächtigen. 
Pia Korittki untersucht den Mordfall und versucht, den alten Fall noch einmal genau zu durchleuchten, denn es gibt einige offene Fragen. 
 


 
Der 13. Fall für Pia und ihren Kollegen Heinz Broders von der Lübecker Kriminalpolizei ist der vermeintliche Giftmord an Nicole Mohr. Doch je mehr Pia in diesen Fall eintaucht, umso mehr interessiert sie die Schuldfrage am Cold Case von Simon, der bei Würgespielen angeblich von seiner Freundin Flora zu Tode kam. Nach dem Tod von Nicole Mohr, wird Flora zu ihrer Mutter ins Krankenhaus gerufen und gerät mitten in der Nacht in einen merkwürdigen Unfall, bei dem sie leicht verletzt wird. Welches Spiel wird hier gespielt? 
 
Pia Korittki wird eine Beförderung angeboten, die eine volle Stelle bedeuten würde. Deshalb zweifelt sie, ob dann noch genügend Zeit für ihren kleinen Sohn Felix übrig bliebe. Ihre Beziehung zu ihrem Freund Lars wird auf die nächste Stufe gestellt, doch dann gibt es etwas, das alles in Pias Leben durcheinander wirbelt. 
 
Eva Almstädt hat mit "Ostseerache" einen sehr spannenden Krimi vorgelegt, bei dem sie einen aktuellen Mordfall mit dem Todesfall des Jungen Simon verknüpft. Es ist schon auffällig, dass gerade nach der Rückkehr von Flora, der angeblich Schuldigen am Tod von Simon, ein weiterer Mord geschieht. 
 
In diesem Krimi gibt es zahlreiche Charaktere, die Eva Almstädt vielschichtig und erkennbar schildert und auch die Beziehungen zueinander gut sichtbar werden lässt. Es zeigt sich, wie Hass, Ablehnung und Angst im Dorf die Atmosphäre aufheizen und beim Lesen empfand ich für einige Figuren durchaus Sympathie,  Mitgefühl und Verständnis. 
Unter den gezeigten Personen entwickelt man eigene Tatverdächtigungen, sorgt sich um die angeblich Schuldige Flora, aber auch um die Ermittlerin, die einen privaten Verlust hinnehmen muss und dem Racheplan eines Straftäters ausgeliefert ist. Daneben sorgen alltägliche Vorgänge für vermeintlich ruhige Momente, die sich durch die Todesfälle und die Fülle an Vorkommnissen und Ereignissen in eine packende Szenerie mit enormem Spannungsbogen verwandeln. Diese Spannung hält bis zum Ende an und wartet mit einer überraschenden Auflösung auf, die man nicht so recht kommen sieht. 
Im Nachhinein zeigt sich, wie genial Eva Almstädt die Handlung konstruiert hat, damit alles schlüssig und ohne offene Fragen endet. 
 
Ein packender Krimi mit enormer Spannung und einem tragischen und sehr persönlichen Fall für Pia Korittki.
 
                                 
                                                               
      
 

Montag, 18. März 2024

Orkantief - Susanne Bergstedt

Ein kurzweiliges Lesevergnügen für den nächsten Ostsee-Urlaub! 

"Orkantief" ist der zweite Band der Himmel und Holle-Reihe von Susanne Bergstedt aus dem Dumont Verlag.  
 
Kiel-Schilksee: Nach einem Orkantief wurde im Garten des leerstehenden Gutshauses Holthusen im Stamm einer zerborstenen alte Eiche die mumifizierte Leiche des 6-jährigen Kalli frei gelegt. Der Junge wird seit drei Jahren vermisst, die Eltern trennten sich nach seinem Verschwinden. Sein Vater kann benachrichtigt werden, aber von Kallis Mutter Anne fehlt seit der Trennung jede Spur. 
 


Dieser Fall beschäftigt Wanda und Telse und da sie Annes Bruder kennen und auch er nichts über den Verbleib seiner Schwester weiß, wirft dieser Umstand einige Fragen auf. Hier stimmt etwas nicht! Leider will ihr Nachbar Kommissar Olaf Wuttke in der Vermisstensache nicht aktiv werden. Also müssen Telse und Wanda wieder selbst die Spurensuche aufnehmen und suchen nach Annes Verbleib.

Nachdem mir die beiden Hobby-Ermittlerinnen in "Quallenplage" schon so gut gefallen haben, wollte ich mir diesen Band nicht entgehen lassen. Telse und Wanda sind agile und aufgeweckte Persönlichkeiten, die sich für menschliche Belange interessieren und unbedingt herausfinden wollen, wohin es Anne Holthusen verschlagen hat. Über verschiedene Kanäle erfahren sie Infos über das Ehepaar und merken schnell, dass hier häusliche Gewalt eine Rolle gespielt haben könnte. 

Mit ihrer lebendigen und bildhaften Erzählweise versetzt Susanne Bergstedt ihre Leser:innen aktiv ins Geschehen und an der Seite der Hobby-Ermittlerinnen erlebt man nicht nur humorvolle Dialoge und  gemütliche Treffen im Freundeskreis, sondern auch Besetzer, die sich gegen Bauvorhaben im Olympiahafen stellen. Neben interessanten Befragungen im Umfeld der Vermissten Anne gibt es im Leben von Wanda und Telse häufig gemütliche Treffen zum Essen, diese kulinarische Seite spiegelt wunderbar die gemütliche Atmosphäre des Buches wider. Der Begriff Cosy-Crime trifft auf dieses Buch voll und ganz zu.

Es gibt vielfältige Charaktere, den etwas knurrigen Olaf Wuttke und seine liebenswürdige Frau Camilla, die eine Schnitzeljagd durch Kiel veranstaltet, um die zerstrittenen Ermittler wieder zu vereinen. Darüber hinaus bringt eine ältere Dame einiges in Erfahrung, weil sie mit einer Drohne ihre nähere Umgebung erkundet. Fesselnde Momente gibt es einige, aber so richtig spannend wird es erst zum Ende des Buches, als die Ermittlerinnen Beweise sichern wollen, um den Täter überführen zu können.

Dieser kurzweilige Cosy-Crime lässt sich unabhängig vom ersten Band lesen. Es hat mir Spaß gemacht, das charmante Ermittlerteam bei ihrer Vermisstensuche zu begleiten und zu beobachten, wie wunderbar sich Telse Himmel und Wanda Holle inzwischen ergänzen. Die Handlung ist unterhaltsam, zeigt Kieler Lokalkolorit und bringt Ostsee-Atmosphäre mit.

Ein kurzweiliges Lesevergnügen für den nächsten Ostsee-Urlaub!   

 
 
***Herzlichen Dank an den DuMont Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***
 
 
                     
 
 

Donnerstag, 26. März 2020

Der Herzmuschelmörder - Ulrike Busch

Lesenswerter Krimi-Auftakt an der Ostsee

Tödliche Partynacht 

Ulrike Buschs Krimi "Der Herzmuschelmörder" ist der erste Ostseekrimi ihrer Bücher. Die Ermittlerin dieser neuen Krimireihe ist Molly Bleck.

Annika Ketelsen plant mit ihren Freundinnen eine tolle Partynacht, doch am nächsten Tag wird Annikas Leiche unweit des Niendorfer Hafens gefunden. Ihr Kopf umrahmt von Herzmuscheln. Laut Polizei war hier ein Serientäter am Werk. Molly Bleck von der Soko Mysterious vom Timmendorfer Strand übernimmt die Ermittlungen. Ihr wird schnell klar, die bisherigen Opfer entsprechen alle einem bestimmten Beuteschema. Schrecklich ist aber, auch sie entspricht genau diesem Schema. Einige Fakten bei der Ermittlung erwecken in ihr den Verdacht, ihr vor 10 Jahren verschwundener Mann Ole könnte damit zu tun haben.  


Statt wie bisher in ihren Nodseekrimis, führt uns die Autorin nun an die Ostsee, nach Timmendorfer Strand. Gleich vorweg, auch dieser Krimi ist wieder recht unblutig und somit eine entspannende Feierabendlektüre. 

Zur neu gegründeten Soko Mysterious gehören Molly Bleck und Malte Graf. Sie haben die Aufgabe, einen Serienmörder zu finden, der bisher mindestens zwei Frauen auf dem Gewissen hat. Im Laufe der Handlung wird Molly bewusst, wie sehr sie in diesen Fall auch persönlich involviert ist. 
Molly kommt ursprünglich aus Hamburg, sie übernimmt die Leitung dieser neuen Soko. Mit ihrem Lübecker Kollegen, dem Kriminalhauptkommissar Malte Graf, kommt sie sehr gut aus, beide bilden ein gutes Team. Ebenfalls eine Hauptfigur ist Janna Tönissen, Mollys Freundin, die einen Buchhandel mit wunderbarem Lesecafé betreibt.  
Andere Charaktere vervollständigen die Figuren, alle werden gut eingeführt, es sind nicht zuviele, sodaß man dem Verlauf des Krimis gut folgen kann. Interessant ist der Blick in Mollys Privatleben zu ihrem verschwundenen Mann Ole. Aber auch andere Personen haben durchaus viel Potential für ein Motiv.

Wie immer ist der Schreibstil flüssig und die Dialoge kurz und präzise. Einige eingebaute Wendungen erschweren die Suche nach dem Täter, man kann wieder wunderbar miträtseln. Die Auflösung ist trotz meiner Vorahnungen eine echte Überraschung und erscheint logisch.
Nur etwas mehr Ostseeflair hatte ich mir schon gewünscht, vielleicht ist das in den folgenden Bänden ja mehr fühlbar.
  


Dieser Auftaktband der Ostseekrimireihe mit Molly Bleck macht Lust auf die neue Reihe! Es ist ein Urlaubskrimi zum Abschalten, die Schauplätze verlocken und machen Lust auf einen Urlaub. Doch bis es soweit ist, sollte man mit diesem Krimi vorlieb nehmen. 


***Herzlichen Dank an die Autorin für dieses Leseexemplar!***