Montag, 29. September 2025

Besuch im Berggarten - September

                                                           



                                     

 

Betrachtet man die Natur im Berggarten, so ist der September schon früh herbstlich. Ich nehme euch mal mit in die Grotte von Niki de Saint Phalle, dort gibt es fantasievolle Gebilde mit farbenfroher Wirkung und besonderen Effekten. Und ich zeige euch mal mit einem Querschnitt meiner Bilder, wie sich die Vegetation der Pflanzen im Gegensatz zum August verändert hat. 
Die Farben sind nun wärmer, mit vielen Orange- und Sandtönen, es findet sich auch noch knalliges Rot bei den üppigen Calla und in den Blättern der Sträucher.
 
Bitte eintreten und die Farben und Figuren auf euch wirken lassen!
 
 
 

 




 

Nun geht es in den Berggarten! 


 


 



 


Jetzt wird es tropisch feucht-warm, folgt mir ins Orchideen Haus:

 


 

Begleitet mich gerne im nächsten Monat wieder auf meiner Naturreise in die Gärten von Hannover!

Prinzessin Alice - Irene Dische

Was ist Fiktion und was Wahrheit?  

 
Der historische Roman "Prinzessin Alice" von Irene Dische erscheint im Claassen Verlag. 
 

Alice von Battenberg (später umbenannt in Mountbatten) wurde 1885 in Windsor Castle gehörlos geboren, sie gehörte dem Hochadel an, war religios, intelligent und las fünf verschiedene Sprachen von den Lippen ab. Sie war Mutter von fünf Kindern, der einzige Sohn war Philip Mountbatten, der Ehemann von Queen Elisabeth II.  

In ihrer konservativen Familie wurde Alice wegen ihrer fanatischen Beziehung zu Gott und ihrer Lebenslust als verrückt angesehen. Man wies sie gegen ihren Willen in eine Klinik für Psychiatriepatienten am Bodensee ein, wo sie ohne Kontakte zu ihrer Familie leben musste. Finanziell wurde Alice durch ihre Schwägerin Edwina unterstützt und ihr gelang ein Fluchtversuch aus der Klinik. Danach lebte sie einsam in Griechenland. 


 

Irene Dische setzt als Erzählerin Alice von Battenberg persönlich ein und lässt sie aus ihrem bewegenden Leben berichten. Dische schreibt eine intensive Geschichte, die mich mit der geschilderten Offenheit und Dramatik sehr bewegt, aber auch verstört hat. Alice von Battenberg hatte kein einfaches Leben, sie musste mit ihrer Taubheit leben und wurde in eine Psychiatrie eingewisen. Man kann davon ausgehen, dass sie sehr an der Ausgrenzung ihrer Familie gelitten hat. In dem Buch kommt man Alice sehr nahe, ihr persönliches, menschliches Schicksal kann man aber kaum wirklich nachvollziehen.  
Die adelige Prinzessin wurde von ihrer Familie als verrückt erklärt, liest man jedoch ihre geschilderten Erlebnisse, so kann sich Alice durchaus in einer Wirklichkeitsflucht befunden haben, die sie zu ihrem Handeln bewegte. 
Dieses Buch ist keine Biografie, es ist ein Einblick in das interessante, aber auch tragische Leben von Alice von Battenberg, der ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wurde. Ich fand die Lektüre sehr berührend und auch spannend und hatte beim Lesen sehr viel Mitleid mit dieser Frau. Was aber von der Erzählung Wahrheit oder Fiktion ist, hat sich mir nicht genau erschlossen. Man erfährt einiges über die familiären Verknüpfungen der Adelsfamilie, in der Erbkrankheiten kursierten. Das gibt Anlass, über Monarchien nachzudenken. 
 

Irene Dische hat es geschafft, ein intensives und lebendiges Bild von Alice von Battenberg zu zeichnen, die in einer abgeschotteten Welt lebte, ihrer eigenen inneren der Öffentlichkeit abgewandten Welt. Vielleicht waren die Religiösität und ihre Gespräche mit Gott ihre Art, sich selbst zu heilen und aufbewahrt zu fühlen. Auf jeden Fall muss ihr Leben ein Kampf gegen die traditionellen Ansichten gewesen sein und sie hatte nur wenige Menschen, die ihr zur Seite standen.  

Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück, es ist bewegend erzählt, doch mir fehlten wichtige Eckpunkte vom Leben der Prinzessin und durch die Selbstdarstellung bleiben viele Fragen offen. 
Es ist eine interessante, aber verwirrende Geschichte, weil die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit nicht deutlich werden. 
 
 
***Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***
 

 

Sonntag, 28. September 2025

Wochenrückblick KW 39/2025

 

Die letzten Weinrispen


Meisenheimer Altstadt


Die Nahe in Bad Kreuznach 

Nilgans



Brückenhaus Bad Kreuznach





 Was war in dieser Woche los?

 
Es war wie verhext, denn kaum hatten wir uns auf die Fahrt nach Bad Kreuznach gemacht, um Verwandte zu besuchen, kam der Regen, der den Stand der Nahe um gut 2 Meter ansteigen liess, es war kühl und das Wetter ganze fünf Tage einfach nur mies. Aber wir haben uns in unserer Ferienwohnung getroffen oder bei den Verwandten, viel geklönt, die letzten Neuigkeiten ausgetauscht und über frühere Zeiten geredet. Auch eine Weinprobe hat die Stimmung angehoben, so gesehen war die Woche dann doch sehr schön! Die Terrasse der Ferienwohnung haben wir leider gar nicht groß nutzen können. war allerdings So hatten wir uns das nicht vorgestell und konnten die schöne Gegend gar nicht bei Sonne genießen. Den besten Tag der Woche haben wir für einen Abstecher nach Meisenheim gemacht, das ist wunderschöner kleiner Fachwerkort. 

 
 
Gesehen:   
 
kein Fernsehen, nur mal Nachrichten
 

Gelesen:     


Getan:  
 
Gelesen, eine Rezension geschrieben, gebloggt, keinen Hausputz, Kurzreise nach 
Bad Kreuznach

 
Gefreut:  
  
Über das Treffen mit Verwandten und die Gegend um Bad Kreuznach mal kennen 
gelernt zu haben.
 


Brückenhaus Bad Kreuznach

Fachwerkhaus in Meisenheim






    

Diese Buchpost erreichte mich in meiner Abwesenheit:  
 



Vielen herzlichen Dank an die Verlage! 
  
Gegessen:

Schnitzel mit Curry-Champignon-Sauce und Bratkartoffeln; Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln (beim Wolpertinger; überbackenes Filet mit Pommes und Salat (Grieche); Hackbraten mit Ofengemüse (Zucchini-Aubergine-Kartoffel) selbst gekocht von ; Himbeertorte (Café Wahl); Schweinshaxe mit Biersauce (Brauwerk); Pfirsichtörtchen im Café des Meisenheimer Hof (Sterne-Restaurant); Pizza Capriciosa; Nudeln mit Lachssauce;


Käsespätzle Essen vom Mann









Gedacht:                                                                         

Es ist viel entspannender am Wochenende zu reisen, da müssen die meisten LKW-Fahrer Pause einlegen. Und doch waren die Straßen so voll, die Baustellen hinderlich und es ist einfach kein Vergnügen auf den Autobahnen unterwegs zu sein.

Gefeiert: 

Keine Feier, dafür mit Verwandten eine schöne Zeit verbracht.  

Geärgert: 

Dass es genau zur Zeit unserer Reise nach Rheinland-Pfalz ziemlich kühl wurde und der Dauerregen zum täglichen Begleiter wurde! 

Gekauft: 

Wein vom Winzer, Langarmshirts gegen die Kälte 

Geklickt: 

Wettervorhersage  
 

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!🌷🌷

Herzliche Grüße,

Eure Sommerlese