Freitag, 28. April 2017

Die Geschichte der Bienen - Maja Lunde


Ein Buch, das nicht nur großartig geschrieben ist, sondern auch inhaltlich taucht man tief bewegt ein in die Welt der Bienen und Menschen!


Die norwegische Autorin Maja Lunde schrieb mit ihrem Roman "Die Geschichte der Bienen" ein ergreifendes Buch, das in ihrer Heimat ein Bestseller wurde. Die deutsche Ausgabe erscheint 2017 im btb Verlag.





"Alle, die sich mit Bienen auskannten, wussten, dass man mit Honig eigentlich nicht reich werden konnte... Das große Geld lag in der Bestäubung, denn ohne Bienen war die Landwirtschaft aufgeschmissen." Zitat S. 141
 


"Die Geschichte der Bienen" ist ein ganz besonderes Buch. Es hat mich tief ergriffen und mit seinen Schicksalen sehr berührt. Denn es wirft die Frage auf, ob die Menschen auch ohne Bienen existieren können und natürlich auch, wie man die Bienenvölker vor dem Aussterben retten kann. Aber es geht auch um zwischenmenschliche Beziehungen, Hoffnungen, Ziele und Selbstverwirklichung und das Miteinander der Generationen.

Anhand von drei parallel erzählten Geschichten geht es in drei Zeitebenen, deren Gemeinsamkeit der Bezug zu den Bienen ist.

Im Jahr 1852 beschäftigt sich der englische Biologe und Samenhändler William Savage mit der Verbesserung der Imkerei und konstruiert neuartige Bienenstöcke.

In Ohio, USA lebt 2007 der Imker George, dessen Traum ein Unternehmen ist, das Hunderte von Bienenstöcken umfasst und das in der Familie durch seinen Sohn Tom weiter geführt wird. Leider kommt es zu einem unerklärlichen Verschwinden seiner Bienen.

In China schreibt man das Jahr 2098 und es gibt keine Bienen mehr.
Die Arbeit der Bienen, das Bestäuben von Blüten, wird nun von Hand durch Tausende Arbeiter vorgenommen. Wir begleiten die Arbeiterin Tao auf der Suche nach ihrem Kind.

Diese Geschichten lesen sich klar verständlich, sie wirken authentisch und die Personen und ihre Konflikte werden gut sichtbar. Sie alle verbindet ein gemeinsames Band: Die Existenz der Bienen. Bewegender kann kein Buch erzählt werden.
Die Autorin hat ein echtes Schreibtalent, alles erscheint so leicht erzählt und ist doch voller Brisanz.

Man wird unweigerlich in die Geschichten hineingesogen.
Wie kommt William wieder auf die Beine? Was treibt George zu seinem Lebensplan an und was geht in China vor?

Gleichzeitig erfährt man einiges über Bienen, ihr Schwärmverhalten, die verschiedenen Bienenwesen von Königin, Arbeiterin oder Drohne und das Leben in ihren Bauten.
Aber es wird auch deutlich gemacht, wie sehr die Bienen gefährdet sind. Nicht nur Milben, Krankheiten, Kälte und Regen machen ihnen zu schaffen, auf lange Sicht können mit Pestiziden vergiftete Pflanzen für den Untergang dieser Spezies sorgen. 
Aber die alles verbindende Frage ist, ob die Menschheit ohne Bienen bestehen kann!
 

Was für ein besonderes und lesenswertes Buch! Es hat mich tief ergriffen und mit seinen Schicksalen sehr berührt. Das Wissen über Bienen lässt die Hoffnung aufkeimen, dass für diese Spezies alles menschenmögliche getan wird, um ihr Aussterben zu verhindern. 

Denn das Schicksal der Bienen ist auch unser Schicksal!



   

Freitags-Füller # 36



 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Keine Spur von morgentlichem Frühreif mehr zu sehen und der Himmel voller Blau mit Sonne, endlich wird es schön.  

 

2. Ein herrliches Frühstücksbuffet mit allem was dazu gehört oder aber den Eisbecher (siehe Foto unten) könnte ich heute morgen unbedingt vertragen.


3. Wenn ich aus dem Fenster schaue, freue ich mich an meinen Hornveilchen, die blühen gerade herrlich.


4. Bei meinem Theaterbesuch am Mittwoch habe ich ein sensationell gut gespieltes Stück über einen Autisten gesehen, das war in dieser Woche bisher ein Highlight.


5. Im Gartencenter war ich schon lange nicht mehr, meistens kaufe ich meine Pflanzen in kleinen Gärtnereien.  


6. Italienisches Essen finde ich köstlich. Antipasti und Risotto muss ich unbedingt bald mal (wieder) selber machen.

  

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Chorfreizeit, morgen habe ich immer noch Chorfreizeit geplant und Sonntag geht es erst wieder zurück. 

 




Ich wünsche euch ein tolles Wochenende, eure

Sommerlese

Donnerstag, 27. April 2017

Top Ten Thursday # 20




Donnerstag ist TTT Top Ten Thursday bei Steffis Bücher Bloggeria. Worum geht es beim TTT? Es geht um Listen, natürlich um Bücherlisten und jeden Donnerstag gibt es eine neue Aufgabe/Frage bei der man seine persönliche Top Ten zusammenstellen kann. Schaut doch einfach mal vorbei!

Das heutige Thema lautet:


10 Bücher, deren Titel mit einem "I" beginnen:


Erst dachte ich, dass ich da wohl nicht so fündig werden würde, aber dann hatte ich doch die Auswahl unter 23 passenden Buchtiteln. Gleichzeitig fiel mir auch ein noch nicht im Blog geposteter Titel auf, den ich sehr schätze. Die Rede ist von "Ich bin dann mal weg". Das wird dann schleunigst nachgeholt.
So, jetzt aber zu den I-Titeln!

Meine Auswahl:

- Isegrim - Antje Babendererde Rezi

- Inselfrühling - Sandra Lüpkes Rezi

- Im Wald - Nele Neuhaus Rezi

- Interview mit einem Mörder - Bernhard Aichner Rezi

- Im Herzen das Meer - Karen Bojsen Rezi

- Ich knittere nicht, ich lache nur - Thomas Letocha Rezi

- Illuminati - Dan Brown Rezi

- Immer dieser Michel - Astrid Lindgren Rezi

- Iberische Hitze - Ulrich Brandt Rezi

- In der ersten Reihe sieht man mehr - Klüpfel/Kobr Rezi


 
Ich habe heute mal kein Foto für euch! :-)

Aber wer sich für die Bücher interessiert findet beim Rezilink auch ein entsprechendes Cover. 

Liebe Grüße und ich bin gespannt auf eure Auswahl von Buchtiteln!

 

Mittwoch, 26. April 2017

Harry Potter und der Gefangene von Askaban - J.K. Rowling

Das Geheimnis von Sirius Black


"Harry Potter und der Gefangene von Askaban" ist der dritte Teil der Reihe von Joanne K. Rowling aus dem Jahr 1999 aus dem Carlsen Verlag.
 

Obwohl Harry weiß, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis!





Dieser Band ist wie alle Bücher der Autorin spannend geschrieben, allerdings ist mir das Ganze zu düster und durch die Thematik der Zeitumkehr auch unlogisch gestaltet.
Wenn man Vorgänge rückgängig machen kann, das besagt die Zeitumkehr, dann ginge das auch für sämtliche Vorgänge im Buch und damit liegt meiner Meinung nach ein Logikfehler vor.


Inhaltlich gesehen, begegnet Harry Potter hier seinem Paten Sirius Black zum ersten Mal und erfährt Neuigkeiten über seinen Vater. Auch wird deutlich gemacht, warum Snape Harry hasst. Aber hasst er ihn wirklich oder warum hat er ihm dann in Teil 1 das Leben gerettet?
Die Glaubwürdigkeit bekommt dadurch einen Kratzer.


Trotzdem habe ich diesen Band gern gelesen und bin wieder gern in die Zauberwelt abgetaucht. Mit den Figuren Seidenschnabel und Pettigrew sind wieder interessante Zauberwesen hinzugekommen und konnten mich gut unterhalten. Die Grundstimmung in diesem Buch ist jedoch nicht mehr so heiter wie bisher und die dunkle Seite kommt mehr zum Ausdruck als sonst.
 


Dieser Band bringt die dunkle Seite mehr als bisher zum Ausdruck. Für Fans dieser Reihe unbedingt zu empfehlen, die Figuren muss man kennen lernen. 


Harry Potter und der Feuerkelch - J.K. Rowling

Der beste Band der Reihe bietet Spannung und Abenteuer für alte und junge Leute, dieses Mal begeistert das fantastische Trimagische Turnier!



"Harry Potter und der Feuerkelch" heißt der vierte Teil der Reihe von J.K.Rowling, der im Jahr 2000 im Carlsen Verlag erschien.

Harrys viertes Schuljahr beginnt auf Hogwarts, doch zuvor gibt es noch die Quidditch-Weltmeisterschaft zu erleben. Und dann wird die ganze Breite der magischen Schulen sichtbar: das Trimagische Turnier findet statt und dabei übernimmt Harry eine bedeutende Rolle. Dahinter steckt natürlich das Böse in Person von Lord Voldemort. Aber Harrys Freunde lassen ihn auch in schwierigen Situationen nicht im Stich.





Vor 17 Jahren habe ich diesen Band zum ersten Mal gelesen, inzwischen im Kino und TV bildhaft erlebt und jetzt erneut gelesen. Wieder hat mich wieder die Zauberwelt mit diesem Buch in ihren Bann geschlagen und J.K. Rowlings fantasiereiche Schreibkunst überzeugt.

Im Vordergrund von Band 4 steht natürlich das sportliche Ereignis der Quidditch-Spiele, bei denen der Feuerkelch von Hogwarts eine wichtige Rolle spielt und Harrys Namen herausspuckt.

Doch den Höhepunkt bildet das Trimagische Turnier, dazu reisen andere magische Schulen aus dem noblen Beauxbatons und dem abgelegenen Durmstrang an und besonders die landestypischen Unterschiede stellt die Autorin gut heraus. Victor Krum und die hübschen Französinnen bieten einen tollen Kontrast zur üblichen Zauberwelt. Jetzt gilt es geheimnisvolle Wesen zu besiegen und große Zauberaufgaben zu meistern.

Es wird wieder sehr spannend und die Abenteuer von Harry und seinen Freunden werden immer größer, gefährlicher und entscheidender, die dunklen Mächte immer stärker spürbar. Dabei merkt man den Hauptfiguren an, dass sie langsam erwachsen werden. Beim abschliessenden Ball des Turniers zeigt sich deutlich die Eifersucht von Harry und Ron auf Hermines Begleitung. Die Gefühle spielen in diesem Buch eine große Rolle.

Ein wunderbar flüssiger und lebendiger Schreibstil führt auch dieses Mal durch das Buch und einige magische Neulinge unterhalten ganz wunderbar mit ihren fantasiereichen Charakteren. Cho Chang, Cedric Diggory, Professor Moody und Snape haben in diesem Band ihre ganz besonderen Auftritte. 



Wer sich gern in eine magische Zauberwelt hineinträumen möchte, sollte dieses Buch lesen.  





Dienstag, 25. April 2017

Wolfstanz - Ursula Hahnenberg

Böser Wolf


"Wolfstanz" ist der zweite Band der Krimireihe von Ursula Hahnenberg um die Försterin Julia Sommer. Das Buch erscheint im Goldmann Verlag.

Das Verschwinden eines jungen Mädchens im Ebersberger Forst versetzt die Dorfgemeinschaft von Grafenried in helle Aufregung. Gerüchten zufolge wurde gleichzeitig ein freilaufender Wolf im Wald gesehen, das heizt die Gemüter natürlich an. Als dann tatsächlich die Leiche der jungen Leonie mit verdächtigen Bissspuren gefunden wird, ergreift Panik und Wut die Bewohner und sie wollen dem Tier ans Fell. Försterin Julia Sommer ist skeptisch, denn Wölfe sind normalerweise sehr scheu und vergreifen sich nicht an Menschen. 



Försterin Julia Sommer, Sohn Florian und Oma Martha fühlen sich wohl im alten Forsthaus. Sie bilden eine harmonische und familiäre Wohngemeinschaft, die für alle von Vorteil ist. Dieses Privatleben sorgt für durchgängige Unterhaltung in diesem Buch, es gibt Veränderungen, auf die ich hier nicht eingehen möchte.
Als die Babysitterin tot im Wald gefunden wird, wird der gesichtete Wolf schnell als Verursacher abgestempelt.

Sehr gelungen
schildert die Autorin Ursula Hahnenberg die dörfliche Gemeinschaft und deren aufkommende Angst vor dem Tier. Schnell werden hier sämtliche Vorurteile des "bösen Wolfs" aufgegriffen, die Angst geht um und die Jagd auf den Wolf beginnt. Es ist immer schwierig, wenn Große Beutegreifer durch menschliche Gebiete streifen. Einerseits ist die Angst verständlich, denn der Kindergarten liegt nahe am Wald. Aber andererseits sind Wölfe eher scheue Tiere und meiden Menschen. Julia zieht Fachleute hinzu, um diesen Wolf näher zu erforschen. Ist er wirklich eine Gefahr und vergriff sich an Leonie?
 
Autorin Ursula Hahnenberg führt den Leser als studierte Forstwissenschaftlerin mitten in den Wald. Bei diesem Krimi finde ich besonders die eingestreuten Informationen über Wölfe interessant. Allerdings hätte da noch mehr Hintergrundwissen kommen können. 


Der Krimi liest sich flüssig, die Dialoge wirken jedoch etwas hölzern und die Sprache ist recht einfach gehalten. Eine Art Tagebuch führt den Leser nebenbei in die Vergangenheit der Großmutter Martha. Schwierige Lebensumstände und schicksalshafte Wendungen zeigen Familiengeheimnisse auf, die sich mit dem aktuellen Geschehen inhaltlich verbinden. Wie diese beiden Handlungsstränge zueinander finden, sorgt für Abwechslung und macht einfach neugierig.  
Zur Krimihandlung passend, steigert sich der Spannungsbogen bis zum Ende und wird durch die Nachforschungen zum Verhalten des Wolfes noch unterstützt. 

Die Auflösung war für mich keine Überraschung, denn beim Täter hatte ich schon früh einen Verdacht, der sich dann auch bestätigt hat. Die Tatgründe erschienen mir nicht sehr überzeugend, aber das ist auch Ansichtssache.
Die Charaktere wirkten stimmig, sie hätten aber noch ausgereiftere Merkmale haben können. Julia Sommer war jedoch sehr gut gezeichnet. Sie ist ein Familienmensch und stets um ihren Sohn und ihre Großmutter bemüht und das merkt man sehr deutlich, dennoch ist sie mit als Hauptperson nicht unbedingt sympathisch.  

Ein durchschnittlicher Krimi, bei dem Informationen über Wölfe und deren Verhalten für lehrreiche und interessante Momente im Buch sorgen.
Ursula Hahnenberg zeigt in ihrem Krimi sehr anschaulich die Angst des Menschen vor Wölfen. Der "böse Wolf" ist seit jeher ein feststehender Begriff und schon sein Auftauchen birgt Gefahr. Doch erst die Gewöhnung an den Menschen lässt den Wolf zu einer Gefahr werden.

Ein solider Krimi, der ohne blutige Szenen auskommt und dennoch damit punktet, indem das Thema Wolf eingebunden wird. 


***Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und das Blogger-Portal für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!***


  


Gemeinsam Lesen # 10






Diese Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.  


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Im Moment lese ich den Krimi Wolfstanz von Ursula Hahnenberg.  




Dabei bin auf Seite 330.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


"Als Julia zu sich kam und die Augen öffnete, war es immer noch dunkel. In ihrem Kopf pochte ein heftiger Schmerz."  



3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ursula Hahnenberg zeigt in ihrem Krimi sehr anschaulich die Angst der Menschen vor Wölfen. Der "böse Wolf" ist seit jeher ein feststehender Begriff und schon sein Auftauchen
birgt eine Gefahr. Dabei sind Wölfe eher scheue Tiere und meiden den Menschen. Erst wenn sie diese Scheu verlieren, können sie Menschen gefährlich werden.
Ich interessiere mich für Tiere und habe gerade über Wölfe bereits einige Dokumentationen gesehen und kenne die Problematik mit den herumstreifenden Wölfen für die Schafhalter. Auch Spaziergänger oder Hundehalter haben schon  Wölfen gegenüber gestanden. Doch das an sich ist ja noch keine Gefahr, man muss den Wolf mit lauten Rufen und großer Körperhaltung verscheuchen. 

Es ist immer schwierig, wenn Tiere ihre Reviere in menschliche Wohngebiete ausdehnen. Aber es sollte möglich sein, hier nicht gleich von Abschuss zu reden.


4. Hast du ein buchiges Herzensprojekt oder ein Lieblingsbuch für das du keine Gelegenheit verstreichen lässt um es präsent zu machen, weil du denkst dass jeder es kennen sollte? Erzähle uns davon!

Zuerst einmal: ich habe sehr viele Lieblingsbücher und bei jahreszeitlichen Lesetipps weise ich immer mal wieder auf das ein oder andere Buch hin.  
Aber ansonsten zeige ich eher aktuelle Neuerscheinungen, um den Bücherdschungel etwas transparenter zu machen.  

Eine schöne Lesezeit,
Sommerlese!