Mittwoch, 22. Februar 2017

Glück ist nichts für schwache Nerven - Theresia Graw

Zauberhafte Familiengeschichte

 

Der Roman "Glück ist nichts für schwache Nerven" stammt von der Autorin Theresia Graw und erschien 2015 bei Blanvalet.


Valentina ist eine junge Frau, die nach ihrer Scheidung auch noch eine anstehende Beförderung an eine jüngere Kollegin verloren hat und nun an einem Tinnitus leidet. Nicht mal ihre engsten Freundinnen haben Zeit für sie, die eine ist auf Hochzeitsreise, die andere hat mit ihrem Baby genug zu tun. Und ihre eigene Mutter tingelt durch Brasilien, um den Regenwald zu retten.
Da entdeckt sie einen Brief ihres vermeintlichen Vaters, der ihr lebenslang unbekannt ist. Sie kommt an seine Adresse und besucht ihn. Anfangs möchte sie ihn nur sehen, doch durch einen dummen Zufall und ein wenig Verhandlungsgeschick schlüpft sie in die Rolle der bestellten Altenpflegerin. Die folgenden Wochen werden die turbulentesten ihres Lebens und zeigen, was alles Glück sein kann.




Diese Geschichte hat mich emotional regelrecht umgehauen. Wenn mich ein Buch so sehr packt, dass ich vom bloßen "Reinlesen wollen" auf Anhieb das halbe Buch lese, muss es einfach gut sein!

 
Von Anfang an habe ich mit Valentina mitgefühlt und alles miterlebt und sie in mein Herz geschlossen. Sie ist auf der Suche nach ihrem leiblichen, ihr unbekannten Vater und möchte ihn wenigstens mal sehen. Der Zufall hilft ihr dabei und sie schlüpft nahezu ohne Probleme in die Rolle einer Altenpflegerin und findet sich in ihrer neuen Umgebung, dem eigenen Vater und der netten Familie auch schnell wohl. Doch ihre Rolle ist nicht echt, einige Notlügen braucht es, um sie in Gang zu halten und daraus entwickelt sich dann unweigerlich eine kaum aufzuhaltende Kettenreaktion aus Situationen, die immer wieder amüsieren und den Leser überraschen und mitfiebern lassen, wann denn nun die Bombe der wahren Vaterschaft platzt.



Als Leser bekommt man Valentinas Gedanken, Reaktionen und Ängste hautnah mit, fühlt mit ihr ihre Zuneigung für ihren Vater, erkennt wie sie sich neu verliebt und hofft einfach nur auf einen guten Ausgang der Geschichte. Dabei ist einiges vorhersehbar, aber vor lauter Glücksgefühl für Valentina macht das überhaupt nichts. Man ist auf ihrer Seite und erlebt eine zauberhafte Reise nach Venedig mit, sieht die Streitigkeiten der Familie und einige unerwartete Wendungen der Geschichte und wird einfach nur gut unterhalten. 



Für ihren mitreißenden, lockeren und gut zu lesenden Schreibstil gebührt Theresia Graw wirklich ein großes Lob. Dieser Roman geht so unterhaltsam vorwärts, dass man in einen regelrechten Leserausch verfällt und nicht aufhören kann bis man am Ende angelangt ist. Dabei ist immer eine Menge Humor im Spiel und ich musste bei vielen Bemerkungen lachen.



Es zeigt sich, das vieles im Leben vielleicht eine Durststrecke bedeuten kann, in der man wie z. B. in Valentinas Fall auf eine Kindheit mit Vater verzichten muss, aber im Endeffekt dann doch noch das große Glück findet. Wie sich hier die Dinge entwickeln, ist mit viel Liebe zum Detail dargebracht und man erlebt manch schöne Schauplätze hautnah mit.
Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie haben so ihre Ecken und Kanten und man erlebt typische Familienszenen, die sehr natürlich wirken.


Dieser Roman handelt von Glück und Familie und erlaubt einen traumhaften Einblick in einen wunderschönen Venedigurlaub. Es ist eine unterhaltsame Mischung für wunderbare Lesestunden! 


***Vielen lieben Dank für dieses Buch, das ich auf der Facebook-Seite der Autorin zum Valentinstag gewonnen habe!***




Dienstag, 21. Februar 2017

Gemeinsam lesen # 1












Diese Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Heute habe ich mein auf Facebook am Valentinstag gewonnenes Buch "Glück ist nichts für schwache Nerven" von Theresia Graw angefangen und konnte nicht wieder aufhören. Ich bin inzwischen auf Seite 225 angekommen. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
An der Seepromenade ist heute praktisch tote Hose.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Wenn mich ein Buch so sehr packt, dass ich vom bloßen Reinlesen auf Anhieb 225 Seiten lang lese, ist das nicht nur ein Zeichen für viel freie Zeit oder keine Lust zur Hausarbeit, sondern auch eine echte Lobeshymne an die Lektüre, bzw. an die Autorin. 
Es geht dort um eine junge Frau, Valentina, die nach ihrer Scheidung einen Tinnitus hat. Ihre engsten Freundinnen haben alle keine Zeit für ihre Sorgen und ihre Mutter tingelt durch Brasilien, um den Regenwald zu retten. Da entdeckt sie einen Brief ihres vermeintlichen Vaters, der ihr unbekannt ist. Sie kommt an seine Adresse und besucht ihn. Anfangs möchte sie ihn nur sehen, doch durch einen dummen Zufall wird sie seine Gesellschafterin. Mich hat diese Geschichte emotional völlig überrannt. Ich muss einfach wissen, wie es weiter geht.

4. Karneval steht vor der Tür - yay oder nay? Feiern oder lesen? :)

Ach nee, lass man die anderen feiern! Ich bin keine Spassbremse, eher im Gegenteil, aber für den Karneval muss ich schon in einer Hochburg wohnen und genügend Karnevalisten um mich haben. So schaue ich mir vielleicht mal eine Sitzung im Fernsehen an, mehr aber auch nicht! 



Ich freue mich auf eure Antworten und die aktuelle Lektüre!

Helau,  Sommerlese




Ein Sommer im Rosenhaus - Nele Jacobsen

Ein Wohlfühlroman mit Sommerfrische an der Ostsee, Rosenzauber und einem Hauch Romantik! Der Urlaub kann kommen!


"Ein Sommer im Rosenhaus" ist der zweite Roman der Autorin Nele Jacobsen, er erscheint im Aufbau Verlag.

Sandra ist Botanikerin mit Leib und Seele, doch erst nach dem Tod ihres Mannes und dem Auszug ihrer Kinder kann sie diese Blumenliebe neu ausleben. Sie startet einen Neuanfang und kauft ein altes Häuschen auf Usedom, denn der dazugehörige wunderschöne, aber inzwischen recht verwilderte Rosengarten hat es ihr angetan. Aber wie pflegt man Rosen, wie geht der Rückschnitt und wie behandelt man Rosenkrankheiten? Hierzu bedarf es fachmännischer Unterstützung, die sie durch den englischen Rosenexperten Julian bekommt. Der hat jedoch mit diesem Juwel von Rosengarten ganz eigene Interessen. Wird Sandras Traum in Erfüllung gehen?



 

Wieder einmal hat es Nele Jacobsen geschafft, mich mit ihrem Roman zu fesseln und gut zu unterhalten.
Dabei packt mich nicht nur die hoffnungsvolle Geschichte der jungen Witwe Sandra, die ihrem Leben einen neuen Sinn geben möchte, sondern auch die stimmungsvolle Schilderung der Ostseelandschaft, das Rauschen des Meeres und vor allem die wunderschönen alten Rosensorten ziehen mich in ihren Bann. Man möchte am liebsten sofort dorthin reisen und den Garten selbst erleben.  



Sandra startet neu durch, der Tod ihres Mannes bewegt sie zu einem Neuanfang und alles ist anfangs nur ein Traum. Sie möchte Rosen züchten. Als sie jedoch den Schritt wagt und sich auf Usedom ein altes Haus mit zugehörigem Rosengarten kauft, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Sache tatkräftig und voller Elan anzupacken. Die Liebe zu ihren einmaligen Rosen lässt sie selbst neu erblühen. In ihrer Situation hat sie neben der Unterstützung ihrer Freundin Ulli auch das Glück, einen englischen Rosenkenner anstellen zu können. Natürlich läuft nicht alles rund, es gibt einige Schwierigkeiten von Seiten der Dörfler und so ist es spannend mitzuverfolgen, wie sich Sandras Rosenprojekt im Laufe der Handlung entwickeln wird.

Die Autorin hat einen flüssigen, einnehmenden Schreibstil, man ist schnell im Rosenfieber gefangen und taucht dann völlig im Garten ab. Der Wechsel von lustigen Szenen, romantischen Treffen und Familienzwist gelingt Nele Jacobsen auch in diesem Roman sehr gut.


Neben den wunderschön beschriebenen Rosenarten und deren Hege und Pflege haben mich in erster Linie die liebevoll gezeichneten Charaktere gut unterhalten. Nicht alle sind natürlich sympathische Typen, das macht jedoch die Spannung erst perfekt. Man fiebert mit Sandra mit, ob sie ihre Rosenzucht wirklich in die Tat umsetzen kann. Ein wenig Romantik ist auch mit im Spiel und so kann man sich auf vergnügliche Lesestunden freuen. 
Einige schöne Rosenrezepte runden das Buch am Ende harmonisch ab.


Einen regionalen Kick bekommt die Handlung durch die schönen Stimmungsbilder am Meer und das toll geschilderte Ambiente auf Usedom. Wenn man das Cover ansieht, kommt man gleich in richtige Urlaubslaune. Daher wäre dieser Roman genau die passende Lektüre für den nächsten Urlaub.

 

Dieser Roman hat mit seinem Ostseefeeling echten Wohlfühlcharakter. Außerdem bietet sich Rosenliebhabern ein buntes Kaleidoskop verschiedenster Rosenarten, die man alle kennenlernen möchte. Ein Urlaubsbuch, das Lust auf Rosen macht!


***Herzlichen Dank an die Autorin und den Aufbau Verlag für die Übersendung dieses Reziexemplars! Ich habe mich sehr darüber gefreut!***





Montag, 20. Februar 2017

Noble Gesellschaft - Joan Weng

Schön erzählt, aber vor lauter Figuren und verworrenen Beziehungen verliert man fast die Krimihandlung aus den Augen!



Joan Weng beschreibt mit ihrem Krimi "Noble Gesellschaft" das Berlin der Goldenen Zwanziger. Es ist der zweite Teil einer Reihe, die mit "Feine Leute" im Aufbau Verlag gestartet ist.

Carl von Bäumer, Starschauspieler der UFA, erfährt von einem Bekannten, dass ein Dienstmädchen verschwunden ist. Dieser Bekannte ist am nächsten Tag tot, Selbstmord oder nicht, das muss noch geklärt werden. Carls Lebensgefährte ist der Kommissar Paul Genzer und muss sich beruflich diesem Fall widmen, Carl glaubt nicht an einen Selbstmord und so ermitteln beide für diesen Fall.
Die Gesellschaft der Zwanziger Jahre ist sehr speziell, es gibt persönliche Rache, Edelsteinschmuggel und einige Liebschaften in Berlins High Society, die man nicht gleich auf Anhieb durchschauen kann. 


 

Koks oder Brot!

Bei diesem Krimi habe ich auf einen spannenden Krimi gehofft, der mich mit der Stimmung direkt in die "Roaring Twenties" in Berlin versetzt. Das ist der Autorin zum Teil gelungen, aber eben nicht ganz.
Die Gesellschaft wird in drei unterschiedliche Stufen von der Begrifflichkeit "Nobel" her unterteilt. Nobel, nicht so nobel und gar nicht nobel. Dabei zieht sich durch alle Schichten ein Ballast von ungeahnten Seitensprüngen, Kleinkriminalität, Drogenkonsum und Schmuggel. Es wird aber auch deutlich, wie abhängig die ärmere Bevölkerung als dienstbare Geister, Köchinnen, Tippfräulein oder auch Stricherjungen von den Reichen waren und nur durch diese spezielle Tätigkeit ihr Auskommen fanden. Auf der einen Seite gab es Kokain, auf der anderen Seite fehlte es sogar an Lebensmitteln. Daher ist es nicht verwunderlich, wie sich hier ungeahnte Abhängigkeiten entwickeln konnten, auch in sexueller Hinsicht.

In Berlin scheint zu dieser Zeit die homosexuelle Szene trotz Unzuchtsparagraf richtig en vogue gewesen zu sein. Ob Straßenstrich oder in der Künstlerszene, es war scheinbar angesagt. Hier sind die Hauptprotagonisten Carl und Paul als Vorzeigepärchen in ihrem Zusammenleben gut dargestellt. Gefallen hat mir auch der eingebrachte Berliner Dialekt einiger Dienstmädchen und Angestellter, durch sie konnte man die berühmte Berliner Luft verspüren.

Die Krimihandlung geht bei diesen personellen Verstrickungen eher eine Nebenrolle ein. Man hat als Leser auch durch die vielen Personen nicht so recht die Chance, selbst wirklich den Täter erraten zu können. Zu häufig ändern sich die Konstellationen, es gibt Verwicklungen, die man überraschend zur Kenntnis nimmt, aber nicht richtig einschätzen kann.
Mir ist auch immer noch nicht ersichtlich, wie es der 22jährige Schauspieler Carl schafft, als Detektiv sich in die Ermittlung einzubringen. Wer erzählt

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Stimmungen des damaligen Zeitgeistes werden klar geschildert und das Buch liest sich gut, man hat das Gefühl in die Zeit eintauchen zu können. Lediglich die Redewendung: "...das sei nicht so seins.", fällt wohl eher in die heutige Zeit.

In Joan Wengs Kriminalroman stehen eher die Figuren und ihre etlichen Liebschaften im Vordergrund, die Tätersuche kommt erst an zweiter Stelle. Hier hat mir definitiv die typische Ermittlertätigkeit gefehlt. Ich hatte auch ein Problem mit den vielen Beziehungen, die ich trotz eines beigefügten Personenregisters nicht jeweils mit einem speziellen "Gesicht" vor Augen hatte.

Unbegreiflich ist für mich auch die Tatsache, dass Carl in den Hinterlassenschaften einer Katze auf Anhieb erkennt, dort einen echten Rubin vor sich zu haben und diesen dann noch dem russischen Zarenschatz zuorden kann. Er ist ja weder Juwelier, noch Edelsteinexperte des Zarenhofes!

 


Als spannender Krimi ist dieses Buch vielleicht eher zweitrangig zu sehen, als lesenswerter Ausflug ins Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre aber durchaus interessant geschrieben. 



Montagsfrage # 28






Jeden Montag veröffentlicht Buchfresserchen eine Frage auf ihrem Blog, die man dann innerhalb von 7 Tagen beantworten kann. So lernt man die jeweiligen Blogger besser kennen!


Gibt es ein Zitat aus einem Buch, dass dir in letzter Zeit im Gedächtnis geblieben ist? 


Leider gibt es so viele interessante oder wegweisende Sprüche in meinen Büchern, die mich beim Lesen umhauen, dass ich sie mir nicht alle merken kann. Überhaupt vergesse ich sie sehr schnell wieder, selbst wenn ich sie mir merken will.    

Manche Leser legen Zitatsammlungen an, das bewundere ich immer. Doch wenn ich erst mal lese, fällt es mir schwer, mich zu so etwas aufzuraffen, ich will einfach wissen, wie das Buch weiter geht.

Ich versuche immer, Wortzitate aus den gelesenen Büchern in meine Rezi einzubauen. 

 

Dieses Zitat hier stammt von einem ungeborenen Kind im Mutterleib, aus Ian McEwans Buch "Nussschale". Rezi  

 

 

"In so mancher langen, ruhigen Nacht habe ich meiner Mutter einen heftigen Tritt verpasst. Sie wurde wach, konnte nicht wieder einschlafen und tastete nach dem Radio. Grausam, ich weiß, aber am Morgen waren wir beide besser informiert." 

 

 

 

Wie sieht es bei euch aus? Könnt ihr euch Zitate gut merken?

  

Sonntag, 19. Februar 2017

Neuzugänge # 43

Hallöchen, meine Lieben!

Valentinstag: Liebe und Freundschaft, jedoch Blumen oder Bücher!


Die Büchersucht ist bei mir immer noch größer ausgeprägt als der Wunsch nach Blumen! Mein Mann ließ mir daher freie Wahl am Valentinstag. Als dann noch bei Medimops eine Rabattaktion lief, konnte ich mich nicht mehr zügeln. Deswegen kam mir der Valentinstag auch eher zum Abarbeiten meiner Buchwunschliste gelegen als für einen tollen Blumenstrauß. 

Ich konnte einige Wunschbücher bestellen, die ich für einen günstigen Preis gerne auf meinem SuB Platz nehmen lasse! :-) Der nächste Urlaub kommt bestimmt und dort finden sie dann nach dem Lesen auch ihre neue Heimat. Ich habe übrigens gerade mal circa 15,00 Euro bezahlt, ist doch prima, oder?

Auf diesem Bild sieht man alle Valentinsbücher, die Rezis gibt es dann beizeiten!




Liebe Grüße

Sommerlese 

 

Samstag, 18. Februar 2017

JETZT! Nudeln - Sebastian Dickhaut

Mein liebstes Nudelbuch mit Basiswissen! Schon allein das Blättern darin macht Spaß!


Sebastian Dickhaut ist nicht nur Autor, sondern auch Koch und Journalist und hat das Buch "JETZT! Nudeln" geschrieben. Der Untertitel heißt Internationale Rezepte, das Kochbuch erscheint seit 2015 im Südwest Verlag


Alle lieben Nudeln: Die Italiener ihre Pasta asciutta, die Indonesier ihr Bami goreng, die Japaner ihre Ramen, die Bayern ihre Kässpatzen. Nudeln passen immer und werden von vielen Menschen auf der ganzen Welt gern gegessen.
In diesem Buch gibt es über 100 Rezepte für Spaghetti, Spätzle oder japanische Soba-Nudeln, von einfachen Standardrezepten bis zu internationalen Besonderheiten zum Nachkochen ist alles dabei.
Nun muss man nur noch sein spezielles Lieblingsrezept
finden! 





Dieses Buch habe ich im Buchladen gesehen, kurz durchgeblättert und musste es sofort haben. Kochbücher ziehen mich immer magisch an und Nudeln sind einfach Soulfood für mich, gehen schnell und dürfen in keiner Küche fehlen. Deswegen sind sie auch international so beliebt.

Das Basiswissen und die Vielzahl der Rezepte gefallen mir hier ganz besonders gut, auch die hervorragenden Fotos und das Layout sind super. Nur der Rezeptaufbau hätte etwas übersichtlicher gestaltet werden können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Denn wenn man sich häufiger mit dem Buch beschäftigt, wird man sich am Register orientieren und dort nach geeigneten Rezepten suchen. 

 
Es geht los mit "Allerlei von der Nudel", informiert über spezielle Kochzeiten, dann Saucen und zwischendurch immer mal wieder die Info-Rubrik "Tante Erika rät". Das Buch teilt von Anfang an Grundwissen mit und führt in den speziellen Rezepten dann höhere Standards und Schwierigkeitsstufen ein. 


Die Kapitel heißen:
- Nudeln pur
- Nudeln mit viel Sauce
- Nudeln aus der Pfanne
- Nudeln aus dem Ofen
- Nudeln in Salaten und Suppen
- Speisekammer
 


In meiner Besprechung möchte ich nicht zu sehr auf die einzelnen Abschnitte eingehen, sondern eher die Besonderheiten dieser Nudelvielfalt hervorstellen.  Es geht los mit verschiedenen Pestos, selbstgemachten Eiernudeln und Sugos, bei denen mir das Möhren-Sugo richtig gut geschmeckt hat. 

Sehen diese Tagliatelle mit Ofensugo nicht unglaublich lecker aus? 


Die Idee der One-Pot-Pasta kenne ich bereits, hier gibt es einige Varianten, die mit Tomaten und Spargel ist für mich der Hit.

In einem Basiswissenbuch dürfen natürlich Spaghetti Bolognese nicht fehlen, ich finde auch die Spaghetti in Lauch-Lachs-Sauce lecker.
Wer einmal Spätzle
selbstgemacht hat, weiß, wie gut die schmecken können. Natürlich werden hier die berühmten Kässpatzn vorgestellt, aber auch eine süße Variante ist vertreten. 

 
Bei den Nudeln aus der Pfanne sind meine Favoriten die Holsteiner Rühreinudeln mit Nordseekrabben und die Rahmspinatnudeln mit Käse klingen auch sehr lecker. Oder vielleicht doch eher die gebratenen Reisnudeln mit Garnelen? Man kann sich kaum entscheiden!Exotisch sind die Nudeltempura mit Meeresfrüchten oder Bami Goreng.

Beim Thema Schupfnudeln gibt es sie typisch mit Kraut und Speck, aber auch süss mit Mohn und Puderzucker und auchnoch mit Wirsing und Nüssen.  

 
Das Kapitel Nudeln aus dem Ofen liebe ich besonders. Hier stehen Canneloni mit Ricotta und Spinat, Lasagne, Mac and Cheese und sogar Muffins auf dem Plan. Den Nudelauflauf mit Tomaten und Speck mache ich schon seit Jahren fast genau wie das angebene Rezept, sozusagen unser Hausklassiker von Muttern an. Ist immer wieder gut. 

 
Weiter geht es mit Gnocchi und Salat- und Suppennudeln.
Bei den fixen Suppen sind Tortellini in brodo mein Hit. Ein geniales Rezept, schnell, lecker und total einfach. 

 
Bei den asiatischen Suppen und Nudeln sieht das Singapore Laksa total lecker aus: Mit Garnelen, Currypaste, Hähnchenbrust und Kokosmilch, sowie asiatischen Weizennudeln. 

 
Die sogenannte Speisekammer ist eine Warenkunde über die verschiedenen Nudeln, 22 Seiten lang und endlich mal alle zusammengefasst. Bei den jeweiligen Nudeln findet man die im Buch zugehörigen Rezepte. Diesen Teil hätte ich mir eher am Anfang des Buches gewünscht.

Ein dreiteiliges Register und ein Nachwort des Autors beschliessen dieses tolle Nudelkochbuch. 

Die Rezepte sind im Register wie folgt sortiert:
- Rezeptregister A-Z
- Nudelsortenregister
- Zutatenregister

 

Alles in allem ein wunderbares Buch über Basiswissen, spezielle internationale Rezepte besonders aus dem asiatischen Raum und mit diversen Tipps und Kniffen versehen, die von Bechamel Sauce bis Kalbsleber braten reichen und für jeden Hobbykoch oder auch die erfahrene Hausfrau mit Küchenwissen aufbauen.
 

Es gibt jetzt Pasta, basta! :-)