Freitag, 5. Oktober 2018

Freitags-Füller # 106

    

 

 

 

 

 










Ist das nicht ein prächtiges Bild? Da geht mir doch das Herz auf! Es ist so schön, wenn die Äpfel aus dem Garten und die Vogelbeeren an den Bäumen in der goldenen Herbstsonne so um die Wette leuchten. Ich mag diese Farbenpracht und der Anblick stimmt mich glücklich. Ein wenig graut mir da schon vor dem Winter, vor der Dunkelheit und dem grauen Himmel. 
Aber noch ist es ja nicht soweit und wir sollten diese goldenen Sonnenstrahlen noch unbedingt genießen und für den Winter in uns speichern.


 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Was ist schöner als vom Lieblingsmann am Morgen mit frischen Brötchen überrascht zu werden.

 

2. Als Bücherfreundin kann ich dem TV nicht viel abgewinnen, daher ist eine schöne Lektüre täglich mein Feierabendritual.

 

3. In meiner Heimatstadt war ich letzte Woche zum Besuch bei meiner Mutter, es ist immer wieder ein heimeliges Gefühl wenn ich dort bin.

 

4. Kleine Kinder zeigen noch echte Emotionen.

 

5. Ich kenne hier im Stadtteil mittlerweile viele Leute, schliesslich wohne ich hier auch bereits seit fast 28 Jahren. 

 

6. Genießt ihr das auch so wie ich? Die vielen leuchtenden Farben von Blättern und Hortensienblüten, Astern und Dahlien sind für mich ganz großes Kino.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine weitere Chorprobe vom Gospelchor, morgen habe ich ein wenig Gartenarbeit und geplant und Sonntag möchte ich einen schönen Herbstspaziergang machen und vielleicht irgendwo zu Mittag essen.


Wie sehen eure Pläne für die nächsten Tage aus?  

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Eure Sommerlese 

 
 

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Wie ich fälschte, log und Gutes tat - Thomas Klupp

Temporeich, pointiert und herrlich verrückter Roman über die Jugend


"Wie ich fälschte, log und Gutes tat" heißt der Roman von Thomas Klupp, der im Berlin Verlag erscheint.

Weiden in der Oberpfalz: Benedikt Jäger und seine Kumpels Vince und Prechtl sind beste Freunde, voll pubertär und probieren sich gerade überall aus. Tennis, Sex, Alkohol und Drogen sind angesagt, die Schule eher nicht. Deswegen sind einige Unterschriften zu fälschen und Abschreiben ist das neue Lernen. Die Freunde siegen beim Tennis-Landesfinale und landen auf einem Antidrogenplakat. Dabei sind gerade die Drei keine unschuldigen Knaben. Benedikt ist sozusagen der König der Betrüger und wie er aus diesem Teufelskreis herauskommt ist ungewiss.
  



Dieses Buch liest sich klasse, es ist rasant und voller Situationskomik, dabei total verrückt und etwas überspitzt. Doch einmal von Anfang an, in diesem Roman führt Benjamin den Leser durch sein Leben. Wir begleiten den 16jährigen Schüler ein Schulhalbjahr lang, sehen wie er abschreibt, Noten und Unterschriften fälscht und welche Statussymbole sein Leben bestimmen. Er kommt aus gutem Hause, der Vater ist Chirurg, die Mutter depressive Societylady, so gelangt er schon früh in eine Welt, die ihm mehr abverlangt, als er zu leisten willig ist. Doch er möchte es seinen Eltern recht machen, zum elitären Kreis dazugehören und einen guten Abschluss erlangen und fälscht was das Zeug hält.

Man fühlt mit Benjamin und erkennt den Leistungsdruck in Schule und Sport, der ihm zu schaffen macht. Lügen gehört damit schon fast zum guten Ton und so findet man sich in einer Geschichte wieder, die mich rasant, spannend und auch komisch unterhalten hat. Manchmal blieb mir das Lachen wegen der derben Ausdrücke dann zeitweise im Halse stecken, doch die Jugendsprache wird hier konsequent durchgezogen, das muss man aushalten können.

Der lockere Erzählton und das irrwitzige Lügengebilde sind super, die Geschichte ist etwas wirr, aber man kommt der Figur schon allein durch die Gedanken sehr nahe. Man fragt sich, wie man selbst seine Jugend ohne solche Aktionen überstanden hat. Ist es die heutige Gesellschaft, die die Jugend mehr fordert? Ich denke nicht, es sind nur andere Einflüsse, andere Werte und mehr Egoismus, die die Menschen heute umtreibt. 

Besonders gefallen mir die authentisch klingenden Dialoge, die Schulszenen, die Fälscherei und wie sich das Lügengebilde immer problemhafter in Bennis Leben auswirkt. Er muss immer mehr Ausreden für sein Leben erfinden, es ist wie ein Teufelkreis und bekommt es von seiner Mutter und auch von der Rektorin vorgelebt. Benni kann nicht einmal die eigene Darstellung auf dem Antidrogen - Plakat auf sich sitzen lassen, förmlich als Gegenaussage zur Kampagne konsumiert er Joints und Alkohol. 

Mit dieser Geschichte hat Thomas Klupp unserer Gesellschaft schonungslos die Wahrheit aufgezeigt.
Es ist leider so, Lügen regieren die Welt! Die Anforderungen an Ausbildung und Lebenshaltung werden immer höher geschraubt, die Betrügerei mit öffentlichen Leistungen wächst und der Einfluss von Internet und sozialen Medien können Menschen in Schwierigkeiten bringen. 

Der Erzählstil ist locker, zeitgemäß und teilweise voller Kraftausdrücke. An manchen Stellen ist es mir auf zu jugendlich gemacht und einige Gedanken sind zu ausgewalzt dargestellt. 

Das Leben der Jugendlichen wird hier ziemlich überspitzt dargestellt, den Kern trifft der Autor auf alle Fälle. Mit Benni konnte ich viele Emotionen miterleben, dieses Buch hat mich erheitert und ich habe Benni auch bedauert. Sein selbst gesponnenes Lügengebilde ist immer wieder auch ein Hindernis, dem es zu entkommen gilt. Die wahren Probleme der Charaktere bleiben hinter der offensichtlichen Oberfläche verborgen.


Thomas Klupp hat mir mit seinem Buch auch einen Blick zurück in die eigene Jugendzeit geschenkt und mich gut unterhalten. Dieses Buch ist eine pointierte Satire auf den Schulalltag und die Jugend in einer Leistungsgesellschaft. Wie Ausgrenzung, Ruhm und Anerkennung das heutige Leben bestimmen, zeigt der Roman auf seine eigene verrückte Weise.
  


Dienstag, 2. Oktober 2018

Sternstunde - Karin Kalisa

Eine funkelnde Geschichte, traumhaft schön erzählt.


Von Autorin Karin Kalisa erscheint im Droemer Verlag ihre märchenhafte Wintererzählung "Sternstunde"


Kimberly hat Heiligabend Geburtstag, sie wird 8 Jahre alt. Im Radio hört sie von ihrem geliebten Weihnachtsstern, der angeblich ein Komet gewesen sein soll. Sie ist entsetzt und hört von dem Astrophysiker Arthur Sanftleben eine spannende Geschichte um Kometen, Sonnenwind und dem Zusammentreffen von Jupiter und Saturn. Als sie dann noch Max kennenlernt, der sich für Star-Wars interessiert, findet sie einen neuen Freund. Kims Leben steht unter dem Weihnachtsstern, aber häufig sind es andere Sterne, die ihr in ihrem Leben Glück und Freunde bringen.




"Ein Komet ... ist ein eisiger Schneeball, der durchs All treibt. Ein schmutziger Schneeball,..., mit Steinchen, Staub und Gas vermischt. Wenn er bei seiner Rumtreiberei dort oben der Sonne nahe kommt, schmilzt sie ihn ein bißchen auf." Zitat Seite 76

Kims zweiter Name ist übrigens Stella, weil sie am Heiligabend geboren wurde. Ihre Mutter nennt sie gern "Sternchen". Kim mag es kaum glauben, dass ihr wunderbarer Weihnachtsstern nur ein Haufen von Gas und Staub gewesen sein soll. Sie besucht einen alten Astrophysiker namens Arthur Sanftleben und er zeigt ihr in seinem Teleskop die Sterne und erzählt ihr alles was sie über Sterne, Kometen und das Weltall wissen will.

Diese Wintererzählung dreht sich um den Weihnachtsstern, um ein kleines Mädchen und um Freundschaft. "Sternstunde" ist poetisch und herzenswarm erzählt und liest sich wunderschön. Es ist ein modernes Märchen und wie nebenbei gibt es lehrreiche Informationen über die Entstehung von Kometen und von der Entdeckung von Hale-Bopp und Hyakutake. Und völlig unerwartet findet Kim einen neuen Freund namens Max, auch er ist Stern-Fan, er sammelt Star-Wars-Bilder.

 Wieviele Sterne finden in unserem Leben Platz? Bei Kim sind es neben denen am Firmament auch noch Zimtsterne, Sternbilder und Sternchennudeln. Die Geschichte ist wie in ein Märchen, denn man erlebt mit Kim, wie sie durch ihren Glücksstern neue Freunde gewinnt.  


"Sternstunde" ist eine funkelnde Geschichte, traumhaft schön erzählt. Ein weihnachtliches Wunder in Buchform und der schöne Einband und die bezaubernden Illustrationen machen das märchenhafte Buch zu einem perfekten Weihnachtsgeschenk. 


***Herzlichen Dank an den Droemer Verlag für dieses wunderschöne, winterliche Buch!***




Neuzugänge # 87

Was gibt es Neues im Regal?


Anhand der Verlagsvorschauen merkt man, dass es auf die nächste Buchmesse zugeht! Es gibt zahlreiche neue Bucherscheinungen und ich bekomme mehr Anfragen als ich lesen kann, was mich sehr freut, aber ich möchte auch noch genügend Zeit für eigene Wunschbücher haben.


Pünktlich zum Herbstbeginn findet man schon bereits jetzt einige weihnachtliche Bücher im Angebot. Ich mag diese jahreszeitlichen Begleitbücher immer sehr gerne und habe dieses Jahr sogar mein erstes Adventsbuch bereits gelesen. Für die Besprechung habe ich das gerne mal vor der eigentlichen Zeit getan. Doch ich werde es am 1.12. erneut als Adventslektüre hinzuziehen und dann mit etwas Gebäck und heißem Tee erneut genießen.

Die Rede ist von diesem Büchlein: 

 Mama im Advent   

Außerdem durfte ich ein weiteres Päckchen mit Büchern vom Droemer Knaur Verlag in Empfang nehmen. Hier ist die gesamte Ausbeute auf einen Blick zu sehen.



"Grenzgänger" von Mechthild Borrmann: 

Hier geht es um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, es geht um Heimkinder in den 50er und 60er Jahren. Im Buch ist die Protagonistin eine Betroffene und ihr Schicksal wird eindringlich aufgezeigt.  
 

"Sternstunde" von Karin Kalisa: 
 
Eine so zauberhaft wie poetische Weihnachtsgeschichte mit einem kleinen Mädchen, das dem Gehimnis des Weihnachtssterns auf die Spur kommen möchte.


"Lügen. Nichts als Lügen" von Helen Callaghan: 

Der neue Psychothriller der englischen Bestsellerautorindreht sich um ein Familiendrama und Hippie-Kult. Ich bin gespannt auf die Handlung.


"Die Wanderhure und die Nonne" von Iny Lorentz:

Die historische Romanreihe um die Wanderhure geht weiter, es ist mittlerweile der 7. Band. Marie, ihre Tochter Trudi und eine schwer verletzte Nonne entkommen einem Überfall auf einer Burg und fliehen in unwegsame Wälder.
Sie geraten mitten in die erbitterte Fehde zweier Thüringer Adelsgeschlechter.




 
Den Schluss machen diese beiden Schönheiten! 
Für "Hippie" von Paulo Coelho aus dem Diogenes Verlag habe ich mich bei Vorablesen für meine angesammelten Punkte beworben und es auch erhalten. Darin erzählt der Autor aus seiner bewegten Jugendzeit als Hippie. 

 
Die Biografie-Reihe aus dem Herder Verlag habe ich auf dem Blog bereits mit Gabriele Münter vorgestellt. Nun durfte auch noch der Band um Coco Chanel bei mir einziehen.  
Darin porträtiert Nadine Sieger nicht nur die stilprägende Modeikone Coco, sondern sie lässt auch das Flair der 1920er-Jahre wieder aufleben. Erzählt wird die Geschichte des Hauses Chanel und seiner mondänen Erschafferin, die sich den Traum von einem unabhängigen Leben erfüllte und zu den einflussreichsten Frauen ihrer Zeit zählte.  

Wäre unter meinen Neuzugängen etwas für euch dabei? Ich tauche dann mal ab und lese weiter und wünsche euch einen schönen Oktober mit tollen Büchern. 

 

Liebe Grüße,

eure Sommerlese!

 

Mama im Advent - Nicole Schäufler

Ein bunter Adventskalender als Dankeschön für alle Mütter


Mit "Mama im Advent" hat Nicole Schäufler ein niedliches Adventskalenderbüchlein für Mütter geschrieben, es wird im edition riedenburg Verlag herausgegeben. 

Wer ist im Advent für die vorweihnachtliche Stimmung, den Keksduft und die Weihnachtsdeko zuständig? Es sind meistens die Mütter, die diese Zeit im Jahr der Familie auf ihre eigene Art versüßen. 
Würden sie nicht ihre Rituale über die Generationen pflegen und weitergeben, wäre die Adventszeit nur halb so schön. Dieses Buch möchte den Müttern danken und seinerseits Vorschläge für Geschichten, Gedichte und Rezepte an die Hand geben. 



Dieses Büchlein enthält für die Adventstage ein buntes Allerlei an Unterhaltung für die ganze Familie. Da maßgeblich die Mütter die Zeit im Advent für die Familie beschaulich und 
schön machen, findet man hier einige klassische Vorschläge an Geschichten und Ideen um diese Zeit noch stimmungsvoller zu machen. 

Ein Winterspaziergang durch die Kälte macht den Kopf klar und man freut sich hinterher auf leckere Bratäpfel oder auf einen Vorlesenachmittag zu Hause.
Nehmen wir mal den 10. Dezember als Beispiel: dort wird von den Düften in der Weihnachtszeit gesprochen, ein wunderschönes Bild zeigt eine Frauenfigur mit einem bunt gefärbten Apfel und das altbekannte Gedicht vom Bratapfel macht Lust, das ebenfalls enthaltene Rezept für Bratäpfel gleich auszuprobieren. 
Genauso stellt man sich einen herrlichen Adventstag vor. 

Wem noch Ideen fehlen, wer nach passenden Geschichten und Gedichten sucht, wird hier fündig. 

Ob Christian Morgenstern, Grimms Märchen oder Heinrich Seidel, all diese Dichter verschönen uns diese spezielle besinnungsvolle Vorweihnachtszeit im Buch. 
 
Es ist eine wunderschöne Einstimmung auf Weihnachten und bringt für die Adventszeit tolle Stimmungsbilder, klassische und moderne Gedichte und macht damit Lust auf das größte Fest des Jahres.  
Unter den enthaltenen Rezepten finden sich auch Apfelkekse ohne Zucker. Denn manchmal muss man sich auch in der Adventszeit dem Zeitgeist anpassen und da ist der Trend für zuckerfreies Gebäck gerade richtig. 



Dieses Büchlein versüßt jeden einzelnen Dezembertag im Advent. Ich kann es nur weiterempfehlen als kleines Geschenk für die Adventszeit. Es ist ein wunderbares Dankeschön an alle Mütter. 


***Herzlichen Dank an den Literaturtest für die Übersendung dieses Rezensionsbüchleins!***



Montag, 1. Oktober 2018

Die kleinen Wunder von Mayfair - Robert Dinsdale

Die zauberhafte Welt der Spielzeuge bringt Erwachsene in ihre Kindheit zurück



Robert Dinsdales Roman "Die kleinen Wunder von Mayfair" ist ein Liebes- und Familien-Roman aus dem Knaur Verlag. 

London im Jahr 1906: Cathy ist fast noch ein Kind als sie schwanger wird, für ihre Eltern nicht akzeptabel, sie wollen sie in ein Heim für unverheiratete Frauen bringen. Doch Cathy bewirbt sich um eine Stelle in Papa Jack’s Emporium, dem sagenumwobenen Spielzeugladen in London. Das Emporium ist ein Ort der Wunder, wo Jekabs Godman, Überlebender eines sibirischen Arbeitslagers, Spielzeuge mit magischem Zauber entwirft. Cathy verliebt sich in Jekabs ältesten Sohn Kaspar und wird mit ihrer Tochter ein Teil der Familie. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs ändert alles.

                  

"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch." 
Diesen Spruch hat Erich Kästner einmal gesagt und er trifft haargenau auf dieses Buch zu.

In dieses Buch kann man versinken wie in ein Spiel in der eigenen Kindheit. Die magische Spielzeugwelt sorgt dafür, dass sich Erwachsene wieder wie Kinder fühlen und es werden Erinnerungen an die eigene Kindheit wach. Jeder hat einmal mit viel Fantasie gespielt, die Spielzeuge wurden mit den eigenen Gefühlen zum Leben erweckt. Genau dieses Gefühl wird beim Lesen in mir wach.


Der Roman spielt zwischen 1914 und 1918, es zeigt die Kriegsgeneration, die um ihre Kindheit gebracht wurde. Vorbei die Zeit, in der einfach nur gespielt werden konnte, der Erste Weltkrieg sorgte für ein jähes Ende der Kindheit und sorgte dafür, dass die Kinder schnell erwachsen werden mussten.

Mir gefallen die Charaktere, sie werden klar und treffend gezeichnet. Da ist die liebenswerte Cathy, gerade mal 15 Jahre alt und schwanger, von ihren Eltern in ein Heim abgeschoben. Doch Cathy hat märchenhaftes Glück, denn sie bekommt eine Stelle im Emporium und arbeitet vom ersten Frost an als Aushilfe. Die Stelle endet mit dem Ende des Winters, wenn das erste Schneeglöckchen aufblüht. 

Emil und Kaspar sind zwar Brüder aber auch sehr gegensätzliche Figuren. Emil ist ein toller Handwerker, seine Figuren aus Holz sind technische Wunderwerke und seine faltbaren Burgen ebenfalls. Er sorgt für ständigen Nachschub, arbeitet wie ein Uhrwerk und doch fehlt ihm die Fantasie, die man in Papa Jacks zauberhaften Erfindungen entdecken kann. Dieses Gen wurde eher Kaspar in die Wiege gelegt.  


Wie in einem Zauber nimmt die Geschichte den Leser mit auf eine magische Reise in die Welt der Spielzeuge. Wenn Spielzeugsoldaten plötzlich Frieden schließen, muss Magie im Spiel sein. Und genauso zauberhaft geht es im Emporium zu. Es gibt einige wunderbare Spielzeuge zu entdecken und das sorgt für ein wenig magische und auch weihnachtlich angehauchte Stimmung.   

Es ist als ob der Autor hier einen magischen Trank gemischt hätte: Ein bißchen Zauberei, ein wenig Fantasie, etwas Romantik, dazu etwas Geschichte und fertig ist eine zauberhafte Reise in die Kindheit.

Diese Erzählung entführt den Leser in eine ganz zauberhafte Welt voller lebendiger Spielzeuge. Für alle Erwachsenen, die sich wieder als Kind fühlen wollen und deren Fantasie neuen Anschwung braucht. 
Eine Traumreise mit lebenden Spielzeugen voller wunderbarer Fähigkeiten und eine romantische Geschichte vor historischem Hintergrund sorgen für magische Lesestunden. 
Dieses Buch sollte verfilmt werden, möglichst als weihnachtliches Märchen.


***Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses schöne Buch!***





Montagsfrage # 82



                                    Scan (verschoben)


Es ist Montagmorgen und damit Zeit für die Montagsfrage, die inzwischen Antonia von Lauter & Leiser übernommen hat. Heute geht es um diese Frage: 



Musstest du schon mal ein Buch abbrechen, weil es zu gruselig war?

Das ist schon mal eine echte Halloween-Frage!
Wenn ich an gruselige Bücher denke, kommt mir sofort Stephen King in den Sinn.
In eines seiner Bücher habe ich einmal reingelesen und es dann schnell wieder in der Bücherei ins Regal gestellt. Horror und blutige Szenen liegen mir nicht, damit möchte ich nicht meine Zeit verschwenden. Oft sind diese Bücher so übertrieben, dass mir jegliches Verständnis dafür fehlt. 

Mir fällt noch ein weiteres Buch ein, bei dem ich nicht weiterlesen konnte.

Es ist der Thriller "Stirb ewig" von Peter James.
Dort wird ein Mann von seinen Freunden anlässlich seines letzten Junggesellentags vor seiner Hochzeit mit einigen Beigaben in einem Sarg beerdigt. Das Buch hat mir eine Nachbarin geliehen, ich konnte es vor lauter eigener Luftnot und Platzangst nicht lesen. 

Ich mag intelligente Thriller, auch wenn es mal blutig wird, aber einige horrormäßige Szenen muss ich nicht haben. Mögt ihr solche Bücher, die Angst und Schrecken verbreiten?  

Liebe Grüße, eure Sommerlese!