Sonntag, 25. August 2024

Wochenrückblick KW 34/2024

 




Was war in dieser Woche los?

 
Das windige Wetter hat mir an zwei Tagen bzw. Nächten dieser Woche nervige Kopfschmerzen beschert, aber immerhin keine Migräneattacken. Eine Schmerztablette und nach ein paar Stunden war der Spuk dann wieder vorbei. 

Gestern kam der Chor "Stimmwechsler" aus Schmalkalden zu Besuch und brachte in einem stimmgewaltigen Konzert die Zuhörer in Stimmung. Wir hatten von unserem Chor einen Mitauftritt und konnten hinterher bei Kaffee und Kuchen noch ein wenig plaudern. Solche Begegnungen sind einfach unbezahlbar, denn ohne unseren gemeinsamen Chorsänger Marcel wäre dieses Treffen gar nicht erst zustande gekommen. Das war ein schönes Erlebnis und sollte unbedingt wiederholt werden. Vielleicht sogar mit einem Gegenbesuch, mal sehen!
 
 
Gesehen:  
 

Nord bei Nordwest: 

Expedition ins Tierreich: Wildes Argentinien – Gefährliche Küste


Gelesen:       

 

  

Getan:  
 
Gelesen, den Antrag auf Reisekosten-Erstattung wegen FTI-Pleite gestellt (alle Daten, die sie bisher vom Reisebüro haben, mussten wir noch einmal angeben),  gekocht, Physio, Rezis getippt, Chorprobe und bei einem Gastkonzert mitgesungen,
im Garten gejätet und geschnippelt,  
 
Gefreut:  
 

Über neue Buchpost:

Kochbuch ist schon in der Erprobung, danke ans Bloggerportal!

Und die Bloggerbox von Droemer Knaur kam völlig überraschend, auch dafür herzlichen Dank! Ich bin gespannt!

 


 

 
Gegessen:

Rindergulasch mit Salzkartoffeln und Dosenerbsen (TK-Erbsen schmecken viel besser, hatte aber noch eine ungeliebte Vorrats-Dose); Pflaumen-Streuselkuchen bei meiner Schwiegertochter und von meiner lieben Nachbarin noch eine andere Variante; (beste) Frühlingsrolle und Huhn in Currysauce; Putengeschnetzeltes mit Champignons und Mix aus Spätzle und Nudeln 2x; Cordon Bleu mit Gemüsemix und Kartoffeln (Cafe K), sehr lecker und selbst gekocht, was ja in Restaurants inzwischen nicht immer üblich ist; Salat mit Paprika, geschmorten Zucchini, Kidneybohnen, Kichererbsen und Schafskäse; Schinkenbrot mit Spiegelei;  






Gedacht: 

Mal sehen, ob wir überhaupt und wenn, wann wir die Erstattung unserer gezahlten Reise wieder bekommen. Bisher lief das Ganze eher schleppend und ist auch sehr umständlich in der Antragstellung.

Gefeiert:

Chorkonzert der Stimmwechsler aus Schmalkalden und anschließendem Klönschnack bei Kaffee und Kuchen.

Geärgert: 

Eine ältere Dame hat mir erzählt, dass es früher in meiner Wohngegend mehrere Gräben zur Entwässerung gab, davon gibt es nun nur noch ein kleines Rinnsal und eines in einem Waldgebiet. Alles andere wird zur Zeit flächendeckend zugebaut, betoniert und an Hochwasser scheint im Bauamt niemand zu denken. Dabei sind jetzt schon wieder bei den letzten Sommergewittern einige Keller wieder vollgelaufen. 

Gekauft: 

Den üblichen Wocheneinkauf!  

Geklickt:

Buchneuerscheinungen, Vorablesen
 

Ich wünsche euch eine schöne Woche!


Herzliche Grüße,

Eure Sommerlese

Freitag, 23. August 2024

Bella Famiglia - Nico Mahler

Liebe, Leid und Gelati!

Im Aufbau Verlag erscheint der Roman Bella Famiglia von Nico Mahler

München, 1966: Sofia träumt bei ihren wöchentlichen Besuchen in der Eisdiele Bella Italia sehnsüchtig von der großen Liebe und vom Zauber Venedigs. Der Besitzer der Eisdiele Lorenzo kennt aus eigener Erfahrung wie hart das Leben in Italien sein kann. Seine Familie lebt im Val di Zoldo, dem Tal der Eismacher, wo existentielle Nöte den Menschen vieles abverlangte. Auch Lorenzo verließ eines Tages das Tal, die Gründe nagen heute noch schwer an ihm.  
 


 
In "Bella Famiglia" lässt uns Nico Mahler an den schwierigen Lebensumständen einer Eismacherfamilie teilhaben. 
Der erste Erzählstrang lässt uns ab 1899 in die Erlebnisse einer Eismacherfamilie eintauchen. Das kleine Tal bot für seine Bewohner karge Lebensbedingungen, um seine Familie über Wasser zu halten, nahm Großvater Tonino in benachbarten Ländern unterschiedliche Arbeiten an. Die Tradition des Eismachens sollte ihnen schliesslich eine Existenzgrundlage bieten, denn es war auch in Österreich und Deutschland sehr begehrt. 
Die zweite Zeitebene beleuchtet ab 1966 Sofias Leben, sie ist Erzieherin in einem Kinderheim, hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und träumt von dolce vita in Venedig. Im Eissalon Bella Italia lernt sie Lorenzo kennen, der häufig niedergeschlagen aussieht, ein Eigenbrötler mit traurigem Gesicht. Nach und nach lernt sie ihn und die Geschichte seiner Familie näher kennen und Lorenzo zeigt, dass er auch Freude empfinden kann.
 
Nico Mahler erzählt auf eindrucksvolle und berührende Weise von einer italienischen Familie, die stellvertretend für viele Italiener steht, die sich aus finanzieller Not heraus als Gastarbeiter verdingen mussten, um die Familie zu ernähren. Das Leben in der Ferne war nicht einfach und für die Menschen durch die örtliche Trennung auch schwer zu ertragen, das lässt Melancholie aufkommen. Doch die Geschichte macht nicht nur Trauer und Leid sichtbar, sie feiert auch die Liebe, das Leben und die Kunst des Eismachens. Und sie lässt Hoffnung aufkommen, weil es viele Menschen geschafft haben, neuen Mut zu entwickeln und sich vom Leben nicht unterkriegen lassen. 
 
Die Charaktere sind vielschichtig und lebensecht gezeichnet und ich habe ihre Schicksale gespannt verfolgt. Dieser berührende, schön erzählte Roman ist mir sehr nahe gegangen! Von der Handlung her hat mich der Erzählstrang in der Vergangenheit besonders gepackt, während die Geschichte mit Sofia etwas schwächer ausfällt.

Die heutigen Glücksgefühle beim Essen von Gelati sind verknüpft mit vielen Schicksalen der Eismacher, die schwierige Lebensumstände überwinden mussten, Leid und Schmerz ertrugen und dennoch nicht die Hoffnung verloren.
 

Eine Geschichte, die uns die Existenzängste einer italienischen Familie aufzeigt, aber auch die Liebe und das Leben feiert. Ein berührender und doch so schöner Roman, der reichlich Appetit auf Eis macht!  

***Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***
 



Donnerstag, 22. August 2024

Top Ten Thursday #188

 

                                       

                  

Blogger:innen erstellen Listen mit Buchtiteln beim TTT Top Ten Thursday bei Weltenwanderer. Hier ist meine persönliche Top Ten Liste.

*Stelle 10 Bücher mit einem rosafarbenen Cover vor!

Das Thema hatten wir schon einmal, doch das ist bereits vier Jahre her. Rosa Cover sind gar nicht so häufig, doch ich wurde fündig und habe mal eine kleine Auswahl rausgesucht, bei der alle Bücher mindestens drei Sterne bekamen. Wahrscheinlich entbrennt wieder die Diskussion um die Farbe! Um das mal von vornherein festzulegen, für mich ist Pink eine Form von Rosa!

 

1. Sommerfarben in der Stadt der Liebe - Lily Martin
                                     
                                      
 

In diesem zauberhaften Roman geht es um die Liebe, um das Flair von Paris und um Gemälde von Claude Monet, ganz besonders die «Seerosen».


2. Grace Kelly - Megan Hess 
 
 
                                      
                                      
Mit wunderbaren Illustrationen erfährt man biografische Stationen, den exklusiven Kleidungsstil und interessante Einblicke der Stil-Ikone Grace Kelly. Das rosa Cover ist nur ein Vorgeschmack auf viele rosafarbene Abbildungen im Buch.
 
 
3. Evas Aufbruch - Claudia Seidel

                                       

Dieser Auftaktband dreht sich um eine Familie, die in Lüneburg Salz siedet. Die Geschichte wird sehr lebendig erzählt, sie zeigt das Lebensgefühl der Menschen in den späten 50er Jahren, in denen der Wirtschaftsaufschwung in vielen Teilen der Bevölkerung spürbar wurde.
 
 

4. Der Salon - Julia Fischer

                                         

Wunderbar erzählter Charme der Sixties mit Lebensgefühl und Einblicken ins Friseurhandwerk und gesellschaftliche Leben. 
 

5. Perlenbach - Anna Maria Caspari

                                            

So einen bewegenden, fesselnden und tiefgründigen historischen Roman habe ich lange nicht mehr gelesen. Dieses Buch über die Eifel und ihre Bewohner um 1900 ist interessant und einfach grandios erzählt!
   
6. Super Easy Backen - Eloise Head
 

                                          

Eloise Head zeigt ihre Rezepte auf ihrem Social-Media-Kanal. Die ehemalige Fitnesstrainerin stellt die Rezepte unter das Motto: Backen war noch nie so einfach! Für viele Rezepte benötigt man nur drei Zutaten - doch meinen Geschmack trafen sie leider nicht! Dafür ist aber das Cover richtig schön rosa!
 
7. Und morgen ein neuer Tag - Claire Alexander

                                                                                              
                                               

 

Ein ergreifendes Lesehighlight, das das Thema Angststörung behandelt und das mich ganz schnell gepackt und berührt hat.

 
8. Beauty-Face-Yoga - Catherine Pez

                                            

Mit diesem Buch erfährt man wie man seine Gesichtsmuskeln trainieren kann, um natürlich auszusehen und von innen heraus zu strahlen.

                                       

Der rosafarbene Anteil dieses Covers springt sofort ins Auge und diese Aufmerksamkeit hat der Titel auch verdient. Die wortwitzige Krimödie mit giftigem Geschehen ist pures Lesevergnügen.
 
10. Si Mangia - Mattia Risaliti

                                                               

Dieses Buch ist Reiseführer und Kochbuch in einem und gewährt uns einen interessanten Einblick in die Schottische Küche und die Gebräuche und Feste der Bewohner.


Welche rosa Cover habt ihr ausgesucht und kennt ihr welche von meinen genannten Titeln?

  

Liebe Grüße,

Sommerlese

Montag, 19. August 2024

Die Gräfin - Irma Nelles

Starker Auftakt, aber laues Ende

 
Bei Hanserblau erscheint Irma Nelles Debütroman "Die Gräfin". 


1944 Hallig Südfall: Diana Gräfin von Reventlow - Criminil ist bereits eine alte Dame, den Sommer über lebt sie auf Südfall, ihr Knecht Maschmann und ihre Haustochter Meta helfen ihr bei den anfallenden Arbeiten. Sie kümmern sich um ausgemusterte Pferde und Diana verhilft auch Menschen, die vor den Nazis fliehen müssen, zur Flucht. Im Watt finden sie den mit seinem Flugzeug abgestürzten englischen Pilot John, den sie bei sich aufnehmen und somit vor der Gestapo beschützen.

 


 

Irma Nelles erzählt in ihrem Roman aus dem Leben der Hallig-Gräfin Diana Reventlow-Criminil, die von 1863 - 1953 lebte. Auf dieser kleinen Hallig verschaffte Diana vielen Menschen die Chance zur Flucht.

Der angenehm ruhig erzählte Roman startet sehr spannend und mit atmosphärischen Beschreibungen des Lebens auf einer Hallig. Es wird anschaulich beschrieben, welche täglichen Arbeiten anfallen und wie Ebbe und Flut, Sturm und Hochwasser das Leben auf der Hallig bestimmen. 

Die Figuren sind friesisch wortkarg und machen deutlich, wie sie sich Fremden gegenüber zunächst etwas zurückhaltend benehmen, sich aber aufopfernd um die Verletzung des Piloten und die Bergung des Flugzeugs kümmern. Es wirkt sehr authentisch, dass Maschmanns seine Gespräche in Platt abhält und das verstärkt den regionalen Bezug und ich konnte den Gesprächen auch gut folgen. Für manche Leser könnte das aber auch ein Verständnisproblem sein. 

Die Handlung baut sich rund um die Figuren auf und man erfährt Näheres aus dem früheren Leben der Gräfin. Sie beschreibt Abläufe und Erlebnisse aus dem Leben ihrer Familie, was einerseits interessant ist, mir aber für so ein kurzes Buch zu ausufernd vorkam. 

In den Gesprächen zwischen der Gräfin und dem Piloten erkennt man gegenseitiges Interesse, doch vieles bleibt nur angedeutet und es wird auch nicht in die Tiefe gegangen, wie ich es erwartet hatte. 
 
Dieses Debüt ist eine atmosphärische Erzählung, die das Leben auf einer Hallig sichtbar macht und mit der Rettung von politisch Verfolgten für Interesse sorgt. Aber so interessant und stark wie die Geschichte anfängt, so offen und interpretationswürdig endet sie auch. Von mir gibt es 3.5 Sterne, die ich aufrunde.
 
 
***Herzlichen Dank an Hanserblau für dieses Rezensionsexemplar!***



Sonntag, 18. August 2024

Wochenrückblick KW 33/2024

 



Was war in dieser Woche los?

 
Diese Woche war ein ständiger Wechsel zwischen Hitze und Regentagen. Mir hat die sommerliche Hitze um die 30 Grad ziemlich zu schaffen gemacht. Dann war es wieder so kühl, dass ich sogar den Backofen angeschmissen und einen Apfelkuchen gebacken habe. Und am Samstag liess der Dauerregen die Sonne gar nicht erst durch die Wolkendecke kommen und es blieb schwül. Das braucht man auch nicht! Schon merkwürdig was hier wettermäßig so abgeht. Wo sind die Sommer hin, als man noch an langen Abenden draußen sitzen und lesen konnte? Die Wärme des Tages hat sich auf der Terrasse aufgestaut und es wird jetzt auch schon wieder früher dunkel.
 
 
Gesehen:  
 

Toni Erdmann: Der Film wurde 2016 gedreht und obwohl ich ihn schon zweimal gesehen habe, ist es jedes Mal wieder ein echtes Erlebnis. 

Expedition ins Tierreich: Vom Harz in die Nordsee - Die Rückkehr der Lachse


Gelesen:      

  

Getan:  
 
Gelesen, nur wenig gebloggt, geschwitzt, gekocht, gebacken, Physio, Rezis getippt, Bücher aussortiert, Chorprobe, meine Mutter besucht und Bürokram für sie erledigt, stundenlang in der Warteschleife vom Finanzamt gehangen, ein kaputtes Produkt bei meiner Glossybox reklamiert (zum zweiten Mal ist etwas zu Bruch gegangen, aber nun habe ich immerhin eine Gutschrift erhalten).
 
Gefreut:  
 

Über neue Buchpost:

Dle Gräfin aus dem Hanser Verlag als Buchprämie bei Vorablesen

Der Honigmann als Reziex von Droemer Knaur

Vielen Dank!

 

 
Gegessen:

Antipasti und halbe Pizza; Putenhacksteak mit buntem Gemüse und Reis; Kartoffel-Käse-Rösti mit buntem Salat; Bifteki mit Pommes; großer Salatteller mit Couscous und Thunfisch; Käsespätzle mit Ei und Tomate Caprese; bei meiner Mutter gegrillt; Apfelkuchen   

Gedacht: 

Die Insolvenzen nehmen zu, die Wirtschaft geht den Bach runter, die Aufrüstung verschlingt Unsummen und im Bundestag wird der Haushalt für 2025 verabschiedet, mit Summen, die nächstes Jahr vielleicht gar nicht als Grundlage vorhanden sein werden. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Flüchtlinge, fürs Kinder- und Wohngeld und niemand fragt sich, ob das alles finanzierbar ist.

Gefeiert:

Heim-Kinoabend mit einer Freundin, mit Aperol Spritz und Toni Erdmann hatten wir großen Spaß

Geärgert: 

In Hannover ist die Sanierung eines einzigen Bades für circa 50 Millionen Euro geplant, dafür bleiben die anderen Bäder so wie sie sind. Das kann doch nicht ernst gemeint sein! Wer verdient daran wohl mit? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man soviel Geld für ein einziges Bad benötigt. Wer prüft da wohl die Angebote? Den Leuten sollte man mal auf die Finger sehen.

Gekauft: 

Lebensmittel, viel Salat, Obst und Gemüse. 

Geklickt:

Wetterapps
 

Ich wünsche euch eine schöne Woche!


Herzliche Grüße,

Eure Sommerlese

Samstag, 17. August 2024

Mord in der Charing Cross Road - Henrietta Hamilton

Der Geist im Antiquariat

Im Klett-Cotta Verlag erscheint der bereits 1956 erschienene Krimi "Mord in der Charing Cross Road" von Henrietta Hamilton in der Übersetzung von Dorothee Merkel.

Sally arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung in der Charing Cross Road und schiebt regelmäßig Überstunden. Man munkelt, dass im Antiquariat ein Geist umgehe. Nachdem der unbeliebte Mr. Butcher Sally bei der Arbeit belästigt hat und einen ihr zur Seite stehenden Mitarbeiter beleidigt hat, wird er am nächsten Morgen tot an seinem Schreibtisch aufgefunden. Die Polizei vor einem Rätsel. Es verschwinden Bücher und Sally Merton und Juniorchef Johnny Heldar gehen den Dingen auf den Grund. 




In diesem Krimi taucht man in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg ein, eine Zeit als Antiquariate mit ihren seltenen Erstausgaben noch Werte besassen, die man in der heutigen computergestützten Zeit eher vernachlässigt. 

Die Geschichte entpuppt sich als eine zeitbeschreibende Story, die mit mysteriösen Bücherdiebstählen und eines Todesfall für Spannung sorgen will und bei der sich am Rande eine Liebesbeziehung entwickelt. 

Sally und Johnny gehen den Spuren eines entwendeten Buches nach und finden heraus, dass auch in umliegenden Antiquariaten vermehrt Buchdiebstähle stattgefunden haben. 

Der Krimi startet mit einer umfangreichen Vorstellung der Mitarbeiter und Eigentümer der großen Buchhandlung in Londons Innenstadt, die man auch auf wenige hätte beschränken können, um dem Leser mehr Durchblick zu verschaffen. Dafür gefällt mir die bildhaft beschriebene Atmosphäre in der Buchhandlung und auch das gesellschaftliche Sittenbild der Figuren wird gut deutlich gemacht. Die Wortwahl der Dialoge bildet den respektvollen Jargon dieser Zeit ab und versetzen mich automatisch in die Nachkriegszeit wie in Agatha Christies Krimis. 

Geheimnisvolle Türen und mit angeblichen Sichtungen von rätselhaften Geistern wird versucht, Spannung zu erzeugen, doch das verpufft heutzutage ohne große Wirkung. Die literarischen Kostbarkeiten in Form von Erstausgaben mögen ja heute noch wertvoll sein, aber würde man heute dafür noch morden? Der Täter müsste unter den Mitarbeitern zu finden sein, oder sollte etwas der Geist für den Mord verantwortlich sein? 

Der Schreibstil wirkt auf mich sehr altmodisch und auch die beschriebenen Umgangsformen vermögen mich zwar in die Zeit zurückzuversetzen, auf Dauer finde ich die Geschichte aber auch recht langweilig und zu ausschweifend erzählt, als dass mich irgendwelche Spannung erfassen konnte.

Mord in der Charing Cross Road ist ein zeitbeschreibender Roman, dessen Krimihandlung eher am Rande mit ruhigen Ermittlungen aufwartet. Das auflösende Ende ist etwas klischeehaft und konnte mich leider nicht ganz überzeugen.
 

***Herzlichen Dank an für dieses Rezensionsexemplar!***



Sonntag, 11. August 2024

Das Gemälde aus Málaga - Margot S. Baumann

Leichter, sehr gefühlvoller Sommerroman
 
"Das Gemälde aus Málaga" ist der dritte Band von Margot S. Baumanns romantischer Erfolgsreihe »Spanische Geheimnisse«, die bei Tinte & Feder erscheint. 

Livia reist mit ihrer Freundin Rosa für erholsame Ferien nach Málaga verbringen. Dann läuft ihr der zuvorkommende Hotelnachbar Fernando über den Weg und es ist aus mit der Ruhe, denn Fernando glaubt, er hätte im Haus seiner Grossmutter ein Bild von Pablo Picasso gefunden. Jetzt sucht er in Pablos Geburtsstadt nach Beweisen und Livia begleitet ihn, ihr Interesse für Fernando ist geweckt.
 

 
In diesem Roman taucht man in eine unterhaltsame Geschichte ein, die sich in Málaga und auf Menorca abspielt und die Sonne Spaniens und das Leben dort bildhaft beschreibt. Die in der Gegenwart stattfindende Suche nach dem wahren Künstler des Bildes verbindet sich mit einer Liebesgeschichte und führt uns auch in die Vergangenheit von Großmutter Erendira, die in ihrer Jugend Pablo Picasso kannte.  
 
Zwischen Livia und Fernando entwickelt sich schnell eine Liebesgeschichte, die mit romantischen Szenen sehr lebendig gezeigt wird und auch authentisch wirkt. Ich konnte mich gut in die Lage der Liebenden hinein versetzen und habe wegen einiger Widrigkeiten gehofft, dass die Story glücklich endet.  

Margot S. Baumanns eingängiger Erzählstil lässt sich flüssig lesen und ich habe vor allem die gezeigten Schauplätze interessiert verfolgt. Die bildhafte Darstellung weckt Urlaubsgefühle und ich wäre gern bei den Protagonisten vor Ort gewesen.

Die Handlung beeinhaltet neben der vorhersehbaren Lovestory auch etwas das Leben der Großmutter und über Pablo Picasso. Diese Szenen hätten meiner Meinung nach noch ausführlicher das Leben des Künstlers aufgreifen können. 

Der Roman bietet sich als unterhaltsame Lektüre an, bei der man sich in spanische Gefilde hinein träumen kann. Die romantische Liebesgeschichte passt gut dazu und man kann sie genießen.

 
***Herzlichen Dank an Zucker Berlin und an Tinte & Feder für dieses Rezensionsexemplar!***