Donnerstag, 18. Mai 2023

Top Ten Thursday #156

 

                                   

                  

Blogger:innen erstellen Listen mit Buchtiteln beim TTT Top Ten Thursday bei Weltenwanderer. Hier ist meine persönliche Top Ten Liste.

*Zeige 10 Bücher mit einem roten Cover!  

Rote Bücher sind bei mir nicht so häufig zu finden und ich habe auch ganz viele Bücher dabei, die ich mit drei Sternen oder schlechter bewertet habe und die deshalb rausfielen. Deshalb war die Auswahl gerade so ausreichend!


1. Das Windsor-Komplott - S. J. Bennett  
                                     
                                      
 

Sehr gelungener und unterhaltsamer Cosy-Krimi mit einer wunderbar wiedererkennbaren Queen, die mit ihrem hohen Alter hinter den Palastmauern ermittelt.


 
                                      
                                      
Der dritte Band reichte meiner Meinung nach nicht an die Vorbände heran, aber das rote Cover finde ich trotzdem sehr schön.
 
3. Der Zopf meiner Großmutter - Alina Bronsky 

                                       

Alina Bronskys Erzählstil mag ich sehr. Dieser Roman um eine aufdringliche Über-Großmutter ist bissig, tragisch und mit einer gewissen Komik durchdrungen und lässt sich einfach wunderbar lesen.

4. Das rote Adressbuch - Sofia Lundberg
                                   

                                           

Ein berührender und warmherziger Roman, den ich sehr liebe! Es ist ein emotionales Feuerwerk, das nachdenklich werden lässt über das Alter und ein menschliches Ende.
 
5. Glück des Augenblicks - Ellin Carsta  

                                        

Dieser zweite Band der Familiensaga ist eine kurzweilige Unterhaltung mit Einblick in die Zwanziger Jahre.

6. The Maid - Nita Prose 

                                      

Ein herrlich charmanter Cosy Crime, der ins Londoner Regency Grand Hotel führt. 

7. Die Dame hinter dem Vorhang - Veronika Peters
                                                                                                                      
                                        
 
Ein interessantes Sittengemälde über die Dichterin Edith Sitwell, die um 1927 in London wohnt und einen exentrischen Lebensstil pflegt. Es werden neben der Dichterseele auch Kriegserlebnisse und gesellschaftliche Gepflogenheiten beschrieben.
 
8. Peter Tschaikowsky. Der Nussknacker - Jessica Courtney-Tickle

                                       

Dieses Kinderbuch bietet Weihnachtszauber durch den Nussknacker in Bild und Ton, die musikalischen Einblicke führen an das Ballett der Nussknacker heran.
 
9. Yoga for EveryBody - Inge Schöps

                                            

Dieses sehr anschauliche Sachbuch bietet einen guten Einstieg in Yoga. Die Übungen versprechen eine Wirkung gegen Schmerzen und für mehr Entspannung in Schultern und Nacken.
 
                                  

                                                                                                                                                                                   

Eine sehr weihnachtliche Krimiunterhaltung, aber leider wenig Spannung.


Diese roten Covern hatte ich noch zur Auswahl, die Bewertung ist aber nicht so überzeugend:

Tannenglühen - Petra Gungl 
Vogel entdeckt - Herz verloren - Antonia Coenen
Ihr könnt doch noch nicht satt sein! - Renate Bergmann 
God Save the Queen. Was wir an Elizabeth II. bewundern - Denise Schweida
 
111 Orte in Shanghai, die man gesehen haben muss - Alexandra Steffens-Klein
Das Parfum der Liebe - Hanna Caspian
Für immer und ein Wort - Anne Sanders 
Lockvogel - Theresa Prammer 
Milchmann - Anna Burns
 
Kennt ihr Bücher von meiner Liste?

Liebe Grüße,

Sommerlese

Mittwoch, 17. Mai 2023

Die Unverbesserlichen - Die Revanche - Klüpfel/Kobr

Eher seichte Gaunerkomödie als Krimi
 
Im Ullstein Verlag erscheint "Die Revanche des Monsieur Lipaire", es ist der zweite Fall aus der Reihe "Die Unverbesserlichen" von Klüpfel/Kobr. 

Monsieur Lipaire, der Kopf der Gaunertruppe "Die Unverbesserlichen", lebt zufrieden im wunderschönen Lagunenstädtchen Port Grimaud an der Côte d’Azur. Doch nun möchte die Familie Vicomte die Stadt unter ihre Herrschaft bekommen und daraus einen von Frankreich unabhängigen Staat machen und die armen Leute verdrängen. Da weiß selbst der Bürgermeister nicht weiter und es riecht förmlich nach einem neuen Fall für die ungleiche Ganoventruppe, die sich von nichts und niemandem aufhalten lässt.  
 



Im ersten Band der Reihe haben mir die originellen Charaktere der Unverbesserlichen und ihre Art der abenteuerlichen, etwas dilletantischen Ermittlungen richtig gut gefallen. Nun startet diese Story mit einem neuen Fall, der mich schon von der Grundidee her nicht vom Hocker reißt. Aber ich habe mich auf die Handlung eingelassen und wurde von der ziemlich seichten, aber humorvollen Gaunerkomödie immerhin unterhalten. 

Die Familie Vicomte führt sich auf wie eine alte Adelsfamilie und möchte unerwünschte Einwohner aus Port Grimaud vertreiben. Sie berufen sich auf eine alte Urkunde, die die Unverbesserlichen ihnen im ersten Band verschafft haben. Das war anscheinend ein großer Fehler und die Truppe muss sich etwas einfallen lassen, um diesen Fauxpas wieder auszubügeln.
 
Fangen wir mal mit den positiven Dingen an, die Charakterzeichnung ist gewohnt vielseitig und die Figuren wirken sehr lebendig, erscheinen aber naiv und recht skurril, das muss man mögen. Doch ich hatte Spaß an der besonderen Besetzung der Figuren, die für viele humorvolle Szenen sorgen. Allen voran mochte ich den charmanten Möchtegern-Franzosen Wilhelm Liebherr alias Guillaume Lipaire, den immer einsatzbereiten Karim, den schüchternen Paul, dem man nur dank seiner hünenhaften Statur und Kenntnis über Sprengstoff den Ex-Fremdenlegionär abnimmt und an die herzliche Delphine, sowie Lizzy, die Grande-Dame, die trotz ihres Alters noch so vieles mitbekommt und schafft.  
Ich hatte mit ihnen meinen Spaß, fand aber ihre Ermittlungen sehr dürftig, denn von echter Recherche war keine Spur.
Gestört man mich auch die eingebaute Hundegeschichte, die wohl die Handlung etwas aufpeppen sollte, ich aber überhaupt nicht gebraucht hätte. 
Das Buch kann man gut lesen, aber leider kommt die Spannung insgesamt viel zu kurz, deshalb ist es eher ein Roman als ein Krimi.
 

Diese Gaunerkomödie ist sehr unterhaltsam durch die humorvoll angelegten Figuren und ihre skurrilen Aktionen. Auch das Flair der Côte d’Azur ist spürbar, der Krimifall aber etwas seicht für meinen Geschmack. Ich möchte Klufti zurück!!!
  
 
 ***Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!***

                             
                                     

Montag, 15. Mai 2023

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie - Anne Stern

Großartiges Kopfkino aus Musik, Kunst und Liebe vor der Kulisse der Semperoper

 
Bei Rowohlt Polaris erscheint der neue historische Roman von Anne Stern unter dem verheißungsvollen Titel "Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie".
 
Dresden 1841: Mit dem Bau des prächtigen königlichen Hoftheaters entsteht ein wahrer Palast für die Musik, der auf der Bühne und hinter den Kulissen mit dramatischen Schicksalen aufwarten kann. Dieser magische Ort verzaubert auch die junge Violinistin Elise Spielmann, Tochter einer Musikerfamilie, die von einer Karriere als Musikerin träumt, damals noch ein undenkbarer Traum für eine Frau. Sie begegnet dem Malergehilfen Christian, beide entwickeln Gefühle füreinander und wissen, eine Beziehung ist wegen ihrer Standesunterschiede nicht möglich. Außerdem wurde für Elise schon ein Bräutigam ausgesucht, der um ein vielfaches älter und gut situiert ist und ihrem Vater den Traum von einem Platz im Theater ermöglicht. Wird sich Elise gegen alle Konventionen und für Christian entscheiden?
 

 
In diesem Roman tauchen wir in eine Zeit ein, als Sachsen tief in der politischen Krise steckt, die Bevölkerung an Krankheiten und Hungersnot leidet und sich revolutionäre Kräfte bündeln. Gleichzeitig entwickelt sich Dresden als Stadt der schönen Künste und es werden die Musik und die Malerei gefördert.

Anne Stern malt ein anschauliches und lebendiges Bild des damaligen Dresden und seiner Bewohner und verbindet das Schicksal ihrer Elise wunderbar mit der Entwicklung der Semperoper. Dabei lässt die Autorin den Blick auf die Vorgänge auf der Bühne und hinter die Kulissen schweifen. Wir erleben die zauberhaften Kostüme, die Arbeit der Requisite, der Musiker, Maler und ganz besonders intensiv auch über das Leben der Primaballerina Magdalene Koch und der Kostümschneiderin Bertha. Sie alle lieben den Glanz und die Magie auf der Bühne, aber ihr Leben ist doch voller Schattenseiten, die man intensiv miterleben kann. 
 
Frauen spielten damals noch eine untergeordnete Rolle und hatten kaum Zugang zu Bildung und Musik. Sie wurden nur gefördert, wenn ihre Väter sich dafür einsetzten. Dank ihres Vaters konnte sich auch das musikalische Talent von Elise entwickeln, sie träumt von einer Karriere als Violinistin und setzt sich mit Hartnäckigkeit und persönlichen Zugeständnissen dafür ein.
Christian hat es als Waise schwer gehabt, doch er ist malerisch begabt und möchte Hofmaler werden. Die gesellschaftlichen Unterschiede bereiten ihm Verdruss und allgemein heben sich die Stimmen der Bevölkerung nach einer Revolution, aber noch ist die Zeit dafür nicht reif.

Mir hat es gut gefallen, wie Elises und Christians zarte Liebesgeschichte vor den vielen anderen Hintergrundszenarien abläuft. Ihre Gefühle füreinander sind schon allein durch ihre Vorliebe für die Malerei und Musik eng miteinander verknüpft und ich habe zum Ende auf ein glückliches Ende für die beiden Liebenden gehofft. Dabei sind auch die Probleme der Mitarbeiter am Königlichen Hoftheater eng ins Geschehen eingewoben und man erfährt Intrigen und Skandale.
 
Anne Stern Figuren entstammen allen Gesellschaftsschichten und sie zeichnet sie gekonnt mit unterschiedlichen Facetten aus und haucht ihnen damit Leben ein. Getragen von einem opulenten und bildhaften Erzählstil taucht man in die Kulisse und die Opernrollen ein, bestaunt die prunkvollen Kostüme und Kleider und erfährt die Namen der Komponisten und ahnt so gedanklich die musikalische Untermalung des Orchesters. Man taucht mit allen Sinnen in die Welt der Oper ein und erlebt Dresdens kulturelle Blütezeit vor der großen Zerstörung.
 
Dieser Roman lässt ein mitreißendes Kopfkino rund um Musik, Kunst und die Liebe vor der Kulisse der Semperoper entstehen. Ein großartiger historischer Romanauftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

Dresden Saga:

Sonntag, 14. Mai 2023

Wochenrückblick KW 19 /2023

 

Was war in dieser Woche los?

 
Montag war der wettermäßig schönste Tag der Woche, wir haben spontan Bratwürstchen gegrillt und die Sonne genossen. Und am Abend habe ich "unsere" Fledermäuse um die Hausecke fliegen sehen, auch wenn das immer ein recht undeutlicher Anblick ist, freue ich mich jedesmal darüber, dass es diese Tiere hier schon seit vielen Jahren bei uns gibt. 
Die restliche Woche war zum Teil verregnet, aber da einige Feiern und Termine anstanden und wir auch noch Handwerker im Haus hatten, war mir das ziemlich egal.
 

Gesehen:  

Let´s Dance: 

Gelesen:  


Getan: 
 
Gelesen, gebloggt, geputzt (Handwerker hinterlassen immer ihre Spuren), gesungen, getanzt, gefeiert, geklönt und gut gegessen. 
 
Gefreut:  

Über diese beiden Bücher: 
Danke an den Emons Verlag und den Rowohlt Verlag 


 
 
Über meine Buchprämie von Wasliestdu "Freizeit von Carla Caspari" 


Gegessen:

Lachs mit Hummersauce und Kartoffeln; Kartoffelsalat (Rest Couscous) mit Thüringer Bratwurst; Zucchini-Carpaccio und Kartoffelsalat (Rest) mit Kräuterrührei; Pizza Quattro Stagioni; Stangenspargel aus dem Gifhorner Raum mit Frühkartoffeln; Spaghetti mit Ricottapesto und Tomatensalat; Italienisches Buffet; 



Gedacht: 

Warum findet überhaupt die türkische Präsidentschafts-Wahl auch auf deutschem Boden statt? Wer hier lebt, möchte doch gar nicht die Türkei mitgestalten und kann das Leben dort gar nicht richtig mit all seinen Einschränkungen nachvollziehen. Hier müsste sich der deutsche Staat mal durchsetzen und endlich die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen. Eine Wahl für ein Land wäre doch wünschenswert!

Gefeiert:

Eine echte Feierwoche stand bei mir an! Erst gab es eine Geburtstagsfeier beim Chor, dann bei meiner Mutter und schliesslich auch noch die Entlassungsfeier eines Freundes, der in Rente gegangen ist. Wenn es kommt, dann immer alles auf einmal!          

Geärgert: 

Die Schweiz isoliert sich mit ihrer neutralen Rolle immer mehr in Europa. In gewisser Weise entziehen sie sich damit jeglicher Verantwortung und nun sickert in den Medien immer mehr durch, dass sie Flüchtlinge gerne nach Deutschland durchwinken.

Gekauft:  

Ein neues Sommeroutfit für meinen Mann: Shirt und Bermudashorts

Eine neue Gartenschere

Geklickt:

Bei einigen Insta-Accounts

Ich wünsche Euch eine gute Woche!

Liebe Grüße,

Sommerlese

Samstag, 13. Mai 2023

In Schweden stirbt es sich am schönsten - Anders de la Motte

Gute Krimiunterhaltung mit humorvollen und skurrilen Momenten in Schweden!  

 
"In Schweden stirbt es sich am schönsten" ist der zweite Band der "Österlen-Morde von Anders de la Motte und erscheint im Droemer Verlag.
 
Im südschwedischen Österlen sorgt der tote Antiquitätenhändler Nalle Persson für Aufsehen, denn er wird inmitten zahlreicher Marktbesucher tot aufgefunden, sitzend mit einem antiken Dolch im Rücken. Wer könnte der Täter sein und welches Motiv hatte er?
Der Mordermittler Peter Vinston ist gerade auf Urlaub vor Ort und übernimmt gemeinsam mit der jungen Kommissarin Tove Esping den Fall. Das ungleiche Ermittlerpaar hat es nicht leicht und außerdem möchte sich Tove auch als eigenverantwortliche Kommissarin beweisen und nicht die Hilfe von Peter in Anspruch nehmen. 
 

 
Die unterhaltsame Schweden-Krimi-Reihe geht weiter, Vollblut-Städter Peter Vinston und Dorfpolizistin Tove Esping lösen ihren zweiten Fall. Dieses Mal führen die Spuren in die Welt der Antiquitäten, wo einige schräge Typen ihre krummen Geschäfte tätigen. 
Und wieder konnte mich der unblutige Krimi mit seinen vielen humorvollen Szenen für sich einnehmen und einfach gut unterhalten. Der Fall ist interessant konstruiert, ich wurde von überraschenden Wendungen zu einigen falschen Verdächtigungen angeleitet und konnte den Täter von allein nicht enttarnen. 
Besonders interessant finde ich dieses Mal das gezeigte Umfeld im Antiquitätenbereich, wo Sammler, Liebhaber und die vorgestellten Kunstgegenstände mal einen anderen Rahmen als bei den üblichen Krimis aufzeigen. Dazu gehören auch einige bildhaft beschriebene ausgefallene Sammlerstücke, die den Wert solcher Kunst hinterfragen und wohl im Handel auf eine gewisse Liebhaberei angewiesen sind.
 
Die gezeigten Personen werden sehr lebendig dargestellt und sorgen mit einigen skurrilen Facetten für unterhaltsame Charaktere, die man gerne verfolgt. Tove gibt dabei in ihren Gummistiefeln das Mädchen vom Lande und der stets Anzug tragende Peter wirkt dagegen eher wie ein schnöseliger Immobilienmakler. Beide Figuren bleiben weiterhin ein ungleiches Ermittlerduo, nähern sich im Verlauf der Handlung kaum weiter an und erst am Ende ahnt man eine kleine Verbundenheit. Da hätte ich mich über ein engeres Miteinander gefreut, aber vielleicht läuft der nächste Band ja in der Hinsicht mehr darauf hinaus. 
 
Es war offensichtlich, dass Tove hoffte, den Fall allein lösen zu können. Doch auch die Hilfe des erfahrenen Ermittlers Vinston hätte ohne einen Zufallsfund den Fall nicht aufklären können. Das hat mir gut gefallen und macht deutlich, dass Mordaufklärungen häufig auf Umstände des Zufalls angewiesen sind. 
 
Das Personenkonstrukt der Händler und Beteiligten war für mich nicht leicht zu durchschauen, hier mischen viele Leute mit, die mit der als Dolchstoß getarnten Tat zu tun haben könnten. Dadurch hält sich auch eine Grundstimmung bis zum Ende mit der Aufklärung der Tat. 
 
Ein unterhaltsamer Cosy Krimi, der das sommerliche Schweden als schönen Schauplatz vorstellt und im Bereich des Antiquitätenhandels einige Hintergründe aufdeckt. Gute Unterhaltung mit humorvollen und skurrilen Momenten in Schweden! 


***Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***
 

Donnerstag, 11. Mai 2023

Provence - Catherine Roig

Auf dieser Genussreise erlebt man das Lebensgefühl der Provence! 
 
"Provence - Eine Reise in 100 Rezepten durch die Sonne" heißt das Koch-/Reisebuch von Catherine Roig, das im ZS Verlag erscheint und mit Fotos von Emanuela Cino ausgestattet ist.
 
Die Provence ist bekannt für ihre vielfältige Landschaft unter südlicher Sonne, aber auch für eine gute Küche, die auf die regionalen Produkte setzt und mit den bekannten Kräutern für besondere Geschmacksmomente sorgt. In diesem Buch erleben wir nicht nur die kulinarischen Highlights der Provence, sondern wir erleben die Landschaft und seine Bewohner, die als Köche, Landwirte oder Weinbauern arbeiten. Das Flair der Provence wird farbenfroh und lebendig eingefangen und die Rezepte lassen uns in die Töpfe der verschiedenen Landstriche schauen.  
 


Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass dieses Buch kein Leichtgewicht ist, sondern an Größe und Gewicht einiges zu bieten hat. Als
Coffee-Table-Book kann man es sehr gut einsetzen und beim Kochen eines leckeren Rezeptes dann gleichzeitig die pitoresken Landschaftsbilder bewundern. 

Catherine Roig (Autorin) und Emanuela Cino (Fotografin) waren für dieses Buch ein Jahr auf Recherchereise durch die Provence unterwegs, mit dem Ziel, kulinarisch engagierte Menschen zu treffen, die naturbewusst ihr Gemüse anbauen, Tiere züchten, fischen und kochen. Diese Begegnungen sowie die köstlichen Rezepte dieser Region haben sie in Wort und Bild zusammen gefasst. Die landschaftlichen Eindrücke und persönlichen Geschichten erzählen vom Zauber der Provence, der Auge und Gaumen gleichermaßen berührt. Das Buch zeigt Impressionen von den Alpilles über die Camargue und den Luberon bis in die Haute-Provence und nach Marseille. 
 





 
 
In meiner Küche ist ein sommerliches Ratatouille nicht wegzudenken, deshalb habe ich mich über das Kochbuch auch sehr gefreut und viele interessante Rezepte entdeckt, die ich noch nachkochen möchte.  Bisher habe ich von den Rezepten das Zucchinicarpaccio mit Minz-Pistou, Nudelsalat "Dentellos" (mit Cocktailtomaten, Artischocken und Ziegenkäse) und das Sommergemüse-Tian ausprobiert und fand alles köstlich. 
 

 
In der Provenceküche darf natürlich eine gegrillte Dorade und Tintenfisch nicht fehlen. Es gibt Muscheln, Gemüsetajine, gefüllte Aprikosen oder gebackene Pfirsiche, Wolfsbarschsuppe und viele weitere Rezepte, die darauf warten, nachgekocht zu werden. 
Die Zutaten stammen alle aus der Region und bereichern die Küche mit ihrer Vielfalt und Frische: Camargue-Reis, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen, Auberginen, Tomaten, Zucchini, Ziegenfrischkäse, Kürbis, Oliven, Lamm, Knoblauch, Austern, Kirschen, Honig, Artischocken, Quitten, Äpfel, Maronen, Meeresfrüchte und sogar Seeigel gehören unbedingt dazu. 

In der provenzalischen Küche gibt es durch die unterschiedlichen Landschaftsformen auch viele unterschiedliche Produkte und Kochvorlieben. Die kreativen Küchenchefs nutzen frische Zutaten und interpretieren klassische Rezepte auf alte und neue Art.
Besonderheiten wir die lila Artischocken mit Poutargue, dem Kaviar des Mittelmeers; die Pistou-Suppe, Barigoule-Gemüse oder die Knoblauchsuppe Aigo Boulido; die Sardinen-Bouillabaisse, Makrele in Escabèche wie auch Kirschsuppe mit Thymian und Fenchel, so etwas gibt es nur auf einem provenzalischen Tisch und das trifft den Geschmack der Region. 
 
Dieses Buch ist eine Einladung zu einer besonderen kulinarischen Reise in die zauberhafte Provence.   Zu Land und Leuten und dem Lebensgefühl der Provence bieten die Rezepte einen umfassenden Eindruck der regionalen geschmackvollen Küche. Ein Buchgeschenk für Freunde der Provence oder Menschen, die sich der Gegend gern über die Küche annähern.


***Herzlichen Dank an den ZS-Verlag für dieses Buch!***