Montag, 22. Oktober 2018

Neuzugänge Oktober 2018


Hallo ihr Lieben! 


Jetzt war ich mal drei Tage nicht zu Hause und schon quillt der Briefkasten über, bzw. meine Nachbarinnen haben für mich ein paar Buchsendungen annehmen müssen. Vielen Dank mal an dieser Stelle! Die Bücher zeige ich euch heute nur mit dem jeweiligen Cover. Mehr Zeit ist heute einfach nicht. Es scheint eine lesereiche Woche zu werden, aber schaut selbst.









Den Verlagen Penguin, Digital Publishers, Wunderlich aus dem Hause Rowohlt, Blanvalet und Aufbau danke ich sehr für diese tollen Bücher. Ich bemühe mich, alle mit der nötigen Aufmerksamkeit zu lesen und sie auch in einer Rezension dementsprechend zu würdigen. 

Eine schöne Woche,
eure Sommerlese! (im Herbstmodus)
 

Montagsfrage # 85



                                    Scan (verschoben)


Die heutige Montagsfrage von Antonia von Lauter & Leiser ist folgende Frage: 



Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? 

 

Diese Frage muss ich jetzt ganz anders beantworten als es vor ein paar Jahren getan hätte. 

Früher Ja, heute Nein!

Ich finde Büchereien wunderbar. In meiner Schulzeit war ich regelmäßig in meiner kleinen Stadtbibliothek, denn ich hatte gar nicht soviel Taschengeld, um alle Bücher selbst kaufen zu können. Später an der Uni war ich in der Uni-Bibliothek ein häufiger Gast, allerdings waren das meistens Fachbücher.

Als ich Mutter geworden bin, habe ich bei uns im Stadtteil in einer Kinder-Kirchenbücherei mitgearbeitet. Während ich die Ausleihe gemacht habe, durften sich meine Kinder selbst Bücher anschauen und für Zuhause aussuchen. 
Das war eine ziemliche Schlepperei, denn es kam immer einiges zusammen. :-)

Ich habe mir meine Bücher meistens gekauft oder mit Freundinnen oder in der Familie getauscht, allerdings konnte ich damals auch nicht soviel lesen wie jetzt, Familie und Job ließen gar nicht die Zeit zu.

Seit meinem Start bei Lovelybooks habe ich für Leserunden Freiexemplare gewonnen, das war der Beginn meiner neu erwachten Leseleidenschaft. Und mit meinem eigenen Blog ging dann der ganz große Wahnsinn los und heute bin ich in der großartigen Lage, mir bei den Verlagen Wunschbücher anzufordern oder auf die Anfragen und Angebote der Mitarbeiter mir Bücher auszusuchen, die ich gern lesen und rezensieren möchte.

Diese Achtung und Anerkennung von Seiten der Verlage genieße ich sehr, auch wenn es langsam in einen Vollzeitjob ausartet. Die Bücherei darf ich jedenfalls nicht zusätzlich betreten, das wäre für mich das Ende jeglicher freien Zeit.  


Wie sieht es bei euch aus?

Sonntag, 21. Oktober 2018

Lügen. Nichts als Lügen - Helen Callaghan

Kein echter Psychothriller und hat mich nicht überzeugt 


"Lügen. Nichts als Lügen" ist ein Psychothriller von Helen Callaghan, der als deutsche Übersetzung am 01.10.2018 im Knaur Verlag erscheint. 


Sophia erlebt gerade einen heißen Flirt, als sie einen ängstlich klingenden Anruf ihrer Mutter Nina bekommt. Sie möchte bitte nach Hause kommen. Doch Sophia nimmt das nicht ernst, denn zu häufig hat ihre Mutter schon überreagiert. Hinterher bereut sich das zutiefst, denn was sie danach erwartet, hätte sie sich in den schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können. Ihre Mutter findet sie erhängt an einem Baum vor und ihren Vater blutüberströmt und ohne Bewusstsein. Was ist hier geschehen und wer hat diese braven und friedlichen Menschen auf dem Gewissen?


                               
 

"Sophia, du bist die Weltseele. Du bist göttliche Weisheit, hineingezwängt in einen sterblichen Traumzustand, eine Art Dornröschenschlaf." Zitat Seite 349 

In diesem Buch vereinen sich Familiendrama, eine Sekte mit Hippieverhalten und ein Kriminalfall, der das Leben von Sophia auf den Kopf stellt. Nichts von dem was ihre Eltern ihr vorgelebt haben, stimmt, alles ist Lüge gewesen und erst jetzt erfährt sie durch dieses schreckliche Ereignis davon.
Die Thematik finde ich äußerst spannend, Sophia findet nähere Informationen über ihre Eltern in versteckten Notizbücher, darin offenbahrt sich eine Sektenzugehörigkeit ihrer Mutter. Davon hatte Sophia keine Ahnung und immer mehr taucht sie in die Vergangenheit ihrer Mutter ein. Entsetzen und Fassungslosigkeit machen sich bei ihr breit. An den von der Polizei vermuteten Selbstmord glaubt Sophia nicht.


Diese Geschichte beginnt außerordentlich dramatisch, doch dann entwickelt sich die Handlung mehr und mehr als Familiendrama, in dem Sophias Mutter Nina die Hauptrolle einnimmt. Ihr Leben in den 80er Jahren in der Sekte "Morningstar" wird nach und nach sichtbar. Der Anführer Aaron Kessler ist ein ehemaliges Rockband-Mitglied und Nina verfällt ihm vom ersten Moment an. Sie ist eine junge, schüchterne und beeinflussbare Person und damit ein geeignetes Opfer für Aaron. Drogen, Alkohol und Sex gehören zum Lebensstil der Kommunen-Anhänger und Nina lässt sich darauf ein. Es geht um Bewusstseinserweiterung, das Leben als Ganzes ohne individuelle Persönlichkeit und dem Gehorchen des Gurus. Man fühlt sich an die Bhagwan-Kommunen in Indien erinnert.


Die Figuren werden bis auf Sophia, Nina und Aaron nicht sehr deutlich gezeichnet. Es wird hinter die Kulissen der Sekte geschaut, einige Erlebnisse Ninas überraschen und man bekommt einen Eindruck, wie schnell Abhängigkeiten entstehen können.
Die Ermittlung des Todesfalls macht sich die Polizei sehr leicht, sie glaubt an einen Suizid, ein Familiendrama und so bleibt es Sophia überlassen, selbst ermitteln. Dafür benötigt sie nur die Notizbücher ihrer Mutter, die Wahrheit ist dort verborgen. 


Die Rahmenhandlung und der Schreibstil haben mir gefallen, die Ausarbeitung hat jedoch einige Längen und die Vorgänge, die einen Psychothriller rechtfertigen würden, haben mir ebenfalls gefehlt. 




Dieser Thriller hat die Qualität eines Dramas, nicht mehr und nicht weniger. Das Thema Sektenzugehörigkeit und Abhängigkeit werden hier gut aufgezeigt, die Spannung bleibt aber etwas auf der Strecke.


***Vielen Dank an den Knaur Verlag für die Übersendung dieses Rezensionsexemplars!***
 
                   

Samstag, 20. Oktober 2018

Leise rieselt das Glück - Debbie Macomber

Eine romantische Liebesgeschichte, die sehr vorhersehbar ist.

Das Weihnachtsglück gibt´s Online 


Der weihnachtliche Roman "Leise rieselt das Glück" von Debbie Macomber erscheint im Oktober 2018 im Blanvalet Verlag.

 



Merry arbeitet als Zeitarbeitskraft in der Datenverarbeitung, ihr Chef sorgt nicht gerade für ein positives Betriebsklima. Sie ist dagegen eine absolut liebenswürdige Person und tut alles, damit es in ihrer geliebten Familie gut läuft. Denn sie haben es nicht einfach, die Mutter hat MS, ihr Bruder Patrick das Down-Syndrom und der Vater ist beruflich ständig unterwegs, doch es geht dort harmonisch zu und man fühlt sich bei ihnen wohl. Nun soll Merry endlich auch mal ihr eigenes Glück finden und sie wird heimlich bei einer Online-Dating-Plattform angemeldet. Als Foto muss der Familienhund herhalten.


Merry steckt ihre eigenen Wünsche zurück und deshalb wünscht man ihr auch ein ganz besonderes Weihnachtswunder und das große Liebesglück. Das ist auch der Grund weshalb dieser Roman zum Weiterlesen einlädt, denn eigentlich ist es ja sehr vorhersehbar, wie das Ganze endet.

Natürlich findet Merry einen Mann über das Internet. Natürlich verliebt sie sich in ihn und dann ist es ausgerechnet ihr verhasster Chef. Doch ganz so übel wie er immer gibt ist er gar nicht, er entwickelt sich im Laufe der Online-Gespräche zu einem ganz netten Kerl. Er ist auf einmal gar kein Weihnachtsmuffel mehr, denn Merry öffnet ihm nicht nur die Augen, sondern auch sein Herz.


Dieser Roman zeigt eine romantisch, verzwickte Geschichte über den Chatverlauf einer Online-Bekanntschaft, bei dem sich Gefühle anbahnen und eine Verliebtheit entsteht. Beide Gesprächsteilnehmer harmonieren miteinander und finden Interesse an der anderen Person, ja sie entdecken sogar ihre gegenseitigen Gefühle füreinander. Die täglichen Chats bringen Abwechslung, Freude und sehnsüchtige Gefühle in ihr Leben. Beide sind einsam, doch die Online-Dates sorgen für neue Hoffnung auf den passenden Partner.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, er lässt sich wunderbar leicht und unkompliziert lesen. Man fliegt förmlich durch die Seiten.

Die Wechsel in der Erzählerperspektive zeigen abwechselnd mal Merrys Sicht und mal Jaysons, das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern man taucht dadurch in ihre Gefühls- und Gedankenwelt ein. Das Spiel mit der Identität beider Figuren nimmt dadurch einen interessanten und kurzweiligen Verlauf. Denn Beide sind sich beim Online-Chatten nicht sicher, wer sich dahinter verbirgt.
Als Leser weiß man aber mehr und freut sich auf das erlösende gegenseitige Erkennen der beiden Protagonisten.

Zum Ende hin wirkt alles etwas in die Länge gezogen, das Aufeinandertreffen gestaltet sich als ein etwas zähes und langwieriges Hin und Her. Die Geschichte bekommt durch den etwas begriffstutzigen Jayson und trotz der modernen Online-Chatterei einen etwas konservativen Beigeschmack. Dennoch habe ich die Handlung gern verfolgt.


Man kann diesen Roman wunderbar zur Entspannung lesen, bekommt eine Liebesgeschichte und gleichzeitig etwas Weihnachtsstimmung geboten. Ich vergebe 3 von 5 Sternen für das leise rieselnde Glück.



      
                                         


*** Ich möchte mich herzlich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!***

 Leuchtturmnächte

Freitag, 19. Oktober 2018

Freitags-Füller # 108



Es ist bereits Herbst und wir haben immer noch angenehmes Wetter. Das nutzen mein Mann und ich aus und verbringen noch ein paar Tage an der Ostsee. Wir haben heute Hochzeitstag und das feiern wir mit dieser Kurzreise.  


 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Ich rieche hier an der Ostsee den Geruch nach Meer und Fisch. Auch wenn mir der Duft von Parfüm eigentlich lieber ist, gehört das einfach zum Meer dazu.

 

2. Ich versuche mich beweglich und fit zu halten und es ist mir auch wichtig, hilfsbereit zu sein. 

 

3. Ich sehe gerne das bunt gefärbte Blätterwerk der Bäume im Herbst und kann mich auch über Tiere in der Natur freuen.

 

4. Ich höre sehr gut, was nicht immer ein Vorteil ist, denn mich stört Lärm sehr.

 

5. Ich trage als Sternzeichen Zwilling häufig zwei Seelen in meiner Brust, das kann auch schon mal schwierig in der Entscheidungsfähigkeit sein.

 

6. Ich esse gerne Fisch, Gemüse und Kuchen, aber auch Obst und die Bouletten meiner Mutter.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein wunderbares Essen zu zweit, mit Kerzenlicht und einem Glas Wein zum Anstoßen auf viele gemeinsame schöne Jahre mit meinem Mann, morgen habe ich einen Strandspaziergang und das Erkunden der Umgebung geplant und Sonntag möchte ich erst noch ein wenig die Gegend genießen und dann die Heimreise antreten.

 

Wie sehen eure Pläne für die nächsten Tage aus?  

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Eure Sommerlese

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder - Petra Schier

Diese winterliche Lektüre bietet eine reizende Liebes- und Familiengeschichte, die den Zauber der Weihnacht in den Fokus rückt.


Der Roman "Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder" ist ein weiteres Werk aus der beliebten Weihnachtsreihe mit Hund von Autorin Petra Schier, der im MIRA Taschenbuchverlag erscheint.

Bald ist Weihnachten und diese Zeit hasst Laura. Gerade jetzt scheitert ihre Beziehung und sie nimmt auf dem Land eine neue Stelle in einem Familienhotel an und landet prompt in vollkommen weihnachtlicher Dekoration und Stimmung. Die Familie ist nett, aber chaotisch und besonders Lizzie, ein flauschiger Westie, hat es ihr angetan und der Sohn des Chefs ist auch nicht zu verachten.
Santa Claus und das Christkind haben sich vorgenommen, ihren guten Ruf auf der Erde wiederzubeleben, zuviele Menschen sind inzwischen zu Weihnachtshassern geworden. Ihre Engel und Elfen erarbeiten einen Plan und sie haben sich Laura ausgesucht. Was ist in ihrem Leben vorgefallen, dass sie sich so gegen weihnachtliche Gefühle und Stimmungen sträubt?



Wer die weihnachtliche Hundereihe von Petra Schier kennt, wird sie lieben und sich auch schon auf diesen neuen Band freuen. Mir ging es jedenfalls so und ich durfte in eine verschneite, romantische Weihnachtsatmosphäre eintauchen und eine romantische Liebesgeschichte erleben. 


Dieser Roman ist süß, zuckersüß, doch es ist kein kitschig, schnulziges Buch, sondern eine einnehmende Geschichte mit liebenswerten und sympathischen Figuren, die zu einer herzlichen und aufgeschlossenen Familie gehören und die ihre neue Mitarbeiterin Laura mit offenen Armen empfangen. Lauras Gefühle sind damit überfordert, denn sie hat keine Familie und wurde im Heim groß.

Petra Schier erzählt in einem lebhaft, mitreißenden Stil, man folgt ihr durch die Handlung auf Erden und in den Himmel.

Diese Orte wechseln sich miteinander ab, das Vorhaben der Himmelsfiguren zielt auf Laura ab, sie bekommt extra viel winterliche Stimmung geboten. So findet sie Gefallen an der duftenden Weihnachtsbäckerei mit der Familie, dem Besuch auf einem Weihnachtsmarkt mit funkelnden Lichtern und der fröhlichen Stimmung und der glitzernde Schnee hat auch seine besondere Wirkung auf sie. Da könnte etwas magischer Sternenstaub im Spiel sein, denn Laura ist auf einmal empfänglich für diese besondere Zeit. So wie sie taucht man ebenfalls in diese zauberhaft schöne winterliche Gemütlichkeit, genießt den selbstgemachten Kakao (ein Rezept gibt es dazu im Buch) und verfolgt voller Erwartung die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Laura und Justus. Sollte das Vorhaben der Himmelsfiguren erfolgreich verlaufen? 

Wem das noch nicht reicht, der bekommt aus Lizzies Hundesicht noch andere, manchmal lustige Einsichten geschildert. Hundefreunde werden begeistert sein und dieses weiße Hündchen lieben.



Als winterliche Lektüre bietet dieses Buch eine reizende Liebes- und Familiengeschichte, die den Zauber der Weihnacht in den Fokus rückt. Es sorgt für eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten, indem es die winterlichen Freuden zeigt und den Leser auf das Fest einstimmt.


***Vielen herzlichen Dank an HarperCollins für die Übersendung dieses Reziexemplars!***



Aus der Buchreihe: 

Schier, Petra - Vier Pfoten am Strand

Montag, 15. Oktober 2018

Grenzgänger - Mechtild Borrmann

Konnte mich mitreißen, ging mir zu Herzen und war so fesselnd wie dramatisch. Unbedingt lesen!

Von Recht und Gerechtigkeit


Der Roman "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann dreht sich um Heimkinder in den 50er und 60er Jahren. Das Buch erscheint am 01.10.2018 im Droemer Verlag.

Aachen 1970: In diesem Jahr steht Henni, Ende dreißig, verheiratet und zweifache Mutter, angeklagt des Mordes und der Brandstiftung mit Todesfolgen vor Gericht. Ihre Jugendfreundin Elsa kann die Anschuldigungen nicht glauben und besucht die Prozeßverhandlungen regelmäßig. Ein Jurastudent möchte über diesen Prozeß eine Seminararbeit schreiben und befragt Elsa nach den Hintergründen.  Elsa erzählt ihm von Henni, ihren Familienverhältnissen und der schwierigen Zeit nach dem Krieg. Die Menschen versuchten mit Kaffee-Schmuggel über das Große Venn ihre Haushaltskasse etwas aufzubessern. Auch Henni brachte damit ihre drei Geschwister und ihren Vater über die Runden. Doch sie wurde gefasst und landete in einer Besserungsanstalt.
 

Dieser Roman spielt in der Deutschen Nachkriegszeit ab 1945 und führt bis in die 70er Jahre hinein.

Es offenbahrt sich eine belastende Geschichte um die Familie Schöning, die in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze lebt. Der Vater ist aus dem Krieg zurückgekehrt und ist nicht mehr der Alte, die Mutter verstirbt früh und Henni übernimmt mit gerade mal 17 Jahren die Verantwortung für die Geschwister und die Ernährung der Familie. Sie macht beim Kaffeeschmuggel mit, die Einkünfte braucht sie dringend. Sie führt andere Schmuggler durch die Route mitten durch das gefährliche Moor. 
Es kommt zu einem tragischen Ereignis, Hennies Schwester begleitet sie und wird von Zöllnern erschossen. Ihr Vater macht Hennie dafür verantwortlich und sie landet in einer Besserungsansatalt. 

Die Vorgänge sind sehr bedrückend geschildert, das gezeigte Elend in den Kinderheimen spiegelt grausame Unmenschlichkeit wider und ich war beim Lesen sehr betroffen und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. 

Die Einblicke in Hennies Vergangenheit bringen immer mehr Klarheit. Elsa ist von Hennies Unschuld überzeugt und tut alles, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. 
Doch das ist nicht so leicht, es gibt einige Umstände, die der Gerechtigkeit nicht zum Sieg verhelfen. 

Mechtild Borrmanns klare und präzise Sprache zeigt die Ereignisse so realistisch auf, dass man in den Sog dieser Geschichte gerät und von ihr gefangen wird. 
Die gefühlslose Grausamkeit, die hier den Kindern im Heim geschieht, das empfindungslos Verhalten des Vaters und anderen Erziehungsbeauftragten ist zutiefst verstörend zu lesen und geht sehr ans Herz. Und doch gibt es immer wieder kleine Hoffnungsschimmer, mit denen man die Figuren mit Bangen begleitet. 

"Grenzgänger" hat mich nicht nur während des Lesens im Griff gehabt, es wirkt auch noch darüber hinaus lange nach.

Recht ist nicht Gerechtigkeit, wenn die Wahrheit nicht gesiegt hat.


Dieser Roman ist mitreißend und vollkommen fesselnd. Er enthüllt eine ergreifende Geschichte, die mit einer Kriminalhandlung die Nachkriegszeit zum Leben erweckt und für Erschütterung beim Leser sorgt. Uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses Buch!


***Ich danke dem Droemer Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar!***