Freitag, 27. Dezember 2019

Das tiefe blaue Meer der Côte d'Azur - Christine Cazon

Unterhaltsame Sommerlektüre mit viel Lokalkolorit und überschaubarer Krimihandlung


Der sechste Fall von Christine Cazons Krimireihe aus der Provence trägt den Titel "Das tiefe blaue Meer der Côte d'Azur". Die Reihe erscheint im KiWi Verlag. 

In der Altstadt von Cannes leiden die Menschen an einer Hitzewelle. Als der Fischer Picoult in einer Wohnung tot aufgefunden wird, findet man bei ihm einen Abschiedsbrief an seine Geliebte und eine Waffe. Der Fall sieht auf den ersten Blick nach Selbstmord aus, doch als Kommissar Léon Duval den Namen der Frau erfährt, beginnt er mit den Nachforschungen.


Bei diesem Krimi kann man wunderbar die Szenerie der Provence miterleben, wegen der sommerlichen Hitze geht es wohl auch im Buch eher ruhig und gemächlich zu.
Es ist mein erstes Buch dieser Reihe, Verständnisprobleme bezüglich der Figuren hatte ich keine.

Léon Duval kommt der Tod des Fischers Picoult merkwürdig vor, durch den Namen der Geliebten hat er ihren Ehemann, seinen alten Feind, den reichen und zwielichtigen Geschäftsmann Cosenca im Visier. Duvals Ermittlungen in diese Richtung stossen beim zuständigen Untersuchungsrichter auf Widerstand und schliesslich führen die Indizien zur Verhaftung von Cosenzas Frau.
Als Leser erfährt man zu Beginn schon die Mordmotive des Täters. Die immer wieder durch Nebenhandlungen unterbrochenen Nachforschungen werden quer durch das Buch gestreut und verlieren dadurch leider ziemlich an Spannungsniveau. Der Fall führt schliesslich auch in die private Vergangenheit von Duval, was für eine neue Sichtweise sorgt.

Dieses Buch kann man wunderbar flüssig lesen, besonderes Augenmerk lenkt die Autorin auf Cannes, das Lebensgefühl der Provence und seine Einwohner. Sie bringt übrigens sehr deutlich die Differenzen zwischen Alteingesessenen und Neureichen zum Ausdruck und ihre Charakterschilderungen finde ich sehr gut gelungen.


Insgesamt konnte mich dieses Buch sehr gut mit realistischem Provence-Flair unterhalten, als spannenden Krimi würde ich den Titel allerdings weniger bezeichnen. Dennoch für die Urlaubstasche das richtige Buch!


Herzlichen Dank für diesen Buchgewinn an den KiWi Verlag durch Lovelybooks!***




Freitags-Füller # 169




Weihnachten liegt hinter uns, ich hoffe, ihr hattet alle ein frohes Weihnachtsfest und habt schöne Stunden mit euren Lieben verbracht. Bei uns war es sehr familiär mit Kirche, Bescherung, viel Essen und Lachen und Streiten. Wir haben uns gegenseitig einige Kleinigkeiten geschenkt und hatten eine gute Zeit. Die nächsten Tage des alten Jahres genieße ich die Ruhe, den Anblick unseres Christbaumes und für den Jahresrückblick wird es ja auch Zeit, den bereite ich auch noch vor. 
 
Mit dem Motto: Brot statt Böller werde ich es auch in diesem Jahr wieder halten. Für die Umwelt gibt es nichts besseres als auf Knallkörper zu verzichten. Nicht immer auf die Politik schimpfen und nur reden, sondern selbst mitdenken und dementsprechend handeln! Ist doch nicht so schwer!  



 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse. 

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Weihnachten war trubelig, aber schön wie immer.

 

2. Die nächsten Tage steht kein Termin an, das bedeutet also pure  Entspannung.

 

3. Dieses Jahr muss ich noch unbedingt die Zutaten für meinen Heringssalat einkaufen.

 

4. Jeder Mensch, der über die Umweltzustände motzt, aber gleichzeitig umweltschädliche Knaller kauft und zündet, regt mich auf.

 

5. Mit einem leisen Plopp klappt das Öffnen einer Sektflasche nicht immer.  

 

6. Silvester werden wir ausgehen und ein Turnspektakel erleben, diese Action zu betrachten ist besser als nur sitzen und reden.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit einem Film, morgen habe ich einen Besuch bei meiner Freundin geplant und Sonntag machen wir eine Fahrt ins Grüne. 

 

Einen guten Rutsch und einen gesunden Start in 2020 wünsche ich euch,

  eure Sommerlese

Montag, 23. Dezember 2019

Auslosung Gewinnspiel #12




Bei nur zwei Teilnehmerinnen war es 50%ige Chance, gewonnen hat das Büchlein: 

                          

                                 Bambisusuu






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Herzlichen Glückwunsch, 
bitte schicke mir deine Adresse per Mail und dann macht sich das Buch bald auf den Weg zu dir. 
Liebe Grüße, Sommerlese! 

 

Weihnachten in dem kleinen Haus am Meer - Veronica Henry

Einfühlsam erzählter Roman mit viel Weihnachtsgefühl



Im Diana Verlag erscheint der Roman "Weihnachten in dem kleinen Haus am Meer" von Veronica Henry.

Weihnachten ist für Lizzy Kingham jedes Jahr das schönste Fest im Jahr. Mit viel Liebe besorgt und verpackt sie die Geschenke, dekoriert das Haus und sorgt mit leckerem Essen dafür, dass es niemandem an etwas fehlt. Ein wenig Mithilfe ihrer Familie wäre allerdings auch mal schön. Was würde geschehen, wenn Lizzy mal nicht funktionierte und für alles sorgen würde? Kurzentschlossen flüchtet sie in ihren Lieblingsort, ein kleines Strandhaus und wird auch hier vom Weihnachtszauber ergriffen. Schon kurze Zeit später ist das Häuschen mit Lichterketten geschmückt, kann auch hier weihnachtliche Stimmung aufkommen?


Dieser Roman bezaubert schon durch das wunderhübsche Cover und man ist schnell in die Geschichte abgetaucht. Lizzy geht es wie vielen, die weihnachtliche Dekoration ihres Hauses, das Schmücken des Tannenbaums, die Planung und Kocherei des Weihnachtsessens macht sie eigentlich gern, aber ein wenig Hilfe aus der Familie wäre auch mal ganz schön. Sie fühlt sich von Mann und Teenager-Kindern ausgenutzt und begibt sich zu einer Auszeit am Strand. Dort finden sich auch andere Menschen ein, die eine Weihnachtspause eingelegt haben und ihre Schicksale werden sehr authentisch in eigenen Erzählsträngen geschildert. Lizzys Familie macht sich Sorgen und versucht, Lizzy zu finden.

Die Autorin führt geschickt alle Erzählstränge der verschiedenen Figuren zu einer runden Geschichte zusammen und offenbahrt ein besonderes Weihnachtswunder.

Diese Geschichte lässt mich an Lizzys Gefühlen teilhaben, man erlebt viel emotionales und weihnachtliches Flair. Veronica Henry erzählt bildhaft, sehr lebhaft und gefühlvoll. Sie zeigt die Gefühle, Sorgen und Ängste ihrer Figuren auf, ohne dabei kitschig zu wirken. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und erlebt berührende Szenen mit.
Lizzy macht die Erkenntnis, dass die Familie, egal wie nervig sie auch sein mag, ihr zu Weihnachten doch das Allerwichtigste ist.

Ich habe diesen Roman als Dankeschön für alle diejenigen empfunden, die für ihre Familie da sind, sich um die Vorbereitungen des Weihnachtsfestes kümmern und damit ihre Liebe für alle demonstrieren. Das Buch verbreitet weihnachtliche Atmosphäre und enthält einige Szenen, die nachdenklich machen und für gute Unterhaltung sorgen.


***Herzlichen Dank an den Diana Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***


Advent - Rainer Maria Rilke



            
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Advent


Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

von Rainer Maria Rilke


In diesem Sinne wünsche ich euch allen besinnliche und schöne Feiertage!


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                  Fröhliche Weihnachten!🎄🎁


Sonntag, 22. Dezember 2019

Wochenrückblick KW 51/2019

Was habe ich diese Woche eigentlich gemacht?


Nun brennt die vierte Kerze am Kranz und Weihnachten ist nicht mehr weit. Große Freude habe ich in der Adventszeit an solchen Lichtereindrücken auf Weihnachtsmärkten und an beleuchteten Fenstern. Ich mag es eher dezent, wobei die Lampen obern natürlich in ihrer Vielfalt besonders schön aussehen. 

Gesehen:   

Ein paar Weihnachtsfilme im TV: z. B. Cinderella 
Mit meiner Freundin im Kino:  Das perfekte Geheimnis

Gehört/Gesungen:
   
Einige Mitschnitte aus dem Advents-Konzert meines Chores

Gelesen:

Getan: 

Einige Bücher aus meinem Regal für Freunde verpackt. 

Gegessen: 
  
Souflaki mit Salat und Pommes; Pfannengemüse mit Kartoffeln und Spiegelei; 
Tagliatelle mit Lachs in Tomatensauce; Zwiebelkuchen mit Feuerzangenbowle; Lasagne mit Salat; noch einmal die Reste der Lasagne; gebratener Fisch (Meeräsche) mit Bratkartoffeln  

Gedacht: 

Und schon ist die Adventszeit vorbeigesaust, nun kann Weihnachten werden. 

Gefeiert:  
 
Einen lustigen Abend mit Feuerzangenbowle, Kaminfeuer und gemeinsamer Zwiebelkuchen-Backaktion.

Gestaunt: 

So schön war das Wetter im Dezember 2019, das haben wir zu einem Ausflug ans Steinhuder Meer genutzt.
 
Gefreut: 

Über diesen tollen Gewinn von Mel Bücherwurm, in dem Paket befinden sich Spekulatiusformen und die Servietten und Geschenkbänder kommen auch genau richtig. Herzlichen Dank für diese Überraschung, liebe Me!



Geärgert:  

Unser Tannenbaum steht immer noch nicht perfekt im Christbaumständer, er ist sehr groß und schwer. Hoffentlich hält alles!
Gekauft:

Ein paar Kleinigkeiten für meine Lieben! 

Geklickt:

Einige Veranstaltungshinweise.
 

Einen schönen 4. Advent und besinnliche Weihnachtstage,

Eure Sommerlese

Samstag, 21. Dezember 2019

Im Freien – Abenteuer vor der Tür - Björn Kern

Ein entschleunigender Ratgeber und ein ganz tolles Buch: Fernweh ist out, es lebe das Nahweh

Vom befreienden Vergnügen, den Wald zu erleben.


"Im Freien – Abenteuer vor der Tür" von Björn Kern erscheint im Fischer Verlag.

Viele buchen eine Fernreise, um dem Alltag zu entfliehen, doch das ist nicht gerade umweltschutzfreundlich und auch für die Entschleunigung gar nicht nötig. Björn Kern hat sein Abenteuer direkt vor seiner Haustür im Oderbruch gestartet. Hier erlebt er die Jahreszeiten im Wechsel und entdeckt eine Wunderwelt, die im heimischen Wald für große Gefühle und Erlebnisse und gleichzeitig für Entspannung sorgt.


"Ein Windstop fegt gekräuselte Wellen über das Wasser. Ich sehe zum Himmel auf. Keine Wolkenwand, keine Trübung des Lichts. " Zitat S. 86 Entschleunigung und besinnen auf das Leben in der Natur.

Das Leben in der Natur ist dem Stadtmenschen heute nicht mehr bewusst, dabei kann man gerade da gut abschalten und erlebt Jahreszeiten, Tiere und Pflanzen hautnah. Björn Kern löste sich von seinem Schreibtisch und Laptop und machte die Erfahrung mit dem "Nahweh". In seinem Buch beschreibt er, wie er sich im Wald vor unbekannten Geräuschen erschreckt, wie er wilden Tieren z. B. einem Waldkauz begegnet, im Wasser eines vereisten Sees mit einem Ungeheuer in Form einer Plastiktüte kämpft und was ihm so im Freien alles durch den Kopf geht. 

Die ersten Erlebnisse im Freien machen ihn mutiger und neugierig auf weitere Abenteuer, so zieht er los, quer durch den Oderbruch und findet in einem Schützengraben Knochen, vermutet dahinter die Überreste eines heldenhaften Soldaten. Wer findet so etwas schon beim Baden in der Südsee? Diese Erlebnisse bringen ihn seiner Heimat näher und sie erden ihn in seiner Kultur. Wie schön ist es, durch die Wälder zu streifen, vor keiner Touristen-Sensation Schlange stehen zu müssen, keine Verkaufsgespräche mit Straßenhändlern führen zu müssen und nicht die Zeit in Bussen oder Flugzeugen absitzen zu verplämpern.
So versucht der Autor bei seinen Streifzügen im Freien abzuschalten und seine innere Ruhe wiederzufinden, was ihm nicht immer gelingt. Seine Gedanken wenden sich gegen das Alltägliche, hin zu dem Erlebten in der Natur und er tauscht sich mit seinem märkischen Nachbarn darüber aus. 
Diese Figur ist mein Highlight in diesem Buch, sein Dialekt gibt dem Buch noch etwas mehr Pepp und die Dialoge lesen sich herrlich komisch. 

Bewegung im Freien, diese alte, hier neu entdeckte Freizeitidee ist zum Abschalten genau richtig, fördert die Gesundheit und ist aus ökologischen Gründen jeder Urlaubsreise vorzuziehen.

Eine anregende Lektüre, die entschleunigend wirkt, mich hat dieses Buch vollkommen überzeugt, häufig lachen lassen und auch die Idee dahinter ist so einfach wie grandios. Raus aus den vier Wänden, ab in den Wald und die Natur spüren. Im Freien lässt man die Natur wirken und entdeckt, was wirklich wichtig im Leben ist.

***Herzlichen Dank an den Fischer Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***