Montag, 18. September 2017

Mausetot im Mausoleum - Lotte Minck

Hier ist dieses Mal mehr Krimi als Komödie drin, das steigert die Spannung.


Loretta und die Sprache der Blumen

Autorin Lotte Minck hat hat mit "Mausetot im Mausoleum" den 9. Teil ihrer Krimödienreihe um Loretta Luchs geschrieben. Das Buch erscheint im Droste Verlag. (Werbung)



Ruhrpottpflanze Loretta Luchs ist unglücklich und frustriert. Ihr Freund Pascal hat sich von ihr getrennt und zieht aus, Loretta fühlt sich allein und verbringt die einsamen Nächte lieber bei der Spätschicht im Callcenter. Tagsüber braucht sie nun Ablenkung und findet es in ihrem neuen Hobby, der Fotografie. Ein Unbekannter schickt ihr mysteriöse Blumengrüße. Sie lernt den netten Stefan kennen, der ebenfalls Hobbyfotograf ist und sie verabreden sich zur gemeinsamen Motivsuche auf dem Friedhof. Im Mausoleum findet Loretta eine Leiche vor, genau wie es die Astrologin Stella ihr vorhergesagt hat. Doch dieses Mal hat Loretta die Nase voll und hält sich aus den Ermittlungen  raus. Aber als Pascal dann Opfer eines absichtlich herbeigeführten Verkehrsunfalls wird, beginnt sie den Rosenkavalier zu fürchten und ermittelt wieder in gewohnter Weise.

Dieser Band zeigt sich mal in einem anderen Licht als die bisherigen Bücher der Reihe. Der Humor tritt leise in den Hintergrund, denn Loretta ist todunglücklich, weil ihr Freund Pascal sich von ihr getrennt hat. Die Einsamkeit macht Loretta zu schaffen und der fröhliche Tonfall ist ihr so gut wie vergangen. 

Lotte Minck entführt ihre Leser in diesem Band auf einen Friedhof, es geht an Lorettas Arbeitsplatz bei der Sex-Hotline und wir erfahren, was bestimmte Blumen und Pflanzen für eine Sprache sprechen.   
Hier geht es dieses Mal um einen Stalker, der ohne Rücksicht auf Verluste seine Angebetete für sich gewinnen will. Leider ist Loretta das Ziel seiner Träume und sie versteht die geheime Sprache seiner Blumenbotschaften nicht. 

Lotte Minck hat es wieder geschafft, mich mit ihrem flotten Schreibstil und der abwechslungreichen Handlung an das Buch zu fesseln. Der Krimifall steht dieses Mal mehr im Vordergrund des Geschehens. Auch wenn ich einen Verdacht in Hinblick auf den Täter hatte, so haben mich die Erlebnisse bei der Astrologin, Pascals Unfall und die spätere Entführung Lorettas wunderbar unterhalten. Auch dieses Mal gibt es Situationskomik, wenn auch nicht ganz so umfangreich, denn Loretta leidet schrecklich. Und so leidet man mit ihr und freut sich, dass sie nicht aufgibt und ihre spitze Zunge auch in gefährlichen Situationen behalten hat. Denn Loretta ist wie sie ist und damit sorgen ihre bissigen Bemerkungen, die sie sicherheitshalber nur gedanklich äußert, erneut für humorvolle Momente und Lacherfolge.

Es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Figuren aus den Vorgängerbänden, Frank mit seinem unvergleichlichen Ruhrpott-Slang ist natürlich auch wieder mit von der Partie und Erwin als Helfer in der Not mit seiner Doris.


Wer trotz eines Toten im Mausoleum und eines Stalkers über Lorettas Kommentare schmunzeln möchte, dem kann ich diese Krimödie nur ans Herz legen. Es ist ein tolles Wiedersehen für alle Loretta-Fans mit ihrer Kultfigur. Humor ist wenn man trotzdem lacht! 

***Herzlichen Dank für dieses Leseexemplar für die Leserunde bei lovelybooks!***





Hier findet ihr die von mir auf dem Blog rezensierten Vorgängerbände:

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