Dienstag, 5. Dezember 2017

Friede, Freude, Pfefferkuchen - Luisa Binder

Humorvolles Wohlfühlbuch mit dem Duft von Lebkuchen


Der Roman "Friede, Freude, Pfefferkuchen" von Luisa Binder passt wunderbar in die Vorweihnachtszeit. Es dreht sich um Lebkuchen, Liebe und ist ein toller Unterhaltungsroman aus dem Hause Droemer Knaur Verlag.(Werbung)

Noëlle Christmann, dieser Name klingt schon nach Weihnachten und das ist von ihren Eltern auch voll beabsichtigt, denn sie lieben das Fest und schmücken schon Anfang September das ganze Haus und sind für ihren Lichterglanz weithin bekannt. Das ist für Noëlle nur schwer auszuhalten, denn sie ist ein echter Weihnachtsmuffel. Als ihr Freund Erik mit ihr an einem Adventwochenende zu seiner Familie fährt, um sie ihnen vorzustellen, endet der Besuch in einer weihnachtlichen Phobie. Es gibt ein Lebkuchenmenü, die Familie lebt von, mit und für die Lebkuchenproduktion und Noëlles Mithilfe ist gefragt. Ist das das Ende der Beziehungsende geben oder gibt es für Noëlle und Erik noch eine Chance?


Was für ein schönes Buch! Es ist eine wirklich humorvolle und stimmungsvolle Weihnachtsstory. Beim Lesen konnte ich mich ganz und gar in die Handlung fallen lassen. Es ist ein leichter Unterhaltungsroman, der Spaß macht und bei dem man die weihnachtliche Stimmung wunderbar geniessen kann. 

Inhaltlich geht es um die Beziehung der jungen Protagonistin Noëlle, die vor ihrer eigenen Familie und ihrem Weihnachtswahn flieht und prompt in der ebenfalls weihnachtsverrückten Familie ihres Freundes Erik landet. Als sich das adventliche Menü als Lebkuchenversuchsanstalt entpuppt, macht Noëlle noch gute Miene zum bösen, weihnachtlichen Spiel. Aber dann wird sie in die Pflicht genommen, um dem Ort Krummenau zu einem Marketingerfolg in Sachen Lebkuchen ztu verhelfen. Wer liest nicht gern von Menschen, die für ein Projekt brennen. In Krummenau leben alle für und von der Produktion von Lebkuchen. Noëlle lernt die Bewohner kennen und findet neue Freunde, auch wenn sie es gar nicht will. 

Der Schreibstil von Luisa Binder ist herrlich flott und flüssig, die Geschichte ist mit dem winterlichen Hintergrundthema Lebkuchen genau das richtige zur Vorweihnachtszeit und man liest gespannt, wie die Sache ausgeht. Ich musste oft lachen, ob es nun um das Lebkuchen-Menü ging oder um den kranken Erik. So locker und gut unterhalten kommt man selten durch ein Buch. 


Ich mochte nicht nur die Protagonisten, die forsche Noëlle und das Muttersöhnchen Erik, sondern auch die Familie samt Mutter, Vater, Rudi und Oma Flock und Lullu und Hans. Mit ihren unterschiedlichen, aber toll gezeichneten Charakteren wird man schnell warm, sie haben alle ihre Macken, aber sie brennen für ihre Idee und das mochte ich gern. Gefesselt liest man und wünscht allen Erfolg und einen guten Ausgang der Geschichte.  


Bei Noëlle leidet man förmlich mit, wie sie ihre Interessen hinter die der Anderen stellt. Die Lebkuchenidee spukt in allen Köpfen und Noëlle ist durch ihren Job geübt darin, Marketingstrategien zu entwickeln. Urkomisch ist dabei, dass sie eigentlich gar nicht mithelfen will, aber wegen Erik nicht Nein sagen kann. Die Liebesbeziehung kommt eher weniger zur Sprache, aber ich habe es nicht wirklich vermisst. Man kann sich auch so hervorragend amüsieren und das Lebkuchendesaster wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. 


 

Dieser schöne, humorvolle Roman bringt gute Laune zur Weihnachtszeit. Es zeigt den Zusammenhalt innerhalb der Familie und wie weit man für eine Liebe Opfer bringen kann. 
 

 

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