Mittwoch, 4. Juli 2018

Die Mittsommerlüge - Katrine Nørregaard

Ein Familiengeschichte mit tiefen Einblicken in die Figuren!


Der Roman "Die Mittsommerlüge" ist das Debüt der jungen Dänin Katrine Nørregaard und erscheint im DIANA Verlag.


Für Louise ist es unverständlich, warum ihr Vater sie und ihre Mutter Karen zwanzig Jahre allein gelassen hat. Sie verzeiht beiden nicht und meidet den Kontakt. Nach dem Tod des Vaters erfährt sie von einem Sommerhaus am Limfjord. Dort führte der Vater ein Leben, von dem sie und Karen nichts wussten. Ein Besuch dort bringt Geheimnisse an Tageslicht, die ihr Leben verändern.





In diesem Roman geht es um drei Generationen von Frauen einer Familie. Jede von ihnen hat andere Schwierigkeiten und geht damit anders um. Stück um Stück bekommt der Leser Einblicke in die Figuren, jedes Kapitel wird von einer anderen Figur gesehen. 
Diese Perspektive sorgt für tiefe Einblicke in die schwelenden Konflikte, die Sorgen und Ängste der Personen untereinander. 

Karen, die Großmutter, ist gerade verwitwet, ihr Mann Kristian hat sie tief verletzt, indem er sich 20 Jahre einfach von ihr abgesetzt hat. Als er eines Tages zurückkehrt, nimmt sie ihn mit offen Armen auf. Sie verzeiht ihm. Nach dem Tod von Kristian erfährt sie von dem Haus Lykkebo, es war seine Heimat in dieser Zeit, deshalb möchte Karen dorthin und seinem geheimen Leben auf die Spur kommen. 
Louise ist Karens Tochter, mittlerweile 38 Jahre alt und Altenpflegerin. Sie ist mit ihrem Mann Michael nicht gerade glücklich, sie fügt sich jedoch in ihr Schicksal. Von der Abwesenheit ihres Vaters erfuhr sie, dass er angeblich in Ruhe Bücher schreiben wollte.
Ida ist Louises und Michaels 18-jährige Tochter. Für Ida ist der Kontakt zu den Großeltern selbstverständlich. 

Bei diesem Roman fällt der besondere Schreibstil auf. Er wirkt ruhig, ein wenig schwermütig und etwas abgehackt mit kurzen Sätzen. Das macht ihn einfach zu lesen und führt den Leser mitten hinein in die Geschichte voller Gefühle und Lebensträume.
Gerade die Perspektive aus der Sicht der verschiedenen Frauen sorgt für eine große Nähe mit den Figuren.

Die Reise an der Fjord bringt der Familie Zeit miteinander, auch wenn der Vater nicht mehr dabei sein kann, so müssen die drei Frauen sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigen und können sich  einander annähern. Sie werden sich über ihre Lebensvorstellungen klar, Louise ist erneut schwanger, es könnte eine Risikoschwangerschaft sein und sie zweifelt, ob sie das Kind bekommen möchte. 

Man ahnt als Leser recht schnell, was Kristians Aufenthaltsort bedeutet, doch die Familie beim Erkennen des Geheimnisses zu begleiten, sorgt für interessante Einblicke. 


Bei diesem Roman mag ich den atmosphärischen und etwas wehmütigen Schreibstil und die Thematik mit der Schwangerschaft. Von dieser jungen Autorin kann man noch einiges erwarten.


 ***Herzlichen Dank an den DIANA Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!***



Kommentare:

  1. Hallo Barbara,
    irgendwie dachte ich das wäre ein Krimi...nun weiß ich es besser ;)
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina,

      das ging mir bei dem Buch auch zuerst so. Das Cover lässt ja darauf schließen. :-)

      LG nach Österreich,
      Barbara

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  2. Huhu :D

    das Buch habe ich zum Erscheinungstermin schon gelesen und ich war von der Atmosphäre echt begeistert! Ich glaube auch, dass wir von der Autorin noch hören werden!

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Liebe Jessi,

      für ein Debüt hat die Autorin hier schon gut was abgeliefert. Mal sehen, was wir von ihr noch zu lesen bekommen.

      Liebe Grüße
      Barbara

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