Dienstag, 9. Oktober 2018

Seit wann ist die Erde rund? - Guillaume Duprat

Eine ganz besondere Zeitreise über die Gestalt der Erde 


Guillaume Duprat brachte bereits 2008 sein Kindersachbuch "Seit wann ist die Erde rund? Wie sich die Völker unseren Planeten vorstellten" heraus. Der Knesebeck Verlag legt dieses reich bebilderte Buch 2018 in 3. Auflage auf. 


Heutzutage kennen schon unsere Kinder die Form der Erde. Dieses Wissen war vor Menschengedenken aber noch lange nicht selbstverständlich. Eskimos stellten sich die Erde als eine Insel aus Eis vor, für Christoph Columbus war die Welt wie eine Birne geformt und zahlreiche Kulturen hatten ihre eigenen Vorstellungen über die Gestalt unseres Planeten. 



Guillaume Duprat vereint in diesem kunstvoll gestalteten Kinderbuch die verschiedenen Vorstellungen der Menschheit von unserem Planeten. Anhand von erklärenden und gut verständlichen Texten und zahlreichen ausdrucksvollen Bildern und Klapptafeln bekommt man einen umfassenden Eindruck und befindet sich auf einer einzigartigen Zeitreise von der Frühzeit bis heute. 


Die Erde liegt uns Menschen am Herzen, wir fragen uns nach dem Aufbau, dem Inhalt und der äußeren Form unseres Heimatplaneten. Wenn sich ihr Kind für die Erde interessiert, wird auch die Frage nach ihrer Form und Gestalt aufkommen. Diese Frage beschäftigte die Menschen seit Menschengedenken und Jahrtausenden, jede Epoche oder Kultur hatte früher ihre eigenen Ansichten.

Mal war die Erde in der Vorstellung dreieckig wie bei den Indern und Indianern, rechteckig, quadratisch oder auch mal eine Scheibe. Herakles, Odysseus und Jason lebten im 8. Jhr. v. Chr. und waren von der Scheibe überzeugt. Doch es gibt auch Menschen, die sich in einer Wasserwelt, Gebirgswelt oder in einer Luftwelt wähnten.

Lange vor Christi Geburt glaubten die Perser, dass im Mittelpunkt der Erde ein Berg stünde. Die Wikinger gingen lange später im 11. Jahrhundert davon aus, dass ein Weltenbaum den Mittelpunkt der Erde bildet. 
Die jeweiligen Weltbilder geben Aufschluss über die Denkweisen und werden in einen Zusammenhang mit der jeweiligen Kultur gebracht. So gilt für die Moslems Mekka als Mittelpunkt der Welt und für die Christen Jerusalem. Mit dieser Vorstellung hat jede Religion ihre eigene Sichtweise entwickelt.  
Durch die unterschiedlichen Anschauungen lernen wir im Buch auch die verschiedenen Kulturen zu entdecken. Die Klapptafeln ermöglichen einen Blick ins Erdinnere, dass die Vorstellungen damals noch mehr änstigte als heutzutage. 

Erwähnt werden auch Philosophen, Gelehrte und Astrologen, die mit ihren Forschungen die Wissenschaft immer weiter trieben. 
Wir lernen Gelehrte aller Zeitalter kennen und erfahren und sehen ihre Ansichten, so wie von Isidoro von Sevilla (6. Jhr.), Ibn Haukal (Syrien 10. Jhr.) oder dem Benediktinermönch Ranulf Higden (England 14. Jhr.). 


Dieses Buch ist aufwändig und kunstvoll gestaltet und man kann es spielerisch erleben wie die Ansichten über die Form der Erde sich im Laufe der Menschheit geändert haben.
Als Altersklasse empfehle ich dieses Buch Kindern ab 8 Jahren.  



Für Eltern und Kinder eine erstaunliche und wissenswerte Entdeckungsreise über die Form unseres Planeten. Dabei wird auch Interesse für alte Kulturen, Entdecker, Gelehrte und Seefahrer geweckt. Dieses kunstvoll bebilderte Buch sorgt für einige Überraschungen durch die vielen Klappseiten. Es eignet sich als Geschenk ganz wunderbar. 


***Mit herzlichem Dank an den Knesebeck Verlag für die Übersendung dieses Rezensionsexemplars!***



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