Mittwoch, 10. Januar 2018

Herzblut - Klüpfel/ Kobr

Eine Mordsgaudi mit Klufti


Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr haben 2013 mit "Herzblut" ihren siebten Fall um Kommissar Kluftinger geschrieben.  Der Kriminalroman erscheint im "Droemer Verlag".
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Kluftinger bekommt einen anonymen Anruf und glaubt, Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Doch am Tatort findet er nur eine riesige Blutlache. Bevor der Großteil der zugehörigen Leiche auftaucht, erschüttern weitere brutale Morde das Allgäu.
Leider behindern heftige Herzschmerzen Kluftingers Arbeit. Intimfeind Doktor Langhammer verordnet kässpatzenarme Schonkost, positive Lebenseinstellung, Bewegung – und sogar noch einen Yogakurs. 



Auch dieses Mal haben es die Autoren geschafft, mit ihrem kauzigen Allgäuer Original Humor und gute Unterhaltung in einen kniffligen Kriminalfall einzubinden. Das kann man nur bewundern.

Klufti fühlt sich nicht wohl, er hat Herzbeklemmungen und konsultiert Dr. Langhammer, dieser hüllt sich in Schweigen und macht lediglich Andeutungen zu Kluftis Essverhalten in Form von kohlenhydratreichen Kässpatzen und anderen deftigen Allgäuer Spezialitäten. Auch ist die "Pumpe" des Kommissars nicht gerade die jüngste. 


Der Kommissar macht sich Sorgen um seine Gesundheit, sieht sein Lebensende nahen, schreibt sogar ein Testament und dann dreht sich im vorliegenden Fall auch noch alles um Herzen. Man kann gut mit ihm mitfühlen und sieht mit Erstaunen seine Bemühungen um seine Gesundheit. Gemüsesticks mit Quark, Wasser statt Bier und auch ein paar sportliche Yogaeinheiten gehören neuerdings zu Kluftis Gesundheitsprogramm.  

Worüber ich wieder sehr lachen musste, ist das Verhältnis zu Langhammer. Ihre Wortspielereien und ihr Aufeinandertreffen geht wie immer mit humorvollen Szenen einher. 

Was mir aber die Tränen in die Augen getrieben hat, ist der Besuch auf dem Jahrmarkt und die Urlaubsplanung. Hier zeigt sich Klufti wie er leibt und lebt.
Niemand flucht so schön wie Klufti, ist so herrlich naiv im Umgang mit Technik und hat trotz seiner kauzig sturen Art das Herz am rechten Fleck. Er ist und bleibt ein einzigartiger Ermittler, der beim Lösen von Verbrechen einfach den richtigen Riecher besitzt. Und wenn er mal wieder verbal über die Stränge schlägt, so nehmen das seine Kollegen und die Familie Augen rollend zur Kenntnis.  


Dieser Krimi ist einfach ein Knaller. Wer Kluftinger noch nicht gelesen hat, sollte das bald nachholen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und bietet beste Unterhaltung mit einer spannenden Krimihandlung.



Dieser Krimi ist ein Beitrag für meine Teilnahme an der DroemerKnaur-Challenge 2018. 
Weitere Kluftinger-Krimis habe ich hier rezensiert. 


Kommentare:

  1. Liebe Barbara,

    hach, die Kluftinger-Reihe steht schon so lange auf meiner Leseliste. Einige hat der Lieblingsmann sogar schon. Aber es gibt einfach immer viel zu viele schöne Bücher.
    Aber Deine tolle Rezi macht mir mal wieder große Lust auf die Bücher!

    Liebe Grüße
    Conny

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    1. Liebe Conny,

      die Reihe ist der Hammer. Selten habe ich so tolle Krimis gelesen und dann noch so viel lachen können. Wobei der Klufti als Typ ja nicht jedem gefällt, aber ich mag ihn.
      Vielleicht hast du ja irgendwann keinen anderen Lesestoff, dann ist der Zeitpunkt gekommen.

      LG Barbara

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  2. Hallo Barbara, durch die Rezi hört man fast Dein Lachen ;-), gut dass du das olle Seefahrtsbuch wohl gut verkraftet hast.... ich werd mir mal einen Klufti * ausleihen in meiner Bücherei....
    GLG Angela

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    1. Liebe Angela,

      das ist mir dann aber gelungen! ;-) Klufti sehe ich auch im TV gern, es ist genau der Typ, den ich im Buch vor mir sehe.
      In diesem Buch hat er einen Jungen in der Achterbahn erschreckt, beide rasten in einer Gondel schreiend durch die Gegend. Die Vorstellung ist zwar grausam, aber ich konnte kaum aufhören zu lachen.

      Liebe Grüße
      Barbara

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