Freitag, 6. September 2019

Tote Hand - Andreas Föhr

Wieder ein Krimivergnügen, dieses Mal etwas klamaukiger als gewohnt


Andreas Föhrs Kriminalroman "Tote Hand" ist der 8. Band der Tegernsee Krimi-Reihe von Andreas Föhr. Die Krimis um "Wallner & Kreuthner" erscheinen im Knaur Verlag.

Kommissar Kreuthner stösst bei einer merkwürdigen Aktion neben seiner Stammkneipe, er verbuddelt einen ganz besonderen Gegenstand, auf den Fund einer Leiche. Die wurde scheinbar vergraben, um einen Mord zu vertuschen. Schon ist Kreuthner inmitten eines Falls, bei dem er auch die Hilfe zwielichtiger Typen in Anspruch nimmt. Clemens Wallner von der Kripo Miesbach ist als überkorrekter Mensch völlig anders. 



Was mit einer Beerdigung eines denkwürdigen Körperteils beginnt, endet in einer Krimiermittlung der besonderen Art. Die Hintergründe dieses Krimis sind neben einer abgetrennten Hand auch solche Themen wie häusliche Gewalt, Vergewaltigung und sogar eine Zwangsheirat. 
Inhaltlich sorgen diese Probleme wirklich nicht gerade für Humor und doch gelingt es Andreas Föhr, durch sein ungleiches Ermittler-Team einen unterhaltsamen und fesselnden Krimi zu kreieren. 

Der Erzählstil ist gut beschreibend und recht locker, durch eingebaute Dialoge im bayrischen Dialekt auch sehr realistisch wirkend. Ich mag regionale Sprache, doch etwas weniger Dialekt hätte ich sehr begrüßt.
Andreas Föhrs legt seine Charaktere sehr vielseitig an, mit Ecken und Kanten und besonderen Charakterzügen, die immer wieder für eine Überraschung gut sind. Für mich ist Kreuthner durch seine unerwarteten Aktionen und merkwürdigen Vorhaben erneut der amüsante Part dieser Reihe. So ein ausgefallener Charakter mischt die Handlung immer wieder ordentlich auf und lässt keine Langeweile zu. 

Mir hat dieser Band durch den eingebauten Humor wieder gut gefallen, es wurde aber an manchen Stellen durch Leo aber schon etwas zu klamaukig. Trotzdem konnte es bei den Ermittlungen dank dem korrekt arbeitenden Clemens auch seriös zugehen und die Spannung hält sich auf einem guten Mittelmaß. Man muss sich wundern wie sich Leo immer wieder aus schwierigen Situationen retten kann und dennoch einen guten Job macht. Gemeinsam bilden sie einfach ein echtes Spitzenteam.


Mit reichlich trockenem Humor, kauzigen Figuren und merkwürdigen Aktionen kann man sich hier wieder amüsieren, die Ermittlungen besteht Leichen-Leo ebenfalls mit besonderer Energie. Nicht der beste Band der Reihe, aber durchaus lesenswert. 


***Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***


                                 

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