Freitag, 24. Januar 2020

Der Sunday Lunch Club - Juliet Ashton

Eine Familiengeschichte voller Überraschungen des Lebens


Im Rowohlt Verlag erscheint der neue Roman der Autorin Juliet Ashton mit dem Titel "Der Sunday Lunch Club".



Der Sonntag ist häufig der Treffpunkt zum Essen für Anna, ihre Familie und Freunde. Geschwister, die Großmutter und sogar der Exmann kommen dann zum Lachen, Erzählen und Essen und das hält die Gemeinschaft auch so vorbehaltlos zusammen. Es gibt auch mal Streit oder schlechte Laune, doch spätestens beim Nachtisch sind alle wieder miteinander ausgesöhnt. An einem Sonntag hat Dauersingle Anna, mittlerweile 40 Jahre alt, eine Ankündigung zu machen, sie ist schwanger von einem One-Night-Stand. Die Familie ist überrascht, steht aber hinter ihr und kurze Zeit später verliebt sich Anna erneut, natürlich beim Sunday Lunch.  


"Deine Seele ändert sich nie..." Zitat Seite 8

Das Buch hatte zu Beginn für mich einige Längen, weil ich noch nicht so vertraut mit den Figuren war und mir darum einfach das Interesse für sie fehlte. Ganz allmählich brachte mit Juliet Ashton jedoch die Figuren und ihre Charakterzüge, beziehungsweise ihre Macken und Besonderheiten näher und ich konnte der Geschichte bis zum Ende aufmerksam folgen. Die Familie ist dank ihrer sonntäglichen Treffen zum Essen immer gut übereinander informiert und natürlich gibt es viel zu lachen, auch mal Sorgen und alle halten zusammen. Ab der Mitte des Buches treten einige Dinge ans Tageslicht, die das Verständnis der Geschwister übereinander doch in ihren Grundfesten erschüttern. 

Anfänglich konnte ich mich für die Personen nicht so begeistern, die Charakterzeichnung ist Juliet Ashton aber so gut gelungen, dass sie mich allmählich immer mehr interessiert haben. Die Protagonistin Anna wird nach einem One-Night-Stand schwanger, wie sie eine Entscheidung findet, ob sie eine neue Liebesbeziehung startet und welche Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit sie heute noch bewegen, hat mich das Buch über bewegt und interessiert. 

Gefallen haben mir auch die Schilderung des Zusammenhaltes in der Familie, die Szenen über Freundschaft, Glück und Angst. Die Liebe und Unsicherheit der verschiedenen Charaktere wirkt echt, auch wenn ich manches ein wenig übertrieben empfinde. Es ist eine Familie, die alle Lebensformen miteinander eint und deutlich macht, dass Liebe und die Seele von Menschen erst ihre wahre Menschlichkeit ausmacht. 

In diesem Roman wird die Schublade von Klischees ganz weit geöffnet, damit will ich sagen, dass hier die Andersartigkeit von Menschen schon fast auf die Spitze getrieben wurde. Es gibt verpasste Chancen und Veränderungen, die das Leben von Menschen bestimmen, ob es anderen gefällt oder nicht.

Juliet Ashton zeigt, das die Seele eines Menschen nichts darüber aussagt, ob er/sie andersartig ist oder nicht. Sie haucht ihren Charakteren viel Leben ein und zeigt auch den Kampf, die das Anderssein mit sich bringt. Dabei stellt sie Annas Familie als Bollwerk gegen sämtliche Anfeindungen dar und zeigt, wie sich sich gegenseitig lieben und unterstützen.

Dieser Roman zeigt eine Familie, die Höhen und Tiefen, Hoffnungen und auch Überraschungen des Lebens gemeinsam meistert. Die Liebe hat viele Gesichter! 

  ***Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***





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